Hund bei Hitze im Auto

Es wird wieder heiß! Wie wir unsere Haustiere jetzt schützen

VIER PFOTEN Tipps für die „Hundstage“

9.7.2024

Wien - Es wird wieder heiß! Vor allem im Osten Österreichs werden in den kommenden Tagen bis zu 35 Grad erwartet. Die Hitze ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für unsere Haustiere eine echte Belastung. VIER PFOTEN gibt Tipps, wie Haustierhalter:innen ihren Tieren die „Hundstage“ erträglicher machen.

Am meisten leiden Hunde unter der Hitze, vor allem ältere Tiere. „Genauso wie wir Menschen können auch Hunde schwere Herz-Kreislaufstörungen erleiden, die bis zum Hitzschlag führen können. Anders als wir können sie allerdings nicht über die Haut schwitzen, sondern kühlen sich über das Hecheln. Was viele nicht wissen: Auch Hunde können auf unbehaarten Körperstellen wie Nase oder Ohrmuscheln einen Sonnenbrand bekommen. So weit sollten wir es nie kommen lassen“, erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

Asphalt kann sich auf über 60 Grad aufheizen

Hundehalter:innen sollten ihre Gassirunden oder sportliche Aktivitäten daher nun auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegen. „Für den Spaziergang unbedingt Routen im Schatten und, wenn möglich, Wald- und Wiesenwege wählen. Die Hitze, die Steine und Asphalt in der Sonne entwickeln können, sollte man nicht unterschätzen. Bei einer Lufttemperatur von über 30 Grad kann sich der Asphalt auf über 60 Grad aufheizen, was auch zu Verbrennungen an Hundepfoten führen kann“, so Weissenböck.

Wie beim Menschen ist ausreichend Flüssigkeit auch für Hunde wichtig; frisches Trinkwasser ist nicht nur am Wohnort immer bereitzustellen, sondern sollte unbedingt auch mitgenommen werden, wenn man unterwegs ist. Bei den ersten Erschöpfungsanzeichen des Tieres wie extremes Hecheln oder eine heraushängende Zunge rät Weissenböck: „Wenn man nicht weit weg ist: nichts wie zurück nach Hause und sofort Wasser geben! Sollte man sich schon weiter vom Wohnort entfernt haben, unbedingt eine Pause im Schatten einlegen.“

Auch längere Autofahrten sollten bei Hitze in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, vor allem natürlich bei Autos ohne Klimaanlagen. Denn in der Hitze kann ein Verkehrsstau sehr schnell zu einer Gefahr für den Hund werden. VIER PFOTEN warnt ausdrücklich davor, den Hund allein im Auto zu lassen, auch wenn es nur wenige Minuten sind. „Auch ein Schattenplatz heizt sich extrem schnell auf und wird zur tödlichen Falle für den Hund, auch wenn das Autofenster einen Spalt offenbleibt. Passanten, die an heißen Tagen einen Hund allein in einem geschlossenen Auto bemerken, sollten deshalb unverzüglich die Polizei alarmieren. Wenn offensichtlich akute Lebensgefahr besteht, bleibt nichts anderes übrig, als die Scheibe einzuschlagen“, erklärt Weissenböck.

Zu Hause kann man hitzegeplagten Hunden mit einer sogenannten Kühlmatte, auf der sie liegen können, helfen.

Katzen suchen sich in der Regel selbst schattige Plätze und sind somit bei Hitze nicht so gefährdet wie Hunde, doch auch sie sollten an heißen Tagen besonders beobachtet werden. „Auch für Katzen ist zugängliches frisches Trinkwasser ein Muss. Außerdem sollten Futterreste schnell entfernt werden, weil sie leicht verderben oder von Fliegen infiziert werden können“, rät Weissenböck.

Meerschweinchen und Kaninchen in Freigehegen brauchen neben ausreichend Flüssigkeit Unterschlupfmöglichkeiten und Schattenplätze, damit sie die Möglichkeit haben, der Hitze auszuweichen. Auch Heimvögel müssen vor direkter Sonneneinstrahlung unbedingt geschützt werden; ihre Voliere gehört an einen gut temperierten und zugfreien Platz. Das Wasser in Badehäuschen und Trinkgefäßen sollte zudem häufiger gewechselt werden, damit sich keine Bakterien ansiedeln.

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Mag. Elisabeth Penz

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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

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