
Ein großer Tag für Bärin Mici
Vet-Check und lebensverbessernde Zahn-Operation
Für Bärin Mici ist es ein besonderer Tag: Ein umfassender Vet-Check steht an – inklusive einer wichtigen Zahn-Operation, die ihr Schmerzfreiheit bringen soll. Das Team des BÄRENWALD Arbesbach und die Expert:innen des Forschungsinstituts für Wildtierkunde und Ökologie der Vetmeduni Wien (FIWI) rund um die Veterinärmedizinerin Dr. Johanna Painer-Gigler haben sich sorgfältig auf diesen Einsatz vorbereitet.
Das Team macht sich auf dem Weg zur Bärin Mici, die sich in ihrem Eingewöhnungsgehege befindet.

Bevor es losgeht, werden alle Daten überprüft, Materialien bereitgelegt und die Narkosemittel vorbereitet. Jeder Handgriff sitzt.

Durch die Gitterstäbe ihres Geheges wird Mici schließlich behutsam betäubt. Sobald sie tief schläft, beginnt das medizinische Team mit den ersten Untersuchungen, darunter auch ein gründlicher Check ihrer Augen.

Das blaue Köpfchen des Geräts wird vorsichtig auf die Hornhaut des Auges gesetzt, um den Augeninnendruck zu messen. Dadurch können Augenerkrankungen erkannt und beispielsweise ein Glaukom ausgeschlossen werden.

Sorgfältig hebt Tierpfleger Mathias den Kopf der Bärin an und fixiert ihn routiniert.

Während Mici schläft, herrscht im OP-Saal des Bärenhauses konzentrierte Betriebsamkeit. Der höhenverstellbare Operationstisch, durch eine großzügige Spende angeschafft, steht bereit. Auch das Ultraschallgerät (links) wird zum Einsatz kommen.

Mici wurde auf den OP-Tisch gehoben. Sorgfältige Narkoseüberwachung und Sauerstoffzufuhr sorgen dafür, dass sie während der gesamten Operation optimal versorgt ist.

Vorbereitung der Zahnoperation. Die Stimmung ist konzentriert, aber voller Zuversicht: Der gebrochene Eckzahn verursacht Mici schlimme Schmerzen. Seine Entfernung wird ihr eine deutlich bessere Lebensqualität bringen!

Die Tierärztin legt einen Venenzugang. Über diesen erhält Mici kontinuierlich Infusionslösung zu ihrer Versorgung während der OP, sowie bei Bedarf Narkosemittel zur Aufrechterhaltung der Narkose, oder Medikamente.

Ein Pulsoximeter überwacht ununterbrochen Sauerstoffsättigung und Herzfrequenz.

Während der Narkose nutzt das Team die Gelegenheit für weitere wichtige Untersuchungen: Es wird Blut abgenommen, ein Ultraschall der Organe durchgeführt und Micis Ellenbogen – aufgrund ihrer Arthrose – sorgfältig geröntgt.
Schließlich wird der verletzte Zahn freigelegt. Das gesamte Team arbeitet ruhig, konzentriert und aufeinander eingespielt.

Mit einer Lupe prüft die Ärztin den Augenstatus. Micis Augen zeigen leichte, aber gut verheilte Veränderungen - Hinweise auf eine frühere Verletzung.

Es ist geschafft, der Zahn ist draußen! Ein spürbarer Moment der Erleichterung für die Ärztin und das gesamte Team, das sichtlich stolz auf die tapfere Bärin ist
Zum Aufwachen wird die Bärin wieder in ihre vertraute Höhle im Eingewöhnungsgehege gebracht. Behutsam in Stroh gebettet, kann sie sich in aller Ruhe von der Narkose erholen. Die Tierpfleger:innen behalten ihre Atmung aufmerksam im Blick.
Danke an alle, die diesen wichtigen Einsatz mit großem Fachwissen durchgeführt haben! Nun kann Mici mit noch mehr Lebensfreude in den Frühling starten.




