Gefärbe Ostereier

Vorsicht: Gefärbte Ostereier müssen nicht gekennzeichnet werden

VIER PFOTEN: Wegen Engpass Risiko von importierten Eiern aus Käfighaltung größer

31.3.2023

Wien VIER PFOTEN rät Konsument:innen zur Vorsicht beim Kauf von gefärbten Ostereiern. Denn anders als ungefärbte Frischeier gelten sie als verarbeitet und müssen daher nicht mit dem üblichen Kennzeichnungs-Stempel versehen werden, der die Herkunft und die Haltungsform angibt.

„Erfreulicherweise kennzeichnen Supermärkte vor allem die aus Österreich stammenden gefärbten Eier oft freiwillig auf der Packung. Aber dennoch sollten die Verbraucher:innen aufpassen und bei mangelnder Kennzeichnung lieber ganz auf die Eier verzichten. Auch auf Ostermärkten ist das Risiko, dass  ungekennzeichnete gefärbte Eier aus ausländischer Käfighaltung stammen, gegeben“, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

Vor allem angesichts des heurigen Engpasses bei den gefärbten Ostereiern aus heimischer Haltung könnte es theoretisch sein, dass sich der Handel zusätzlich mit Eiern aus dem Ausland eindeckt. 

„Fast 50 Prozent der Legehennen in der Europäischen Union leben noch immer in Käfigen, die in Österreich seit 2020 endgültig Geschichte sind. Ohne freiwillige Kennzeichnung läuft man natürlich immer Gefahr, diese importierte Tierqual zu konsumieren.

VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck

Generell rät VIER PFOTEN für alle, die auf Eier nicht verzichten möchten, sie ausschließlich aus Bio-Freilandhaltung zu beziehen. Diese ist die beste Haltungsform und trägt auf dem Kennzeichnungs-Stempel die Nummer 0. Die Nummer 1 steht für Freiland-, die Nummer 2 für Bodenhaltung, und hinter der Nummer 3 steht die Haltung in Käfigen.

Eier aus Bio-Freilandhaltung

Seit Jahren fordert VIER PFOTEN eine Kennzeichnungspflicht für verarbeitete eihaltige Produkte wie Nudeln und Mayonnaise nach Haltungsform und Herkunft, ebenso wie bei den Frischeiern. „Nur so können Konsument:innen eine bewusste Kaufentscheidung treffen und auch jene Landwirt:innen profitieren, die bei ihrer Hühnerhaltung auf bessere Haltungsstandards setzen“, erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck.

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Elisabeth Penz

Elisabeth Penz

Pressesprecherin VIER PFOTEN in Österreich

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichen Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freunden in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in elf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.

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