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Most common illnesses in mice and how to prevent them

Gesundheits-check von Farbmäusen

12.5.2020

Tierärztliche Betreuung von Mäusen: Die häufigsten Krankheiten und wie man ihnen vorbeugen kann

Farbmäuse sind wie andere Tiere auch anfällig für Krankheiten. Manche sind leider typisch, so Tumorbildungen, andere sind einer mangelnden Pflege geschuldet. Das Leben einer Farbmaus ist gerade mal auf ein paar Jahre begrenzt und jedes Mäuschen hat es verdient, diese Jahre gesund zu verleben. Farbmaushalter sind deshalb in der Verantwortung, schon auf kleinste Veränderungen bei ihrem Tier zu reagieren und unverzüglich den Tierarzt aufzusuchen.

Typische Erkrankungen:

Wer die Ursachen zu den einzelnen Erkrankungen kennt, weiß, worauf er achten muss, um sie zu verhindern:

Atemwegserkrankungen: Verursacher für Atemwegserkrankungen sind Erreger wie Viren, Bakterien und Mykoplasmen. Um den Ausbruch einer Atemwegserkrankung zu unterbinden, muss man auf folgende Faktoren achten:

  • Gut belüftetes, sauberes Gehege
  • Gute Umgebungstemperatur (20° - 24°C)
  • Zugfreier Platz
  • Optimale Luftfeuchtigkeit
  • Staubfreies Einstreu
  • Gute Ernährung
  • Harmonische Gruppe
  • Erkrankte Tiere separieren

Symptome: Niesen, Flankenatmung, Geräusche bei der Atmung, Atemnot

Darm-Erkrankungen: Hier geht es in erster Linie um den Durchfall, der unverzüglich vom Tierarzt behandelt werden muss. Die Ursachen dazu sind vielfältig und können vermieden werden durch:

  • Obst und Gemüse vor der Fütterung gut waschen
  • Futter vorsichtig umstellen
  • Unverträgliches wie giftige Pflanzen für Farbmäuse unerreichbar aufbewahren
  • Stress für die Tiere vermeiden
  • Auf Juckreiz im Analbereich achten

Symptome: breiig-dünnflüssiger Kot, mit Kot verschmutztes Fell um den After herum

Haut-Erkrankungen: Farbmäuse werden gern Opfer von Parasiten wie Milben. Je nach Befall kann der Stress durch die Parasiten einen frühzeitigen Tod des betroffenen Tiers bedeuten. Parasitenprophylaxe ist gegeben durch:

  • Gute Käfighygiene
  • Ausreichende Luftzirkulation
  • Frisches Einstreu
  • Artgemäße Ernährung
  • Starkes Immunsystem

Symptome: schorfige Stellen auf der Haut, Rötungen, Schuppen

Wucherungen und Tumore: fühlbare Verdickungen unter der Haut.

Die aufgeführten Punkte sind nur Beispiele von Erkrankungen und Symptomen. Das Spektrum ist weitreichender. Die Ausführungen zeigen die Wichtigkeit auf, für optimale Haltungsbedingungen zu sorgen, was Ernährung, Ruhe, Käfigmanagement betrifft. Je besser die Rahmenbedingungen sind, desto größer die Chancen auf drei bis vier gesunde Mäusejahre!

Wir raten Von Selbstdiagnose und Selbstbehandlung ab!

Sobald eine als Haustier gehaltene Maus irgendwelche Anzeichen einer Krankheit zeigt, muss sie umgehend von einem Tierarzt untersucht werden.