Calves on a cargo ship

Ein großer Sieg wurde erzielt! 


Brittany Ferries hat angekündigt, den Transport lebender Tiere einzustellen

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Kälber auf Lebendtiertransport

Kälber sind keine Fracht!


Das Leid nicht entwöhnter Kälber auf Transporten

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Kälber sind keine Fracht

Tierleid mit vollen Segeln: Brittany Ferries transportiert nicht entwöhnte Kälber von Irland nach Frankreich

Jedes Jahr werden Hundertausende nicht entwöhnter Kälber auf den Fähren von Irland auf das europäische Festland transportiert. Diese Kälber, die für die Milchwirtschaft nicht von Nutzen sind, werden auf die Reise geschickt, um für Kalbfleisch und andere Produkte billig in Europa gemästet zu werden. Nach 30 Jahren entschied sich Brittany Ferries, dieses grausame Geschäft wieder aufzunehmen.  

Kampagnen Update – August 2026 

Nach 18 Monaten, in denen wir gemeinsam mit anderen britischen, irischen und französischen Tierschutzorganisationen eine Kampagne geführt haben, hat Brittany Ferries angekündigt, den Transport aller lebenden Nutztiere auf seinen Fähren ab September 2026 zu beenden.

Dieser Meilenstein ist die Folge von hartnäckigem Druck von VIER PFOTEN und einer Koalition von Tierschutz-NGOs, aber auch der fantastischen Unterstützung von Hunderttausenden Europäer:innen, die vom Unternehmen einen Stopp von Lebendtiertransporten gefordert haben. 

Das ist ein Riesenschritt vorwärts für den Tierschutz. Aber auch wenn wir diesen wichtigen Meilenstein feiern: Unsere Arbeit ist noch lange nicht vorbei. Weiterhin werden Tiere lebend durch Europa transportiert, daher wird VIER PFOTEN seine Kampagne weiterführen, um das Leiden von verletzlichen Tieren zu beenden, insbesondere von nicht entwöhnten Kälbern, die von Irland auf eine lange und kräftezehrende Reise geschickt werden.

Danke! 

Dieser Sieg wäre ohne den Einsatz unserer Campaigner:innen, der Menschen, die uns unterstützt haben, und unseren Partnerorganisationen in ganz Europa nicht möglich gewesen. 

Jede E-Mail, jeder Social-Media-Beitrag, jeder Kommentar, jedes Teilen von Postings, jede Bewertung und jedes Gespräch trug dazu bei, eine starke Botschaft zu vermitteln: Tierschutz ist wichtig, und Unternehmen können sich dafür entscheiden, Tierwohl über Profit zu stellen. 

Die Kampagne geht weiter

Die Entscheidung von Brittany Ferries beweist, dass Veränderungen möglich sind. Dennoch werden jedes Jahr weiterhin Millionen schutzbedürftiger Nutztiere auf langen, strapaziösen Reisen durch Europa und darüber hinaus transportiert. 

Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, das durch Lebendtransporte verursachte Leid zu beenden und einen besseren Schutz für sogenannte Nutztiere zu erreichen. 

Die nächste Phase unserer Kampagne hat bereits begonnen – bleiben Sie dran. 

Die Realität nicht entwöhnte Kälber

Lange Reisen, junge Tiere

Nicht entwöhnte Kälber sind extrem junge Tiere, die noch auf Milch oder Milchaustauscher angewiesen sein, um ihren Nahrungsbedarf zu decken. 

Allerdings kann Kälbern auf den Fähren kein Milchaustauscher gefüttert werden. Somit bleiben sie stundenlang ohne adäquate Nahrung, manchmal, je nach Länge der Reise, bis zu einem Tag. 

Es gibt immer mehr wissenschaftliche Evidenz dafür, welche Konsequenzen diese Transporte für das Tierwohl haben. Studien sprechen von Dehydrierung, Erschöpfung, niedrige Energiereserven, Unterzuckerung und Anzeichen von Atemwegserkrankungen unter den transportierten Kälbern. Außerdem berichten Forscher:innen von ausgeprägten Lungenschäden und häufigem Antibiotika-Einsatz bei den Tieren. 

Die Evidenz ist eindeutig: Für junge Kälber stellen diese Transporte große Risiken für Tierleid dar. 

Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der EU-Richtlinien für Tiertransporte

Der Transport nicht entwöhnter Kälber auf diesen Routen wirft schwere Bedenken hinsichtlich der Einhaltung der EU-Richtlinie No 1/2005 auf, die vorgibt, dass Kälber in bestimmten Intervallen während eines Transports gefüttert werden müssen. 

In der Praxis dauern Transporte von Irland auf das europäische Festland bei einer Kombination aus Straßen- und Seetransport üblicherweise zwischen 24 und 28 Stunden. Der Zeitpunkt, zu dem die Kälber gefüttert werden müssten, fällt häufig in die Zeit der Fährüberfahrt selbst – also in eine Phase, in der eine Fütterung auf RoRo-Schiffen (Roll-on/Roll-off) nicht möglich ist. 

Eine Überprüfung durch die Europäische Kommission ergab, dass Kälber bei langen Fährüberfahrten nicht in den gesetzlich vorgeschriebenen Abständen gefüttert wurden, sie stellte erhebliche Tierschutzprobleme im Zusammenhang mit diesen Transporten fest. 

Diese Erkenntnisse werfen ernsthafte Fragen hinsichtlich der Vereinbarkeit dieses Handels mit den EU-Tierschutzrichtlinien auf und unterstreichen die Rolle von Brittany Ferries, die diese Transporte ermöglicht und gleichzeitig gegen die Richtlinien verstößt. 

Öffentlicher Protest

Seit Brittany Ferries im Jahr 2025 den Transport lebender Tiere wieder aufgenommen hat, sieht sich das Unternehmen massiver Kritik von Tierschutzorganisationen, Tierärzt:innen, Wissenschaftler:innen, Personen des öffentlichen Lebens sowie der breiten Öffentlichkeit gegenüber. Innerhalb weniger Monate wandten sich mehr als 200.000 Menschen an die Unternehmensführung von Brittany Ferries und forderten einen Stopp des Transports nicht entwöhnter Kälber. Auch Umfragen in den wichtigsten Märkten von Brittany Ferries belegen den starken Widerstand gegen diese Praxis. 

  • Großbritannien: Nur etwa jeder Zehnte befürwortet den Langstreckentransport nicht entwöhnter Kälber. 
  • Frankreich: 81 % der Befragten lehnen den Transport auf See von nicht entwöhnten Kälbern ab. Gleichzeitig gaben 62 % an, dass die Tatsache, dass eine Fährgesellschaft solche Transporte durchführt, ihre Entscheidung, mit diesem Unternehmen zu reisen, beeinflussen würde. 
  • Irland: 84 % der Befragten sind der Ansicht, dass nicht entwöhnte Kälber nicht über lange Strecken transportiert werden sollten. 

Was wir und andere NGOs tun

Gemeinsam mit einem Bündnis von Tierschutzorganisationen hat VIER PFOTEN den öffentlichen Widerstand gegen die Rolle, die Brittany Ferries in diesem grausamen Business, spielt, mobilisiert. 

Tausende besorgter Bürger:innen haben sich direkt an das Unternehmen gewandt, Kommentare auf dessen Social-Media-Kanälen hinterlassen und ihre Bedenken auf Bewertungsplattformen geäußert. 

Die öffentliche Aufmerksamkeit wächst stetig, da immer mehr Menschen über das Leid der Kälber während dieser Transporte und die Rolle der Reedereien Bescheid wissen. 

Kampagnen-Updates

Verfolgen Sie die letzten Entwicklungen und Aktivitäten unserer Kampagne

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Dank Ihrer Unterstützung hat Brittany Ferries den Transport lebender Tiere auf seinen Fähren eingestellt. Derzeit bereiten wir die nächste Phase unserer Kampagne vor, um schutzbedürftige Tiere vor Langstreckentransporten zu schützen. Schauen Sie bald wieder vorbei, um zu erfahren, wie Sie helfen können.

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