
Superbowl: Eine einzige Nacht kostet 740 Millionen Masthühnern das Leben
VIER PFOTEN: Absurder Exzess auf Kosten der Tiere
Kalifornien/Wien - Es sind unfassbare Zahlen1, die VIER PFOTEN vorliegen: Alleine für die Nacht der Superbowl vom achten auf den neunten Februar werden wieder rund 740 Millionen Masthühner sterben. Aus Anlass des Events werden die US-Amerikaner insgesamt unvorstellbare 1,48 Milliarden Chicken Wings verspeisen, das ist im Vergleich zu 2025 ein Anstieg von etwa 10 Millionen.
Zur Veranschaulichung: Die Hühnerflügel würden, aneinandergereiht, die Erde drei Mal umkreisen. Man bräuchte 3.400 Sattelschlepper, um sie zu transportieren; diese würden einen Konvoi von über 64 Kilometern bilden.
Noch in den 1950er Jahren brauchte ein Masthuhn 100 Tage, um sein Schlachtgewicht von 1,8 Kilogramm auf die Waage zu bringen. Heutzutage erreicht es in nur 32 Tagen sein Schlachtgewicht. Wie bei kaum einer anderen Nutztierart führen schnelles Wachstum und hochgradig intensivierte Haltung zu Leiden, Erkrankungen und Schäden.
Aber auch aus ökologischen Gründen ist der hemmungslose Fleischkonsum höchst problematisch. Die Massentierhaltung verursacht massive ökologische Schäden durch hohe Treibhausgasemissionen, einen enormen Flächenverbrauch zum Futtermittelanbau, für den Regenwald abgeholzt wird, Grundwasserverschmutzung sowie den Verlust an Biodiversität.
Nicht zuletzt schadet exzessiver Fleischkonsum der Gesundheit. In den USA gelten rund 75 Prozent der Bevölkerung als übergewichtig oder adipös, was schwere Folgeschäden wie Diabetes, Herz-/Kreislauferkrankungen und hohen Blutdruck haben kann.
„Viele Menschen verdrängen nicht nur, dass für ihr Essen ein Lebewesen sterben muss, ihnen sind auch die Auswirkungen auf Klima und Gesundheit schlicht nicht bewusst. Wir werden nicht darum herumkommen, unseren Fleischkonsum drastisch zu senken, wenn wir eine lebenswerte Zukunft wollen“, so Weissenböck.
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Mag. Elisabeth Penz
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