Kalbinnen auf einem Viehtransport

Statement VIER PFOTEN zur Recherche der ZiB2 zu Rindertransport

Die Firma Klinger hat vor kurzem österreichische Kälber zum Export nach Algerien erworben, wie wir herausfanden.

Die Bilder, die wir in der ZiB2 gesehen haben, sind einfach nur erschütternd. Wie wir alle wissen, handelt es sich dabei um keinen Einzelfall; auf Schiffstransporten kommt es regelmäßig zu schweren Missständen. Die Firma Klinger hat übrigens gerade vor wenigen Tagen – ebenso wie die Firma Schalk – bei einer Fleckvieh-Versteigerung österreichische trächtige Kalbinnen für den Export per Schiff nach Algerien erworben. Daher wollen wir nun von Klinger wissen, ob das Unternehmen garantieren kann, dass die Tiere nicht unter ähnlich grausamen Bedingungen transportiert werden.

Aktuelle Zahlen belegen einen Anstieg der Exporte von Tieren nach Algerien auf mehr als das Doppelte (von 3.200 Rindern im Jahr 2024 auf 7.903 Rinder 2025). Das Problem: Sobald das Schiff das EU-Festland verlassen hat, gibt es in den wenigsten Fällen Kontrollen bzw. sind diese völlig unzureichend und die Zuständigkeiten generell unklar.

Dass nach wie vor Schiffstransporte offiziell als „Ruhezeit” zählen und daher nicht zur Transportzeit mitgerechnet werden, ist ein Skandal. Die Bedingungen auf den Schiffen sind, wie aktuell in der „ZiB2“ auch aufgezeigt wurde, oft katastrophal: Die Transporte dauern tage- bis wochenlang, es handelt sich meist um jahrzehntealte Fähren, übervoll, oft völlig ungeeignet für die Transporte. Beim Be- und Entladen in den Häfen erleiden viele Tiere unfassbare Grausamkeiten - in Drittländern und in der EU. 

Dieser Wahnsinn muss endlich gestoppt werden! Wir fordern ein sofortiges Verbot von Tiertransporten in EU-Drittländer, sowohl auf dem See- als auch auf dem Landweg.

Kälber auf einer Weide

Viele Millionen Tiere erleiden Höllenqualen


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Mag. Elisabeth Penz

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freund:innen in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Kambodscha, im Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie 13 Schutzzentren und Partnerprojekten für notleidende Tiere sorgt VIER PFOTEN weltweit für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

 

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