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Positive Hundeerziehung

4.4.2019

Ratgeber für Hundehalter: Der Hund lernt am besten mit positiver Bestärkung.

Gerade wenn es um die Erziehung des eigenen Hundes geht, werden die Diskussionen oft hitzig. Die einen setzen auf positive Bestärkung und Belohnung, die anderen eher auf Dominanz und Bestrafung.

VIER PFOTEN empfiehlt ganz klar die Trainingsmethode der „Positiven Bestärkung“ für die Hundeerziehung. Nur sie ist tiergerecht. Wir lehnen jegliche Art der Bestrafung ab.

Was bedeutet Positive Bestärkung?

Bei der Erziehungsmethode der Positiven Bestärkung wird das gute, richtige und gewünschte Verhalten des Hundes, mit etwas Positivem, wie einem Leckerli, Lob oder Streicheleinheiten verbunden bzw. belohnt. In der Theorie verbindet der Hund dieses Verhalten mit positiven Emotionen, wodurch es vom ihm öfter gezeigt wird. Unerwünschtes Verhalten wird schlicht ignoriert. Durch Positive Bestärkung entsteht eine enge Bindung zwischen Hund und Halter, die auf guten Erlebnissen beruht.

Ein Beispiel der Positiven Bestärkung

Das Ziehen an der Leine ist ein häufiges Problem in der Hundeerziehung. Das Ziel ist, dass der Hund entspannt an der Leine ohne Zug läuft. Die straffe Leine ist auch für den Hund unangenehm - und natürlich für den Menschen, der vom Hund durch den Park gezogen wird.

Um dieses unangenehme Verhalten zu ändern, sollte man NICHT an der Leine rucken, was bei dem Tier noch mehr Schmerzen auslöst. Besser sollte das Nicht-Ziehen jedes Mal belohnt werden. Man kann den Hund ansprechen, wenn er innehält, zu seinem Menschen schaut, womöglich sogar zurückkommt und dann wird er belohnt. Die Belohnung kann durch Lob, positive Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten oder Leckerlis passieren. Dadurch lernt der Hund, wenn er mehr auf seinen Menschen achtet, wird er belohnt. Das verstärkt das positive Verhalten immer weiter.

(c) VIER PFOTEN | Tibor Rauch

Warum Schmerz und Dominanz nicht helfen

Der Ansatz der Positiven Verstärkung kann in manchen Fällen mehr Zeit und Anstrengung für den Menschen sein. Die Basis, die durch diesen Erziehungsansatz aber erzielt wird, wirkt sich langfristig gut auf die Mensch-Tier-Beziehung aus.

Fügt man dem Hund beim Training Schmerzen zu oder übt Dominanz aus, zeigen Hunde mehr Stresssymptome und sind dadurch weniger lernfähig. Bestrafung ist beim Training äußerst kontraproduktiv. Der Hund kann dadurch Angst vor bestimmten Objekten, Personen oder Situationen entwickeln. Studien zeigen, dass Bestrafung mit der Person, die sie verursacht, in Verbindung gebracht wird und für die Hunde sehr anstrengend ist. Das wirkt sich negativ auf die Beziehung zwischen Hund und Halter aus. Umso wichtiger ist es, beim Training von Hunden auf Schmerz und Dominanz zu verzichten, um eine enge und gute Verbindung aufzubauen.

Verwenden Sie keine quälenden Halsbänder

Auch Erziehungshilfen, die dem Hund keine direkten „Schmerzen“ zufügen, fallen unter das Erziehungsprinzip der Bestrafung. Ein Beispiel wäre ein Halsband, das bei ungewünschtem Verhalten einen Stimulus auslöst (zB. Luftstoß oder Ton), der vom Tier als unangenehm aufgenommen wird. Auch wenn der Stimulus keinen Schmerz auslöst, sollte von solchen Methoden abgesehen werden. Die Grenzen zwischen, was ist für den Hund schmerzhaft oder nur unangenehm, sind fließend und jeder Hund empfindet auch die unterschiedlich.

Quälende Halsbänder

Wir informieren über die Folgen von sogenannten Erziehungshalsbändern, Würgeketten oder Stachelhaslbändern und die rechtliche Lage in Österreich.

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Tipps bei schwierigen Hunden

Jeder Hund ist individuell geprägt durch seine Aufzucht, seine Genetik, seine Erfahrungen im Leben und auch durch das Umfeld.

Als Hundebesitzer hat man die Verantwortung, den Hund zu sozialisieren und auch zu trainieren. Das Training ist wichtig, damit der Hund weiß, was von ihm erwartet wird. Hunde wollen oft gefallen, wenn sie jedoch nicht wissen, was von ihnen erwartet wird, wird das zum Stressfaktor.

Wir empfehlen bei Problemverhalten die Hilfe von Experten zu suchen. In einer guten Hundeschule oder mit einem Hundetrainer kann an den Herausforderungen gearbeitet werden.

Auch schwieriges Verhalten kann durch die positive Arbeit mit dem Tier verbessert oder ganz abtrainiert werden. Hunde haben Spaß an Training. Sie wollen gern lernen.

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