Suche

Spenden Patenschaft

In Memoriam Heli Dungler

White rabbit relaxing

Häufige Fehler bei der Haltung von Kaninchen

9.12.2019

Ratgeber für Kaninchen-Halter: Das sind die 7 häufigsten Fehler in der Haltung

Wer glaubt, mit einem Kaninchen ein einfach zu händelndes Geschöpf in sein Heim geholt zu haben, wird schnell eines Besseren belehrt. In der Haltung dieser Säugetiere können viele Fehler gemacht werden.

 

  1. Kaninchen werden für Kinder angeschafft: Gerade junge Kinder verfügen nicht über das nötige Wissen und die wichtige Sensibilität im Umgang mit den Tieren. Zum einen neigen sie dazu, die zarten Tiere zu fest zu greifen. Zum anderen nehmen sie das Fluchttier Kaninchen zu gerne auf den Arm. Beides kann dem Tier Schaden zufügen, wie Knochenbrüche und Angst.
  2. Den Kaninchen fehlt Beschäftigungsmaterial: Die intelligenten und aktiven Kaninchen benötigen eine Umgebung, die es ihnen ermöglicht, ihre natürlichen und artspezifischen Verhaltensweisen auszuleben, wie sich ausstrecken, auf den Hinterbeinen stehen, hoppeln, buddeln u.v.m.. Sie brauchen Anreiz zur körperlichen und geistigen Stimulation. Fehlt dies, leiden sie unter der Langeweile.
  3. Kaninchen werden einzeln gehalten: Kaninchen sind sehr soziale Tiere. Das Bedürfnis nach Gesellschaft ist tief in ihnen verwurzelt. In freier Wildbahn leben sie in großen Gruppen, die gemeinsam nach Nahrung suchen, nach Raubtieren Ausschau halten und sich gegenseitig warnen. Ein Leben ohne mindestens einen Sozialpartner und ohne zumindest Zuwendung vom Halter kann bei ihnen zu Langeweile und Trübsal führen mit destruktivem Verhalten, Hyperaktivität oder Zurückgezogenheit als Folge.
  4. Es wird nicht ausreichend auf ihre Gesundheit geachtet: Kaninchen können Krankheiten sehr gut verstecken, in einer Gruppe müssen sie sich als stark erweisen. Da sie jedoch an vielem erkranken können, wird es fatale Folgen für sie haben, wenn ihre Halter keine regelmäßigen Gesundheitschecks bei ihnen durchführen oder auf Abweichungen achten.
  5. Kaninchen werden wach gehalten: Ihre aktive Zeit ist im Morgengrauen und der Abenddämmerung. In der Zwischenzeit müssen sie unbedingt ruhen bzw. schlafen.
  6. Kaninchen erhalten kein artgemäßes Futter: Frisches Wasser sowie Heu und/oder Gras müssen ständig verfügbar sein. Ein Mangel an Wasser führt auf Dauer zur Dehydration und in der Folge zum Tod. Heu und Gras sind extrem wichtig, um ihre ständig nachwachsenden Zähne auf ein gesundes Maß abzureiben und den Darm in Schwung zu halten.
  7. Kaninchen werden nicht angemessen gepfelgt: Angemessene Pflege umschließt das Fell und die Nägel. Gerade bei Kaninchen mit einem dichten und ständig nachwachsenden Fell (Angorakaninchen) ist eine regelmäßige Pflege sehr wichtig. Bei mangelhafter Fürsorge verfilzt das Fell. Zudem wird das Kaninchen beim Putzen viel Fell schlucken, was wiederum zu Magenproblemen führen kann. Werden Krallen nicht ausreichend kurz gehalten, können die Tiere nicht mehr richtig hoppeln oder springen und die Krallen können schmerzhaft einreißen.