
„Meat Exhaustion Day“: Österreich hat empfohlene Jahresration an Fleisch bereits jetzt aufgegessen
VIER PFOTEN warnt: Konsum hierzulande um mehr als das Dreifache höher als von Wissenschaft empfohlen
Wien - Am morgigen 14. April ist wieder „Meat Exhaustion Day“: Laut VIER PFOTEN hat die österreichische Bevölkerung dann bereits jene Menge an Fleisch gegessen, die von der Eat Lancet Kommission, einem Verband renommierter Wissenschaftler:innen, für das gesamte Jahr empfohlen wird. Maximal 16,4 kg pro Kopf pro Jahr soll der Fleischkonsum demnach betragen, Österreichs jährlicher Pro-Kopf-Konsum liegt jedoch bei 58 kg und damit um 253,7 Prozent (!) höher. Um es anschaulicher zu machen: Statt 7, 44 Schnitzel pro Woche sollten Herr und Frau Österreicher lediglich 2,1 Schnitzel pro Woche essen und damit den derzeitigen Konsum um 72 Prozent senken.
Die allgegenwärtigen Rabattaktionen von Fleisch im Lebensmittel-Einzelhandel wirken dabei als „Brandbeschleuniger“. „Wenn tierische Lebensmittel regelrecht verramscht werden, sinkt natürlich das Bewusstsein für ihren Wert. Dass für unsere Nahrung ein Tier gestorben ist, wird dann noch mehr in den Hintergrund gedrängt. Außerdem steigt der Preisdruck umso mehr, was langfristig zu einer Verschlechterung der Haltungsbedingungen der Tiere führt. Daher gilt: Wer billiges Fleisch kauft, zementiert Tierqual“, so Weissenböck.
Aber auch die Auswirkungen auf Klima und Umwelt sind enorm: Die landwirtschaftliche Tierhaltung - zum großen Teil die Intensivtierhaltung - verursacht weltweit in etwa so viel Treibhausgasemissionen wie der gesamte Verkehrssektor und stellt einen maßgeblichen Verursacher der Klimakrise dar. Auch aus diesem Grund hat die Eat Lancet Kommission die so genannte „Planetendiät“ vorgeschlagen, die Grundlage des „Meat Exhaustion Day“ ist. Der Konsum von Fleisch soll den Empfehlungen zufolge deutlich reduziert werden, die Ernährung pflanzenbasiert sein.
Eine Umstellung auf diese Ernährungsweise ist aber nicht nur gut für Tiere, Klima und Umwelt, sondern nützt laut einer Studie der Harvard Universität auch der Gesundheit deutlich und kann eine frühzeitige Sterblichkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren.
Wirksame Hebel für eine Reduktion des Fleischkonsums wären laut VIER PFOTEN ein Verbot von Rabattaktionen auf Fleisch sowie eine konsequente Kennzeichnung tierischer Produkte nach Haltungsform und Herkunft, und zwar flächendeckend vom Lebensmitteleinzelhandel bis zur Gastronomie. Veronika Weissenböck: „Tierleid ist ein starkes Kriterium für die Reduktion des Fleischkonsums, wie wir in einer Umfrage 2025 herausgefunden haben. 51 Prozent der Befragten gaben an, sie würden versuchen, weniger Fleisch zu essen, wüssten sie, dass das Tier zeit seines Lebens gelitten hat. Neun Prozent sagten sogar, sie würden ganz auf Fleisch verzichten.“

Mag. Elisabeth Penz
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