Stachelhalsband (c) VIER PFOTEN


Quälende Halsbänder

Ratgeber für Hundehalter: Unter diesen Halsbändern leiden Ihre Hunde 

26.3.2019

Gerade online und von einschlägigen Hundetrainern werden oft Halsbänder angepriesen, die durch „Korrekturen“ bei der Erziehung von Hunden helfen sollen. Diese Halsbänder verursachen aber bei Hunden oft Schmerz, Stress und Angst.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

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Wir raten ganz klar von der Verwendung dieser Halsbänder ab: 

  • Würgehalsband: Das sind Halsbänder, die sich beim Ziehen an der Leine zusammenziehen, den Hund dadurch würgen und die Luft zum Atmen abschnüren.  

  • Stachel-/Korallenhalsband: Die Metallstacheln an der Innenseite dieser Halsbänder bohren sich in den Hals des Hundes, sobald er an der Leine zieht. Dies verursacht dem Hund natürlich Schmerzen. Über längere Zeit kann das zu Wunden und Verletzungen im Halsbereich führen. 

  • Elektrisierende Halsband/Teletak: Durch ein eingebautes Elektroimpulsgerät kann dem Hund ein Stromschlag versetzt werden. Das löst klar Schmerz, Angst und Stress aus. 

  • Sprühhalsband/chemische Dressurgeräte: Mit einem Handsender kann hier durch eine angebrachte Kartusche ein Duftspray freigesetzt werden. Der Duft (z.B. Zitrone oder Senf) ist für den Hund extrem unangenehm. Zudem bleibt er im Fell haften. Der Hund kann den Zusammenhang zu unerwünschtem Verhalten nicht mehr herstellen. 

  • Anti-Bell-Halsband: Sobald der Hund zu bellen beginnt, wird er einem Strafreiz (unangenehmer Ton, Duftspray oder ein Luftstoß) ausgesetzt. 

Erziehungshalsband mit Strafreiz

Rechtliche Lage in Österreich

Das österreichische Tierschutzgesetz verbietet laut § 5 Verbot der Tierquälerei die Verwendung von 

  • Stachelhalsbändern, 
  • Korallenhalsbändern, 
  • elektrisierenden oder chemischen Dressurgeräten, 
  • technischen Geräten, Hilfsmitteln oder Vorrichtungen, die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen (zB. Ton- oder Vibrationssignal),
  • Halsbänder mit einem Zugmechanismus, der durch Zusammenziehen das Atmen des Hundes erschweren kann (Zughalsbänder ohne Stoppfunktion). 
Würgehalsband

Es ist in Österreich verboten, einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen oder es in schwere Angst zu versetzen. Außerdem ist das In-Verkehr-Bringen, der Erwerb und der Besitz von Stachelhalsbändern, Korallenhalsbändern oder elektrisierenden oder chemischen Dressurgeräten verboten.

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Erziehung durch positive Motivation 

Eine moderne und tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden sollte belohnungsorientiert sein: gutes Verhalten wird belohnt (z.B. mit Leckerli, Streicheleinheiten, verbaler Bestätigung), negatives Verhalten ignoriert. Trainingsmethoden, die auf Strafe, Dominanz, Unterwerfung, Druck und Drohgebärden basieren, sind nicht nur veraltet, sondern auch gefährlich. Hunden wird beigebracht, dass der Mensch unberechenbar und potenziell gefährlich ist. Die Mensch-Tier-Beziehung wird dadurch geschädigt.

Mehr Infos dazu finden Sie hier.

VIER PFOTEN Tipp

Wir empfehlen grundsätzlich ein Brustgeschirr, da es dem Halsband in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Hundehalsbänder bergen gesundheitliche Risiken, wie Verletzungen an der Luftröhre. Wählen Sie deswegen lieber ein angenehmes Brustgeschirr für Ihren vierbeinigen Freund.

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