
VIER PFOTEN startet umfassende Kampagne gegen Silvester-Böller
„Ihr böllert, wir zittern.“: Forderung nach effektivem Verbot von Feuerwerkskörpern
Wien - VIER PFOTEN startet eine umfassende Kampagne gegen Silvesterböller. Der Hintergrund: Jedes Jahr rund um den Jahreswechsel verursacht der private Einsatz von Böllern und Feuerwerkskörpern enormes Tierleid. Darüber hinaus sind sie auch für Menschen gefährlich; auch heuer wird es mit Sicherheit wieder zahlreiche Vorfälle geben, bei denen Menschen verletzt werden. Auch der Schaden für die Umwelt ist enorm. Mit dem Slogan „Ihr böllert, wir zittern.“ setzt VIER PFOTEN in den kommenden Monaten auf zahlreiche Maßnahmen – online und offline -, um die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam zu machen und zu mobilisieren. Von der Politik, konkret von zuständigen Innenminister Gerhard Karner, fordert die Tierschutzorganisation ein bundesweites Verbot von Feuerwerkskörpern für Privatpersonen ab der Kategorie F2, also auch für Schweizerkracher und Raketen.
Die österreichische Bevölkerung teilt übrigens diese Meinung: In einer Online-Umfrage des Marketinstituts aus dem Jahr 2025, die VIER PFOTEN in Auftrag gegeben hatte, gaben 69 Prozent der Befragten an, ein Verbot auf jeden Fall (43 Prozent) bzw. eher schon (26 Prozent) zu befürworten.
Eine Online-Petition, die VIER PFOTEN vor etwa einem Jahr ins Leben gerufen hat, wird nun intensiv beworben, sowohl auf Social Media Kanälen als auch offline. In den kommenden Wochen werden diverse Kampagnensujets an verschiedenen öffentlichen Plätzen, wie etwa auf Bahnhöfen, zu sehen sein. Auch ein Kino- und ein Radiospot werden derzeit - inhouse – produziert, Straßenaktionen sind ebenfalls in Planung.

„Um zu mobilisieren, müssen wir sichtbar sein. Wir stecken unser gesamtes Herzblut in diese Kampagne, weil wir es unerträglich finden, dass Tiere so unnötig gequält werden. Erfreulicherweise sind ja schon sehr viele Menschen auf unserer Seite, aber wir hoffen, dass wir noch erheblich mehr für diesen Kampf gegen Tierleid gewinnen und dadurch den Druck auf die Politik deutlich erhöhen können“, sagt Weissenböck.
Die VIER PFOTEN Forderungen konkret:
- Ein österreichweites Verbot des Inverkehrbringens sämtlicher pyrotechnischer Produkte ab der Kategorie F2 für Personen ohne Pyrotechnik-Ausweis, einschließlich jener Produkte, deren Knallsatz ausschließlich Schwarzpulver enthält.
- Ein Besitz-, Verwendungs- und Importverbot für diese Produkte für Personen ohne Pyrotechnik-Ausweis, ohne Ausnahmeermächtigung innerhalb des Ortsgebietes.
„Ein nationales Böllerverbot würde nicht nur Tiere schützen, sondern auch die öffentliche Sicherheit erhöhen, Verletzungen verhindern, Einsatzkräfte entlasten, Umweltbelastungen reduzieren und für klare, österreichweit einheitliche Regeln sorgen. Der Innenminister muss jetzt handeln, damit Mensch, Tier und Umwelt künftig nicht mehr zu Schaden kommen“, so VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Weissenböck.

Mag. Elisabeth Penz
Press Officer Austriaelisabeth.penz@vier-pfoten.org
VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Linke Wienzeile 236, 1150 Wien
Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freund:innen in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Kambodscha, im Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie 13 Schutzzentren und Partnerprojekten für notleidende Tiere sorgt VIER PFOTEN weltweit für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.
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