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Verdacht auf Giftköder – was tun?

27.3.2019

Ratgeber für Hundefreunde: Alles Wichtige zum Thema Hund & Vergiftung

Hunde lieben es, auf langen Spaziergängen die Welt zu erkunden. Doch leider lauern auch Gefahren im Gebüsch, denn immer wieder legen Menschen Giftköder aus – für den Hund kann die Aufnahme im schlimmsten Fall tödlich enden.

Jeder Hundehalter sollte sich über die Gefahren, die von Giftködern ausgehen, bewusst sein und im Alltag Vorkehrungen treffen, um seinen Hund zu schützen. Dazu gehören unter anderem vorausschauendes und aufmerksames Verhalten. Am besten absolvieren sie einen Erste-Hilfe-Kurs für Hundehalter.

VIER PFOTEN gibt wichtige Informationen zum Thema Giftköder und Vergiftung beim Hund.

Giftköder

Das Wichtigste in der Übersicht

Typische Giftköderarten:

  • Hackbällchen gespickt mit scharfen Gegenständen wie Rasierklingen, Scherben
  • Fleischbällchen mit Rattengift
  • Schneckenkorn

Typische Verstecke von Giftködern:

  • dichtes Gebüsch
  • Hundeauslaufgebiete
  • Gehwege mit Rasenflächen am Rand

Wie kann ich meinen Hund vor Giftködern schützen?

  • Gebiete mit Giftköderwarnung meiden (Informationen z.B. über Aushänge, in Social Media-Gruppen oder Giftköder-Warn-Apps beachten)
  • den Hund ablenken, wenn ihm etwas „in die Nase kommt“
  • vorausschauend sein und den Hund gut beschäftigen
  • selbst Futter dabeihaben, so dass der Hund nicht auf Futtersuche geht
  • mit dem Hund üben, nicht jedes Futter aufzunehmen
  • wenn notwendig, einen Maulkorb aufsetzen

Halten Sie stets die Nummer ihres Tierarztes bereit!

Die Rufnummern einer mobilen Tierarztpraxis und der nächstgelegenen Tierklinik mit 24-Stunden-Notdienst sollten Sie ebenfalls in Reichweite haben.

Erste Hilfe bei Vergiftung

Was tun, wenn der Verdacht besteht, dass der Hund den Giftköder bereits gefressen hat?

Symptome, die auf eine Vergiftung beim Hund hinweisen können:

  • Übelkeit, Durchfall, Atemstörungen, helle Schleimhäute im Rachenbereich
  • starkes Speicheln, schwankender Gang, Taumeln, Atemstillstand, Krämpfe
  • schneller Herzschlag, Herzstillstand, Lähmungserscheinungen
  • Erbrechen, Bewusstlosigkeit, übermäßiges Hecheln

Sofortmaßnahmen:

  • entfernen Sie den Hund vom Giftköder
  • bringen Sie ihn nicht zum Erbrechen, wenn Sie nicht wissen, was er zu sich genommen hat (ätzende Gifte verätzen den Rachen; scharfe Gegenstände verletzen)
  • festhalten, was, wie viel und wann gefressen wurde
  • rufen Sie den Tierarzt an und berichten Sie Ihren Verdacht und schildern Sie Symptome (Arzt kann evtl. schon Gegengift bereitlegen)
  • schnellstmöglich den Tierarzt aufsuchen
  • wenn möglich, eine Probe vom Giftköder mitnehmen

Zusätzliche Maßnahmen

  • Jeder Hundehalter sollte einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, um seinem Vierbeiner im Ernstfall helfen zu können
  • Eine Teilnahme an Anti-Giftköder-Workshops ist empfohlen
  • Hundehalter halten stets die Nummer der mobilen Tierklinik bereit. Ob und welche Tierklinik in der Nähe ist, erfährt man durch den Tierarzt bzw. das Internet