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COVID-19 in Pelzfarmen

DIE EU muss umgehend handeln, um Gefahr von Mensch und Tier abzuwenden

Seit April 2020 wütet SARS-CoV-2, das Virus, das COVID-19 verursacht in Nerzfarmen. Nach dem ersten auf einer Pelzfarm festgestellten Ausbruch in den Niederlanden ist es mittlerweile in hunderten weiteren Nerzfarmen nachgewiesen worden. Neben den Farmen in den Niederlanden auch in Dänemark, Spanien, Schweden, Italien, Frankreich, Polen, Griechenland, Litauen, Kanada und den USA.

Millionen Tiere getötet

In den betroffenen Ländern wurden auf infizierten Farmen meist alle Tiere getötet. Allein in Dänemark, dem größten europäischen Pelzproduzent, wird der gesamte Nerzbestand von 17 Millionen Tieren vernichtet. Also auch die Tiere in nicht-infizierten Farmen. Dort war zuvor bei erkrankten Menschen eine mutierte Form des Coronavirus nachgewiesen worden, die sich in Nerzen entwickelt hatte und wieder auf Menschen übergesprungen war. Normalerweise beginnt auf den Nerzfarmen das Töten zur Pelzgewinnung, die sogenannte „Erntezeit“, Ende November.

Nerz in einer polnischen Pelzfarm

Gefahr für Mensch und Tier

Für ihren Pelz gezüchtete Nerze werden auf engstem Raum in engen Drahtgitterkäfigen gehalten. So haben die wildlebenden Einzelgänger keine Chance ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. 

Gestresste oder geschwächte Tiere, eng zusammengepfercht mit Tausenden Artgenossen, bieten leider den idealen Nährboden für die Verbreitung von Infektionskrankheiten. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Nerze hoch empfänglich für COVID-19 sind. Auch Marderhunde können sich mit dem Virus infizieren und es weitergeben. Unabhängig davon ob strengere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen wurden, ist das Virus in den tierquälerischen Nerzfarmen auf dem Vormarsch.

Diese Ausbrüche stellen nicht nur für die Tiere selbst, sondern auch für die Farmarbeiter und die Anwohner in der Nähe der Farmen ein erhebliches Risiko dar. In Dänemark haben sich mehr als 200 Menschen mit SARS-CoV-2 aus Nerzfarmen infiziert, einige davon mit einer als „Cluster 5“ bezeichneten mutierten Form des Virus, welches die Wirkung von Impfstoffen mindern könnte.

Einzelne EU-Staaten handeln

Der Tod von Millionen von Nerzen ist eine Tierschutzträgodie. Egal ob sie wegen COVID-19 gekeult oder wegen ihres Fells getötet werden. Doch zeitgleich ist es eine Chance. Denn so haben die verantwortlichen Regierungen die Chance, dieser grausamen und nicht mehr zeitgemäßen Industrie einen Riegel vorzuschieben. 
 

Einige Länder haben diese Chance bereits genutzt:

  • Aufgrund der massiven COVID-19-Ausbrüche auf Nerzfarmen haben die Niederlande im August 2020 das vorzeitige Aus für Pelzfarmen verkündet. 
    Seit 2021 ist die Nerzzucht in den Niederlanden verboten.
  • Im September 2020 hat auch Frankreich das Ende seiner Nerzfarmen beschlossen.
  • Im November 2020 hat Ungarn die Zucht von Nerzen und Füchsen, Iltissen und Nutrias aufgrund von Bedenken bezüglich des Tierschutzes und Risiken für die öffentliche Gesundheit verboten, so dass dort keine Farmen eröffnet werden können.
  • Im Januar 2021 hat Schweden beschlossen, die Nerzzucht für das Jahr 2021 auszusetzen. In Flandern (der letzten Region mit Nerzfarmen in Belgien) haben die Nerzfarmer freiwillig entschieden, die Zucht bis Ende 2021 einzustellen.
  • Italien hat im Februar 2021 beschlossen, die Nerzzucht für das gesamte Jahr 2021 auszusetzen.

Unsere Forderungen:

VIER PFOTEN fordert ein EU-weites Pelzfarmverbot und ein Ende des Handels mit Pelzprodukten. Da zum jetzigen Zeitpunkt schnelle Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2 Pandemie notwendig sind, sollte bis zum Umsetzen eines EU-weiten Verbots: 

  • die Haltung von Nerzen und Marderhunden EU-weit als Notfall-Sofortmaßnahme untersagt werden.
  • jeglicher Transport lebender Nerze und Marderhunde sowohl grenzübergreifend als auch innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten untersagt werden.
  • der Import von Nerzen und Marderhunden aus Drittstaaten in die EU untersagt werden.
  • der Export und der Import von Rohfellen sowohl innerhalb der EU als auch aus und in Drittstaaten verboten werden.
  • ab sofort verpflichtende Testungen auf COVID-19 auf allen Pelzfarmen sowie eine Registrierung der Betriebe eingeführt werden.

PELZFARMVERBOT JETZT!

Unterstützen Sie unsere Petition

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