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VIER PFOTEN StreunerHilfe

27.10.2017

Unsere weltweiten Kastrationsprojekte für freilaufende Hunde und Katzen

Seit 20 Jahren setzt sich VIER PFOTEN für herrenlose Katzen und Hunde ein, von denen weltweit hunderttausende auf der Straße leben. Fast überall, wo sich Menschen niedergelassen haben, werden Tiere ausgesetzt. Vor allem in den Ballungszentren ärmerer Länder gehören streunende Hunde und Katzen zum Alltag. Sie leiden unter Hunger, Krankheiten, Verletzungen und Gewalt.

Da die wenigsten Hunde und Katzen kastriert sind, vermehren sie sich äußerst schnell – solch unkontrolliert wachsende Populationen weisen häufig einen schlechten Gesundheitszustand auf. Manche Erkrankungen und Parasiten können auch für den Menschen ein Risiko darstellen. Das ist einer der Gründe, aus denen Streuner oft bei der heimischen Bevölkerung unbeliebt sind und vertrieben oder gezielt bekämpft werden.

Leider herrscht in vielen Ländern noch immer die Ansicht vor, dass sich eine wachsende Streuner-Population durch Massentötungen in den Griff bekommen lässt: Hunde und Katzen werden vergiftet, erwürgt, erschlagen oder manchmal sogar lebendig verbrannt oder vergraben. Diese schrecklichen Praktiken sind nicht nur grausam, sondern auch völlig sinnlos. Wissenschaftliche Studien belegen nämlich, dass sich die Zahl von Streunertieren durch solche Tötungen langfristig nicht verringert.

VIER PFOTEN führt mit den Projekten Streunerhilfe Deutschland, Bündnis pro Katze, Streunerkatzenhilfe, Streunerhilfe Rumänien, Streunerhilfe Bulgarien, Streunerhilfe Ukraine und Streunerhilfe Thailand gezielte Kastrationen vor Ort durch und engagiert sich auch auf politischer Ebene für Streunertiere.

Darüber hinaus ist es uns wichtig, auch die Bevölkerung aufzuklären und möglichst mit den Menschen in der Region zusammenzuarbeiten. In unserem Projekt Dogs for People bilden wir ehemalige Streunerhunde zu Therapiehunden aus. Damit eröffnen wir ihnen nicht nur neue Perspektiven und unterstützen Menschen mit Behinderung – wir zeigen den Menschen auch, dass Hunde wertvolle Helfer und liebenswerte Begleiter sind.

Unsere Ziele

VIER PFOTEN will das Töten beenden, das Leid der Streunertiere lindern und ihre Zahl langfristig durch Kastration verringern. Um dies zu erreichen, engagieren wir uns auf mehreren Ebenen:

  1. Kastrationsprojekte vor Ort
  2. Aufklärung der Bevölkerung
  3. Tiergestützte Therapie mit ausgebildeten Streunerhunden
  4. Politische Arbeit auf EU-Ebene und in den Ländern

Spenden für streuner

Bitte unterstützen Sie unsere weltweiten Kastrationsprogramme für herrenlose Hunde und Katzen!

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Eine nachhaltige, tierfreundliche Lösung

Um ein Umdenken bei Behörden und Bevölkerung zu erwirken, ist ein wesentlicher Teil unserer weltweiten Streunerhilfe-Einsätze, dass wir einerseits Aufklärungsarbeit innerhalb der lokalen Bevölkerung, andererseits aber auch politische Arbeit und Lobbying, betreiben.

VIER PFOTEN setzt auf gezielte Kastrationen. Denn nur wenn Tiere kastriert und dadurch an der Fortpflanzung gehindert werden, lässt sich das Populationswachstum langfristig eindämmen. Zentraler Baustein unseres Vorgehens ist die  „Catch-Neuter-Release“-Methode, bei welcher Hunde und Katzen eingefangen, kastriert und, sobald sie wieder fit sind, freigelassen werden. 

Was ist die Catch-Neuter-Release-Methode?

Zu Deutsch „Einfangen-Kastrieren-Freilassen“: Wie der Name bereits verrät, fangen wir Hunde und Katzen, indem wir sie mit Futter locken. Nur sehr scheue Tiere werden mittels eines professionell geschulten Tierfängers betäubt. Danach werden die Tiere in einer mobilen Tierklinik oder einer Klinik eines unserer Partner betäubt und kastriert. Wir wenden hierbei eine sanfte Operationsmethode an, die es uns ermöglicht, die Tiere bereits kurze Zeit nach der Kastration wieder freizulassen. Vor dem Freilassen werden sämtliche von uns kastrierte Tiere registriert und am Ohr deutlich markiert. Nach einem Tag Aufenthalt in der Klinik können die meisten Hunde und Katzen bereits wieder dort freigelassen werden, wo sie eingefangen wurden. Gerade für Hunde ist dies sehr wichtig, um wieder ihren Platz im Rudel einnehmen zu können.

Dauerhafte Projekte und kurzfristige Hilfseinsätze

Unsere Streunerhilfe basiert auf unterschiedlichen Ansätzen:

  • Langfristige Einsätze mit festen Teams Vorort wie etwa in Rumänien, Bulgarien und der Ukraine.
  • Dauerhaft setzten wir uns in den Ländern Deutschland, Schweiz, Österreich, Indonesien, Australien und Südafrika für die Streunertiere ein.
  • Punktuelle und kurzfristige Kastrationseinsätze haben wir in der Vergangenheit u.a. in Thailand, Jordanien, Indien und Albanien erfolgreich umgesetzt.