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Stachelhalsbänder verursachen bei Hunden Schmerzen und Stress. (c) VIER PFOTEN

VIER PFOTEN startet neuen Online-Protest gegen Amazon

17.7.2019

Lilian Klebow, Angelika Niedetzky und Verena Scheitz unterstützen Aktion gegen Tierqual-Produkte

Wien - Vor wenigen Monaten deckte VIER PFOTEN auf, dass der Kauf verbotener Hundehalsbänder in Österreich über amazon.de ohne Probleme möglich ist. Es handelte sich um gefährliche Würge- und Stachelhalsbänder, chemische Dressurgeräte (im Handel als „Erziehungshalsband mit Sprayfunktion“ bezeichnet) sowie so genannte „Anti-Bark Halsbänder mit Vibrations- oder Tonsignal“. Da Amazon auf die Aufforderung von VIER PFOTEN, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen, nicht reagierte, startet die Tierschutzorganisation nun einen neuen Online-Protest. Prominente Unterstützung erhält sie dabei von den österreichischen Schauspielerinnen Lilian Klebow, Angelika Niedetzky und Verena Scheitz. Letztere ist dem heimischen Publikum auch als ORF-Moderatorin bekannt.

Angelika Niedetzky (c) VIER PFOTEN | Monika Löff

„Über das neue Protest-Tool kann jeder, der uns unterstützen will, mit seiner Unterschrift eine automatisierte Email an Amazon schicken“, erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. In dieser Email wird das Unternehmen aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und den Verkauf solcher Tierqual-Produkte umgehend zu stoppen.

Lilian Klebow (c) VIER PFOTEN | Bernd Brundert

Lilian Klebow, Angelika Niedetzky und Verena Scheitz schließen sich diesem Protest an. „Was Tierquälerei ist, soll nicht verkauft werden – so einfach ist es“, sagt Klebow. „Würge- und Erziehungshalsbänder sind schlicht und einfach nicht artgerecht“, meint Niedetzky. „Amazon hat sich an das Tierschutzgesetz zu halten“, bringt es Scheitz auf den Punkt.

Verena Scheitz (c) VIER PFOTEN | Jan Frankl

Das österreichische Tierschutzgesetz ist eindeutig: Laut § 5, das generell das Verbot der Tierquälerei regelt, verstößt gegen das Gesetz, wer

„a. Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder oder elektrisierende oder chemische Dressurgeräte verwendet“ oder

„b. technische Geräte, Hilfsmittel oder Vorrichtungen verwendet, die darauf abzielen, das Verhalten eines Tieres durch Härte oder durch Strafreize zu beeinflussen“ oder

„c. Halsbänder mit einem Zugmechanismus verwendet, der durch Zusammenziehen das Atmen des Hundes erschweren kann“.

Auch § 2 der Verordnung über die tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden gibt den Methoden der positiven Motivation ganz klar den Vorzug.

Würgehalsbänder zum Beispiel sind reine Tierquälerei: Sie ziehen sich zusammen, wenn der Hund an der Leine zieht, würgen ihn dadurch bzw. schnüren ihm die Luft zum Atmen ab. Bei einem Stachelhalsband kommen zusätzlich noch die Qualen der Stacheln dazu. Martina Pluda von VIER PFOTEN: „Das Tier soll zum Gehorsam gezwungen werden, weil es sich selbst keine Schmerzen zufügen will. Nur funktioniert das leider nicht so. Ein Hund zieht nicht an der Leine, weil er ungehorsam sein möchte. Er tut es meistens aus Stress, Unsicherheit bis hin zu Angst. Der Besitzer muss daran arbeiten, dass sich das Tier an der Leine sicher fühlt. Den Hund in einer für ihn ohnehin schon unangenehmen Situation auch noch mit Schmerzen zu bestrafen, ist definitiv nicht die Lösung. Das ist einfach nur grausam!“

Würgehalsbänder sind für die Hunde gefährlich. (c) VIER PFOTEN

Amazon macht sich angreifbar, denn auch das In-Verkehr-Bringen, der Erwerb und der Besitz dieser Geräte sind verboten. „Ein Unternehmen wie Amazon hat eine Verantwortung; es darf nicht egal sein, was auf seinem Markt angeboten wird“, fasst es Pluda zusammen.

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Mag. Elisabeth Penz

Press Officer Austria

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.at