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Kuh auf Weide

Statement zu den Aussagen von Landwirtschaftsministerin Köstinger im „Profil“

Elisabeth Köstinger kritisiert Handelsketten für erpresserischen Preisdruck, obwohl die Politik selbst Handlungsspielraum hat

20.9.2021

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger kritisiert die großen Handelsketten und spricht von „erpresserischen Zuständen“ für Landwirtschaft und Lieferanten. Dabei hätte die Politik es auch selbst in der Hand, das derzeitige System zu ändern. Die ÖVP blockiert seit Langem eine längst überfällige Verbesserung der Tierschutzgesetzgebung. Zudem wäre ein Verbot für Fleischrabatte ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. 

Denn Billigfleisch geht am Ende immer mit Tierleid einher.

„Lebensmittel sind keine Ramschwaren! Der Rabattwahnsinn in Österreichs Supermarktregalen ist gleich mehrfach unanständig: Er bedeutet meist Tierquälerei, weil er letztendlich niedrige Standards in der Tierhaltung auf Dauer zementiert. Die Billigpreise sind außerdem eine Verhöhnung der Landwirtinnen und Landwirte: Der Wettbewerb wird nicht nur völlig verzerrt, sondern auch die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern herabgewürdigt. Wer tier- und umweltfreundlich produziert, hat das Nachsehen. Die Schleuderpreise täuschen aber auch die Konsumentinnen und Konsumenten, denn ihnen wird suggeriert, dass Fleisch nichts wert ist. Landwirtschaftsministerin Köstinger könnte dem aber entgegenwirken, indem sie ein generelles Verbot von Rabatten auf Fleisch auf Schiene bringt“, erklärt Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Österreich.

VIER PFOTEN Recherche: Supermärkte bieten Fleisch zu Schleuderpreisen

VIER PFOTEN fordert zudem eine transparente und verpflichtende Kennzeichnung – nach Herkunft und Haltung der Tiere. Denn, selbst wenn das Fleisch aus Österreich stammt: Kein heimischer Landwirt kann bei den absurden Dumping-Preisen kostendeckend produzieren, geschweige denn in erhöhte Tierwohlmaßnahmen investieren.

„Wir fordern die Politik, vor allem Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger dazu auf, mit gesetzlichen Rahmenbedingungen große Veränderungen im Sinne des Tierwohls und der Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten zu schaffen. Es braucht einen fairen Wettbewerb einerseits und eine lebenswerte Zukunft – für Mensch und Tier andererseits.“

Veronika Weissenböck, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Österreich

Rinder

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Mag. Elisabeth Penz

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.org

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