
Tiertransporte: Dokumentierte Tragödien
Immer wieder kommt es bei Tiertransporten zu fatalen Vorfällen bei denen unzählige Tiere monatelang festsitzen oder sogar auf brutale Art verenden
Chronologie des Grauens
Regelmäßig hört man in den Nachrichten von schockierenden Ereignissen, jedoch geraten sie auch immer wieder in Vergessenheit. Wir erinnern daran, welches Leid Tiertransporte verursachen.
- November 2025: Tausende Rinder für zwei Monate auf Schiff gefangen. Wegen fehlerhafter Dokumente durfte das Schiff Spiridon II aus Uruguay nicht in der Türkei anlegen.
- September 2025: Ein Lkw mit 32 männlichen Schafen blieb für fünf Tage (19.–25.09.) in der neutralen Zone zwischen den Grenzposten Albița (Rumänien) und Leușeni (Moldau) stecken. Ursache war die Insolvenz des moldauischen Importeurs, der die fälligen Zollgebühren nicht bezahlen konnte. Über Verluste unter den Tieren liegen keine Informationen vor.
- August 2025: Ein Lkw transportierte 55 Jungrinder von Polen Richtung Türkei. Die türkischen Behörden verweigerten die Einreise. Die Tiere waren daraufhin acht Tage lang gestrandet, bevor sie schließlich zu einem türkischen Schlachthof gebracht und getötet wurden.
- 28.04.2025: Frachter mit 2000 Schafen kentert vor der jemenitischen Küste
- 22.02.2025: Das Schiff Express M verlässt Rumänien mit 2400 Rindern und 460 Schafen auf den Weg nach Israel: Wegen Motorproblemen dauerte die Reise 15 statt 5 Tage. Viele Tiere kamen in schlechtem Zustand an. Insgesamt starben 22 Rinder und 7 Schafe.
- Oktober - November 2024: 47 Rinder aus Rumänien durften die Grenze nicht passieren und mussten im LKW ausharren. Nach über zwei Wochen wurden die Tiere, die noch am Leben waren, in ein Schlachthaus in der Türkei gebracht, wo sie ohne Betäubung getötet wurden.
- September - Oktober 2024: 69 trächtige Rinder aus Deutschland durften wegen Dokumentenfehler die Grenze nicht passieren. Die Tiere mussten einen Monat im LKW ausharren. Viele brachten währenddessen Kälber zur Welt, wobei sowohl Muttertiere als auch Kälber starben. Am Ende wurden die Tiere in ein Schlachthaus in der Türkei gebracht, wo sie ohne Betäubung getötet wurden.
- 05.09.2024: Brutale Tötungen trächtiger Kalbinnen an der türkischen Grenze dokumentiert.
- 29.08.2024: Trächtige Kalbinnen werden unter widrigen und illegalen Bedingungen von Österreich in die Türkei gebracht.
- Juni 2024: 12.000 Schafe waren auf dem Schiff Shorthorn Express (Baujahr 1998) von Portugal nach Israel unterwegs. Das Schiff wurde aufgrund der kriegsbedingten Spannungen in der Region von Drohnen angegriffen. Das Schiff konnte seine Reise zum Zielhafen fortsetzen und die Tiere entladen.
- 05.04.2024: Das Schiff Lady Maria (Baujahr 1965) transportierte rund 6.800 Lämmer auf der Route von Georgien nach Saudi-Arabien. Vor der Küste Griechenlands lief das Schiff auf Grund. Erst am 31. Mai erreichte das Schiff den Hafen von Tripoli, mehr als zwei Monate nach dem Auslaufen aus Batumi. In dieser Zeit wurden keine weiteren Schiffsbewegungen registriert, weshalb davon auszugehen ist, dass die Lämmer während der gesamten Dauer an Bord verblieben. Über mögliche Todesfälle liegen keine Informationen vor.
- 02.04.2024: 59.700 Schafe sollten von Südafrika nach Kuwait und Saudi-Arabien transportiert werden. Vor der Verladung kam es in der Sammelstelle zu einem Ausbruch einer ansteckenden Krankheit. Lediglich Tiere mit sichtbaren klinischen Symptomen wurden von der Sammelstelle entfernt, während die übrigen Schafe weiterhin für den Transport vorgesehen waren. Mehr als 8.000 Schafe wurden von der Sammelstelle entfernt; über ihr weiteres Schicksal liegen keine Informationen vor.
- 24.03.2024: Das Schiff Brahman Express (Baujahr 2002) transportierte Rinder von Australien nach Indonesien. Während der Überfahrt starben mehr als 150 Tiere. Die genaue Anzahl der transportierten Rinder ist nicht bekannt.
- 18.02.2024: Das Schiff Al Kuwait (Baujahr 2016) transportierte rund 19.000 Rinder auf der Route von Brasilien in den Irak. Ein überwältigender Gestank an Bord führte zu einer Kontrolle im Hafen. Dabei wurden kranke und verletzte Tiere sowie eine extreme Ansammlung von Kot und Urin festgestellt, was auf gravierende Missstände bei den Haltungsbedingungen hinweist. Infolge der Inspektion mussten acht Kühe eingeschläfert werden; zudem wurden weitere Rinder bereits tot an Bord aufgefunden. Die genaue Zahl der verendeten Tiere ist unbekannt.
- 09.02.2024: Österreichische Bio-Kälber werden über 1.200 Kilometer lange Schlachttransporte ins Ausland gebracht.
- 25.01.2024: Im Hafen von Tanger-Med mussten portugiesische Schlachtbullen wegen bürokratischer und zollrechtlicher Probleme über 20 Tage unter katastrophalen Bedingungen ausharren. Die unhygienischen Zustände führten zu Krankheiten und zum Tod eines Tieres, dessen Körper nicht entfernt wurde, was das Leiden der übrigen Bullen weiter verschärfte. Unser Statement dazu, finden Sie hier.
- 09.01.2024: Exporte nach Algerien: Weder die EU-Verordnung noch das österreichische Tiertransportgesetz werden eingehalten.
- 05.01.2024: Das Schiff Bahijah (Baujahr 2010) transportierte rund 14.000 Schafe und 2.500 Rinder von Australien nach Israel. Aufgrund des bewaffneten Konflikts im Roten Meer wurde das Schiff angewiesen umzukehren und strandete vor der australischen Küste. Am 14. Februar wurden die Tiere entladen, jedoch Anfang März erneut in den Nahen Osten exportiert. Der Weitertransport nach Israel erfolgte über eine deutlich längere Route von über 30 Tagen. Insgesamt verbrachten die Tiere mehr als 40 Tage an Bord, bevor sie zur Erholung entladen wurden. Dabei starben 64 Schafe und 4 Rinder während der Überfahrt sowie weitere 6 Schafe und 7 Rinder nach dem Entladen.
- 20.11.2023: Langstrecken-Transporte von Oberösterreich über Treviso bis nahe der französisch-italienischen Grenze werden illegalerweise als Kurzstrecken-Transporte abgefertigt.
- 03.10.2023: Das Schiff Brahman Express (zum Zeitpunkt 21 Jahre alt) transportierte rund 3.600 Rinder von Australien nach Indonesien. Während der Fahrt brach ein Feuer im Maschinenraum aus, woraufhin das Schiff in den Hafen zurückkehren musste. Die Tiere wurden entladen; etwa 2.000 Rinder wurden bereits am folgenden Tag auf ein anderes Schiff verladen, um die Reise fortzusetzen. Über mögliche Verluste liegen keine Informationen vor.
- 21.09.2023: Ein Lastwagen mit 41 trächtigen Färsen aus Rumänien durfte nicht in die Türkei einreisen und blieb wochenlang an der bulgarisch-türkischen Grenze stecken. Gesundheitszertifikate fehlten, weshalb der Zoll die Durchfahrt verweigerte. Eine der Färsen brachte ein Kalb zur Welt, doch sowohl die Mutter als auch das Kalb starben kurze Zeit später an der Hitze. Eine weitere Färse verendete ebenfalls. Nach fast einem Monat an der Grenze wurden die Tiere schließlich auf den nächsten Lastwagen verladen – mit dem Ziel Irak.
- 23.08.2023: Kälbertransporte: illegale und brandgefährliche Tierquälerei
- 15.05.2023: Das Schiff Nine Eagle (zum Zeitpunkt 17 Jahre alt) transportierte rund 1.800 Rinder von Australien nach Indonesien. Nach einem schweren Maschinenschaden musste das Schiff nach sechs Tagen auf See nach Australien zurückkehren. Nach der Reparatur des Motors wurden die Tiere erneut verladen und exportiert. Über mögliche Verluste liegen keine Informationen vor.
- 05.10.2022: Der VGT deckte Missstände in einem spanischen Hafen auf, von dem aus jährlich mehrere tausend Rinder aus Europa verschifft werden.
- 04.09.2022: Das Schiff Nader A. (Baujahr 1977) transportierte 787 Bullen von Frankreich nach Algerien. Aufgrund gesundheitlicher Bedenken wurde dem Schiff die Einfahrt in den algerischen Hafen verweigert, woraufhin es auf See festsaß. Das Schiff wurde schließlich zur Rückkehr nach Frankreich gezwungen. Dort wurden alle Tiere notgetötet. Insgesamt kamen 787 Bullen ums Leben.
- 01.09.2022: Österreich führe nicht nur illegale Kälbertransporte durch, sondern erfinde in einem aktuellen Abkommen mit Italien sogar eigene Bezeichnungen, um EU-Recht zu umgehen.
- 12.06.2022: Das Schiff Badr 1 (Baujahr 1973) transportierte 15.800 Schafe von Sudan nach Saudi-Arabien. Das Schiff war mit nahezu der doppelten zulässigen Höchstladung beladen und sank während der Fahrt. Der Großteil der Tiere ertrank. Rund 700 Schafe konnten gerettet werden, etwa 15.100 Schafe kamen ums Leben.
- April 2022: Das Schiff Al Kuwait (Baujahr 2016) sollte rund 12.300 Rinder von Neuseeland nach China transportieren. Auf dem Weg, um die bereits in der Quarantäne wartenden Tiere aufzunehmen, erlitt das Schiff einen technischen Defekt und fiel aus. Dadurch blieben die Rinder gestrandet, und es wurden erhebliche Tierschutzprobleme gemeldet. Viele Landwirte erlitten finanzielle Verluste, da die bereits verkauften Tiere ihr Ziel nicht erreichten und entweder zu deutlich niedrigeren Preisen weiterverkauft oder wieder zurückgenommen werden mussten. Landwirte, die die Tiere zurücknahmen, berichteten von starkem Gewichtsverlust und schlechtem Allgemeinzustand. Einige trächtige Kühe waren so abgemagert, dass sie die Kälber nicht mehr austragen konnten und Fehlgeburten erlitten. Über konkrete Todesfälle liegen keine Informationen vor.
- 28.02.2022: Das Schiff Spiridon II (Baujahr 1973) transportierte rund 300 Rinder und 7.600 Schafe von Frankreich und Spanien nach Jordanien. Während der Fahrt kam es zu einem Maschinenausfall. Die Tiere mussten über eine Rampe direkt auf ein anderes Schiff umgeladen werden.
- 22.10.2021: Das Schiff Phoenix III transportierte 1.200 Jungbullen und 5.644 Schafe von Portugal nach Israel. Aufgrund schlechten Wetters lag das Schiff zwei Tage lang vor der italienischen Küste fest und erreichte Israel erst am 04.11.2021. Tierschutzorganisationen begleiteten das Entladen der Tiere. Dabei dokumentierten Aufnahmen stark überfüllte Zustände mit erschöpften, teils eingeklemmten Tieren, die übereinander lagen. Die Bullen waren stark verschmutzt, einige wiesen gebrochene Hörner auf, zudem zeigten mehrere Tiere Anzeichen von Hitzestress. Nach dem Entladen wurden die Tiere umgehend wieder auf Lastwagen verladen. Insgesamt starben 14 Lämmer.
- 20.08.2021: Ein Transport mit jungen Bullen aus Tschechien verzögerte sich an der türkischen Grenze über mehrere Tage. Die Tiere mussten auf dem Lkw ausharren, erhielten teilweise gar kein Wasser und waren hungrig und durstig.
- 07.07.2021: Sieben Zuchtbullen mussten wegen Staus und langwieriger Kontrollen an der bulgarisch-türkischen Grenze insgesamt rund 20 Stunden warten, bevor der Transport fortgesetzt werden konnte.
- 25.05.2021: Der globalen Tierschutzorganisation “Vier Pfoten“ wurden Videos zugespielt, die zeigen, wie Dutzende Schafe in einem Straßengraben in der Nähe von Amman, Jordanien, brutal getötet werden. Unter den Getöteten waren auch Schafe aus Rumänien und Spanien, wie ihre Ohrmarken verrieten.
- 25.03.2021: Am 18.12.2020 verließ das Transportschiff Elbeik (Baujahr 1967) mit 1.871 Rindern (laut anderen Quellen 1.776) an Bord Spanien Richtung Türkei. Das Schiff wurde von mehreren Häfen abgewiesen. Infolgedessen verbrachten die Tiere rund drei Monate auf See. Am 18. März kehrte das Schiff nach Spanien zurück. Es wurde beschlossen, alle Tiere notzutöten; am 25. März begann die Keulung. Insgesamt kamen 1.871 Rinder ums Leben.
- 21.03.2021: Das Containerschiff Ever Given blockierte den Suezkanal, es waren mindestens 16 Tiertransportschiffe im Kanal bzw. auf den Zufahrtswegen festgesetzt. Die genaue Zahl der transportierten Tiere ist unbekannt. Durch die Blockade des Kanals für etwa eine Woche waren die Schiffe auf See gestrandet, vielfach mit unzureichender Versorgung an Futter und Wasser. Berichten zufolge starben je nach Schiff zwischen 180 und 1.100 Tiere.
- 06.03.2021: Das Tiertransportschiff Karim Allah (Baujahr 1965) kommt mit 895 Rindern von Spanien in der Türkei an. Die Tiere hatten Spanien bereits im Dezember 2020 verlassen, wurden jedoch wegen Befürchtungen hinsichtlich der Blauzungenkrankheit von mehreren Häfen abgewiesen. Infolgedessen verbrachten die Rinder rund zwei Monate auf See. Am 22.02.2021 kehrte das Schiff nach Spanien zurück. Die Tiere wurden zwischen dem 6. und 9. März notgetötet. Insgesamt kamen 895 Rinder ums Leben.
- 06.11.2020: Erneut grausame Behandlung und minutenlanger Todeskampf von Rindern in einem libanesischen Schlachtbetrieb – die Daten der Ohrmarken belegen, dass die Tiere von Milchwirtschaftsbetrieben in Österreich stammen.
- 02.09.2020: Das Schiff Gulf Livestock 1 (Baujahr 2002) transportierte rund 6.000 trächtige Kühe von Neuseeland nach Japan. Während der Fahrt geriet das Schiff in einen Taifun, kenterte und sank. Alle Tiere ertranken. Zudem kamen 41 Besatzungsmitglieder ums Leben.
- 21.07.2020: Tiertransporte an der bulgarisch-türkischen Grenze verzögern sich häufig wegen eingeschränkter Arbeitszeiten türkischer Tierärzte. Tiere müssen dabei teils bis zu 18 Stunden bei großer Hitze ohne Schatten im Lkw ausharren.
- 01.07.2020: Transport hochträchtiger Kalbinnen nach Usbekistan und Aserbaidschan – zuständige Amtstierärzt:innen wegen Amtsmissbrauch angezeigt.
- 21.05.2020: Das Schiff Neameh (Baujahr 1979) transportierte rund 4.000 Kühe auf der Route von Kolumbien nach Ägypten. Aufgrund des Verdachts auf Drogenschmuggel wurde das Schiff nach Spanien umgeleitet. Zwar wurden keine Drogen gefunden, doch wegen des extremen Gestanks an Bord konnten die Behörden keine Spürhunde einsetzen. Bei der Inspektion wurden gravierende Missstände festgestellt: Die Tiere wurden unter sehr schlechten Bedingungen transportiert, zudem wurden tote Rinder gemeldet. Mindestens 34 Kühe sollen verendet sein, auch wenn bei der Ankunft keine Kadaver mehr an Bord gefunden wurden.
- 20.02.2020: Erstmals ist es dem "Verein gegen Tierfabriken" gelungen, den Leidensweg dreier Kälber von der Geburt in Österreich über die Mast in Spanien bis zur Schlachtung im Libanon zu verfolgen.
- Februar 2020: Das Schiff Bashar One Transport (Baujahr 1986) transportierte Schafe von Australien nach Kuwait, Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Die genaue Anzahl der transportierten Tiere ist nicht bekannt. Während der Überfahrt verendeten 130 Schafe.
- 25.11.2019: Das Transportschiff Queen Hind (Baujahr 1980) mit 14.600 Schafen an Bord kenterte. Dabei ertranken 14.420 Tiere; nur 180 überlebten.
- 02.07.2019: An der Grenze Kapıkule werden Tiertransporte aus der EU in die Türkei dokumentiert. Ein Transport mit jungen Bullen aus Österreich wurde wegen Dokumentenproblemen insgesamt zwei Tage lang aufgehalten.
- 29.03.2019: Kälbertransport von Bergheim nach Spanien war 22 Stunden ohne Pause unterwegs.
- 22.01.2019: Kälbertransporte: Bozen wird oftmals fälschlicherweise als Bestimmungsort angegeben.
- 22.11.2018: Das Tiertransportschiff Jawan (Baujahr 2003) mit über 4.300 Milchkühen an Bord am Weg von Australien nach Pakistan und in den Oman musste aufgrund schwerer Stabilitätsprobleme zum Hafen zurückkehren. Verletzte oder tote Tiere wurden offiziell nicht gemeldet.
- 15.08.2018: Bei einem Tiertransport aus Australien nach Kuwait (Sea Star Livestock, Baujahr 1964) mit über 69.000 Schafen und 263 Rindern kam es zu einer einwöchigen Entladeverzögerung. Die Tiere waren mehrere Tage extremer Hitze ausgesetzt, wodurch mindestens 609 Schafe verendeten.
- Sommer 2018: Es starben bei einem Tiertransport von Slowenien nach Israel insgesamt 52 Rinder. Zwölf Tiere verendeten bereits an Bord des Schiffes Beccaria (Baujahr 1968), weitere 40 infolge der Belastungen des Seetransports während der anschließenden Quarantäne.
- 26.07.2018: An der bulgarisch-türkischen Grenze blieb ein Tiertransporter mit 57 Rindern aus Frankreich über zehn Tage stecken. Trotz einer klaren Aufforderung der Europäischen Kommission an die EU-Mitgliedstaaten, Tiere nicht bei großer Hitze zu exportieren, haben die Behörden die Tiere bei Temperaturen über 35 Grad für den Export freigegeben. Die Türkei verweigerte jedoch aus veterinärrechtlichen Gründen den Import. Sie befanden sich drei Tage lang ohne Wasser, Futter oder Entladung im Niemandsland zwischen den Grenzen, bevor der LKW am 29. Juli an die türkischen Behörden zurückgegeben wurde.
- 18.07.2018: An der Grenze Kapıkule wurden Tiertransporte aus der Slowakei wegen Importproblemen tagelang aufgehalten. Ein Büffel verendete, bevor die Tiere nach drei Tagen Zugang zu Wasser erhielten.
- 17.08.2017: Auf der bulgarischen Seite des Grenzübergangs Kapitan Andreevo werden zwei Lkw mit Schafen aus Rumänien dokumentiert. Die Tiere sind überladen, erschöpft und zeigen deutliche Anzeichen von Hitzestress. Das Team auf der türkischen Seite berichtet zudem, dass die Schaftransporte über 24 Stunden im Grenzbereich verbringen mussten – ohne Schatten und mit nur einer einzigen Wasserquelle für die Fahrzeuge.
- 09.08.2017: In der Nacht werden auf der bulgarischen Seite am Grenzübergang Kapitan Andreevo neun Ferntransporte mit trächtigen Färsen, die in einer sehr langen Warteschlange auf die Grenzüberquerung warten, dokumentiert. Die Zufahrt zur Grenze ist auf beiden Fahrspuren vollständig durch LKWs blockiert, sodass die Tiertransporte zusammen mit anderen Lastwagen etwa 1,5 Stunden warten müssen, bevor sie die Grenze erreichen.
- 01.08.2017: Auf dem Tiertransportschiff Awassi Express (Baujahr 1990) starben während eines Transports von Australien nach Katar, Kuwait und in die Vereinigten Arabischen Emirate mehr als 2.400 Schafe an extremem Hitzestress. An Bord befanden sich über 60.000 Tiere. Exporteure wurden wegen Tierquälerei angeklagt, die Verfahren jedoch später eingestellt.
- 01.07.2017: Probleme bei Exporten in die Türkei: Berichte zeigen, dass das größte Problem für die Tiere die langen Wartezeiten an und innerhalb der bulgarisch-türkischen Grenze sind. Die Mindestwartezeit beträgt 6 Stunden, viele Tiertransporte stehen jedoch über 12 Stunden mit den Tieren an Bord. Ursachen sind Staus vor der bulgarischen Grenze, schlechte Routenplanung, beschränkte Arbeitszeiten der türkischen Amtstierärzte, Probleme mit Dokumenten sowie türkische Importbeschränkungen.
- 28.06.2017: Ein Fahrer berichtet, dass er mit trächtigen Rindern bereits drei Tage an der türkischen Grenze festsitzt und diese bei extremer Hitze versorgen muss.
- 26.06.2017: An der bulgarisch-türkischen Grenze (Kapıkule) kontrollierten Tierschutzorganisationen europäische Tiertransporte. 22 LKWs mit rund 500 Mastbullen aus Tschechien wurden nach über zehn Tagen Transport an der Einreise in die Türkei gehindert und in Quarantäne festgehalten, da viele Tiere das zulässige Höchstgewicht von 300 kg überschritten. Mehr als ein Dutzend Rinder war bereits verendet. Zusätzlich wurden weitere Tiertransporte kontrolliert. Es gab erhebliche Beschwerden über unzureichende Kontrollstellen und lange Wartezeiten auf bulgarischer Seite sowie über fehlende Dokumente auf türkischer Seite, wodurch Tiere bei rund 35 °C stundenlang in stehenden LKWs warten mussten – ein wiederkehrender Verstoß gegen die EU-Tierschutzvorgaben.
- 27.04.2017: Das Tiertransportschiff Youzarsif H (Baujahr 1977, heute Nader-A) war mit rund 8.000 Schafen auf der Route von Rumänien nach Jordanien im Schwarzen Meer unterwegs, als es bei dichtem Nebel mit einem Schiff der russischen Marine kollidierte. Das Marineschiff sank. Über Schäden am Tiertransporter wurde nichts veröffentlicht, das Schiff kehrte jedoch nach Rumänien zurück und wurde dort nach einer Inspektion wegen zahlreicher Mängel für 27 Tage festgesetzt. Die Zahl der verendeten Tiere ist unbekannt.
- 24.08.2016: Tiertransporte müssen auf türkischer Seite der Grenze extrem lange warten. Es werden Wartezeiten von bis zu mehreren Tagen dokumentiert, während andere Transporte nach etwa fünf Stunden weiterfahren dürfen. Rinder mit langen Wartezeiten bleiben über 29 Stunden in den Fahrzeugen, bis sie ihr Ziel in der Türkei erreichen.
- 03.07.2016: Auf dem Tiertransportschiff Al Messilah (Baujahr 1980) starben während eines Transports von Australien nach Katar rund 3.000 Schafe an extremem Hitzestress.
- 02.07.2016: Großangelegte Untersuchung an der bulgarisch-türkischen Grenze: Ein irischer Lkw mit Bullenkälbern aus Österreich strandet wegen fehlerhafter Begleitdokumente 24 Stunden auf dem Zollgelände in Çatalca.
- 28.06.2016: Es wird ein Lkw dokumentiert, der bereits seit dem 26.06. an der Grenze steht. Erst am Abend fährt der Transport weiter, nachdem die Tiere zwei Tage ununterbrochen an der Grenze warten mussten. Am Morgen (29.06.) wird festgestellt, dass die zwei Tiertransporter vom Vortag noch immer auf türkischer Seite warten.
- 27.06.2016: Es wird dokumentiert, dass es auf türkischer Seite nicht genügend Stallungen zum Entladen gibt. Mindestens 10 Lkw müssen die Nacht mit lebenden Tieren an Bord verbringen. Viele Transporte warten dort stunden- oder tagelang auf Zollpapiere.
- 24.06.2016: Es wird von Tiertransportern berichtet, die im Niemandsland innerhalb der Grenze warten. Deutsche Fahrer geben an, bereits seit 9–10 Stunden festzustehen.
- April – Mai 2016: Zwei Kälbertransporte an der türkischen Grenze festgesetzt: Im April stecken zwei Lkw mit Kälbern aus Österreich wegen unzureichender Begleitpapiere 11 Tage an der Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei fest. Die Tiere werden am 22. April zu einem Schlachthof in Bulgarien gebracht, dort jedoch wochenlang unter katastrophalen Bedingungen gehalten. Mindestens 13 Kälber sterben, 21 verschwinden spurlos. Erst vor Ort wird bekannt, dass ein Teil der Tiere nach drei Wochen geschlachtet wurde, während sich am 19. Mai noch über 30 Kälber dort befinden. Weitere Informationen liegen nicht vor.
- Dezember 2015: Auf dem Tiertransportschiff Bahijah (Baujahr 2010) kam es kurz vor der Abfahrt auf der Route von Australien nach Israel zu einem Motorschaden. Die 5.600 Rinder und 7.400 Schafe mussten wieder entladen werden. Dabei starben drei Rinder und 30 Schafe.
- 06.10.2015: Das Tiertransportschiff Haidar (Baujahr 1994) kenterte während eines Transports von Brasilien nach Venezuela. Fast alle der rund 5.000 Rinder an Bord ertranken; die genaue Zahl der Überlebenden ist unbekannt.
- 01.08.2015: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Nabolsi 1 (Baujahr 1972) brach während eines Transports von Kroatien nach Ägypten vor der griechischen Küste ein Feuer aus. Die Ursachen wurden nicht bekannt gegeben. Über das Schicksal der an Bord befindlichen Tiere gibt es keine weiteren Berichte; die Zahl der Opfer ist unbekannt.
- 12.07.2015: Vor der Küste Somalias sank ein rund 30 Jahre altes, namentlich nicht bekanntes Tiertransportschiff auf der Route von Somalia in die Vereinigten Arabischen Emirate. Nach schlechtem Wetter brach an Bord ein Feuer aus; alle 3.000 transportierten Tiere verbrannten, zudem kamen zwei Menschen ums Leben.
- 28.05.2015: Auf dem Tiertransportschiff Trust I (Baujahr 1975) starben während eines Transports von Rumänien nach Jordanien 5.200 von insgesamt 13.000 Schafen. Bei der Ankunft stellten die jordanischen Veterinärbehörden fest, dass rund 40 % der Tiere bereits während der Seereise verendet waren. Als Todesursache wurden Hunger und Durst genannt, da die Schafe acht Tage lang weder Futter noch Wasser erhalten hatten. Die überlebenden Tiere durften erst nach der Entsorgung der Kadaver in das Land eingeführt werden.
- 15.05.2015: Auf dem Tiertransportschiff Asia Raya (Baujahr 1985) brach kurz nach dem Auslaufen bei einem Transport zwischen indonesischen Inseln ein Feuer aus. Das Schiff wurde schwer beschädigt. Wie viele der 634 transportierten Kühe das Unglück nicht überlebten, ist unbekannt.
- 02.02.2015: Zwei Lkw mit rund 250 Ziegen (die meisten trächtig) dürfen wegen unklarer Dokumente und nicht erfüllter türkischer Importvorgaben zum Höchstalter zunächst nicht in die Türkei einreisen. Die Tiere müssen 2,5 Tage in den Transportern ausharren. Erst danach wird die Einreise genehmigt, und die Transporte fahren weiter nach Gölbaşı nahe Ankara.
- Jänner 2015: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Zaher V (Baujahr 1966, heute Equality) erkrankten während eines Transports von Uruguay in die Türkei und weiter in den Libanon zahlreiche der insgesamt 5.500 Rinder. Bereits bei der Ankunft in der Türkei waren 350 Tiere krank, von denen etwa die Hälfte während der Reise starb. Nach der Weiterfahrt in den Libanon waren erneut hunderte Rinder erkrankt. Das Schiff lag dort wochenlang mit den Tieren an Bord, bevor eine Entladung möglich war. Mindestens rund 175 Rinder kamen ums Leben.
- 12.10.2014: Drama an der EU-/Türkei-Grenze
28 trächtige Büffel aus Norditalien wird die Einreise in die Türkei wegen eines Fehlers in den Begleitpapieren verweigert. Die Tiere stammen aus einer Region, die aufgrund der Blauzungenkrankheit ursprünglich nicht exportberechtigt war. Obwohl die Region inzwischen als seuchenfrei galt, wurden die Importzertifikate nicht aktualisiert, sodass die Papiere nicht übereinstimmten. Über das weitere Schicksal der Tiere liegen keine Informationen vor. - 21.10.2014: Zwei Lkw mit Rindern aus Österreich, die bereits am 20.10. um 4 Uhr morgens an der Grenze angekommen sind, müssen den gesamten Tag auf die Weiterfahrt warten. Grund ist, dass der Käufer die Importabgabe noch nicht bezahlt hat. Erst nach Zahlungseingang werden die Transporte von den Zollbehörden geprüft. Eyes on Animals fordert die Fahrer auf, die trächtigen Färsen an der Futterstation auszuladen, doch sowohl Fahrer als auch Käufer weigern sich, die Kosten zu übernehmen. Insgesamt müssen die Tiere rund 40 Stunden an der türkischen Grenze in engen, verschmutzten Fahrzeugen ausharren und erhalten nicht ausreichend Futter.
- 23.10.2014: Tierschutzorganisationen kontrollieren zwei Lkw mit trächtigen Färsen aus Deutschland. An der Futterstation nahe der Grenze werden die Tiere mit Wasser und mitgebrachten Heuballen aus Deutschland versorgt, jedoch nicht ausgeladen. Nach einer Wartezeit von 10 Stunden setzen die Transporte ihre Fahrt fort. Die Tiere müssen anschließend noch weitere 10 Stunden bis zu ihrem Ziel zurücklegen.
- 07.09.2014: Auf dem Tiertransportschiff Bader III (Baujahr 1978) starben während eines 21-tägigen Transports von Australien nach Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate mindestens 4.179 Schafe an extremem Hitzestress. An Bord befanden sich rund 75.508 Schafe sowie eine unbekannte Zahl von Rindern. Bei der Ankunft in Doha lagen die Temperaturen bei etwa 38 °C.
- Februar 2014: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Express I (Baujahr 1983, heute North Star) kam es während eines Transports von Irland nach Libyen zu einem Motorschaden. Das Schiff wurde für 45 Tage festgesetzt. Schlechte Bedingungen für Tiere und Besatzung wurden gemeldet. Die Rinder wurden später auf ein anderes Schiff umgeladen. Die Zahl der Todesfälle ist unbekannt.
- Jänner 2014: Auf dem Tiertransportschiff Ocean Drover (Baujahr 2002) kam es während eines Transports von Australien nach Jordanien zu einem schweren Motorschaden. Das Schiff musste 72 Stunden im Indischen Ozean anhalten. Dabei starben 165 Rinder und 1.654 Schafe.
- Dezember 2013: Das EU-zugelassene Tiertransportschiff Phoenix III (Baujahr 1978) stand im Verdacht, während eines Transports von den USA nach Russland und Litauen tote Rinder in der Ostsee entsorgt zu haben. Insgesamt wurden 14 Kadaver an den Küsten Schwedens und Dänemarks gefunden. Die Tiere wiesen schwere Verstümmelungen auf. Mindestens 14 Tiere starben.
- 01.10.2013: Das Tiertransportschiff Omega Livestock (Baujahr 1964) kollidierte auf der Route von Rumänien nach Syrien mit einem türkischen Tanker. Über menschliche Opfer wurde nicht berichtet, zum Schicksal der transportierten Tiere gab es keine Angaben.
- 25.05.2013: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Express I (Baujahr 1983) kam es während eines Transports von den USA nach Russland zu einem Motorschaden. Das Schiff wurde nach Deutschland geschleppt, wo die 800 Milchkühe zehn Tage auf die Umladung auf ein anderes Schiff warten mussten. Tierverluste wurden nicht dokumentiert.
- Jänner 2013: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Zaher V (Baujahr 1966, heute Equality) erkrankten während eines Transports von Uruguay in den Libanon zahlreiche Rinder. Bereits bei der Ankunft in der Türkei waren 350 Tiere krank, etwa die Hälfte war bereits während der Reise verendet. Das Schiff lag wochenlang mit kranken Tieren an Bord im Hafen. Mindestens 175 Rinder starben.
- 24.11.2012: Ein polnischer Lkw mit 31 Bullen aus Lettland, bestimmt für den Irak, wird gestoppt, da die Route nicht geöffnet ist und Dokumente fehlen. Erst 12 Tage nach dem Verladen dürfen die Tiere aussteigen und in Quarantäneställen ruhen. Die türkischen Behörden erlauben ausnahmsweise die Durchfahrt Richtung Irak und überwachen den Transport per GPS.
- 05.11.2012: Ein Lkw mit trächtigen Schafen steht im Zollbereich. Die Tiere warten seit der Nacht vom 4.11., ohne Futter und Wasser, mit starkem Ammoniakgeruch im Lkw. Lämmer werden im Fahrzeug geboren. Erst am Nachmittag werden die Originalpapiere vorgelegt und die Weiterfahrt genehmigt.
- 02.11.2012: Ein ungarischer Lkw mit trächtigen Schafen bleibt wegen unvollständiger Papiere zwei Tage an der Grenze stehen. Die Tiere bleiben an Bord und werden später nur vier Stunden zum Wiegen und zur Ohrmarkenkontrolle entladen. Danach müssen sie weitere 671 km bis zum Ziel zurücklegen; vier Schafe bleiben wegen fehlerhafter Ohrmarken zurück.
- 22.02.2012: Türkische Behörden teilen Eyes on Animals mit, dass sie Transporteure rechtlich nicht zum Entladen zwingen können; viele vermeiden dies wegen der Stallgebühren. Eyes on Animals trifft zudem auf einen polnischen Lkw mit Jungbullen aus Estland, der seit fünf Tagen blockiert ist, da die Tiere die Gewichtsvorgaben nicht erfüllen. Ein weiterer griechischer Lkw bleibt im Niemandsland, da die Zahlung für die Tiere noch nicht abgeschlossen ist.
- 04.08.2012: Auf dem Tiertransportschiff Ocean Drover (Baujahr 2002) wurden 75.000 Schafe von Australien in Richtung Oman, Katar und Bahrain transportiert. Nach der Zurückweisung durch Bahrain wegen Krankheitsverdachts strandeten die Tiere zwei Wochen auf See und wurden später nach Pakistan gebracht, wo sie brutal getötet wurden. Die Tötungen erfolgten unter extrem grausamen Bedingungen, unter anderem durch Erschlagen, Erstechen und das lebendige Begraben von Tieren. Ein beteiligter Exporteur hatte zuvor Dokumente gefälscht, um den Weitertransport zu ermöglichen, und wurde später lediglich zu einer Geldstrafe verurteilt, ohne Freiheitsstrafe.
- 29.07.2012: Auf dem Tiertransportschiff Pearl of Parla (Baujahr 1994) starben während eines Transports von den USA nach Russland rund 400 trächtige Rinder. Vermutlich führten defekte Lüftungs- und Entmistungssysteme zu tödlichen Ammoniakdämpfen.
- 27.06.2012: Eyes on Animals kontrolliert Rinder, die die ganze Nacht im Lkw verbracht haben. Die Tiere sind stark verschmutzt, erschöpft und können teils nicht liegen. Ursache ist, dass der Importeur erst am Montag erscheinen kann, um Zahlung und Papiere zu klären.
- 26.06.2012: Zehn Lkw mit Kälbern und Rindern stehen in der Sonne an der bulgarisch-türkischen Grenze. Ein Transport erreicht die Grenze, ohne die Kälber zuvor entladen zu haben: Nach rund 30 Stunden Fahrt folgen weitere 20 Stunden Wartezeit sowie nochmals 8 Stunden bis Ankara. Sechs Lkw müssen über Nacht warten; nur zwei können wegen begrenzter Kapazitäten im Stall entladen werden.
- 22.06.2012: Ein Lkw mit Lämmern auf vier Ebenen hat unzureichende Kopffreiheit, was Belüftung und Luftqualität stark beeinträchtigt (starker Ammoniakgeruch). Die Fahrer müssen den ganzen Tag auf die Freigabe der Papiere warten. Die Lämmer werden nur für eine Stunde entladen, ansonsten verbleiben sie am Lkw.
- März 2012: Auf dem Tiertransportschiff Gracia Del Mar starben während eines Transports von Brasilien nach Ägypten etwa 2.750 Rinder, nachdem das Schiff in schlechtes Wetter geraten war und die Belüftung ausfiel. Das Schiff war über eine Woche im Roten Meer gestrandet.
- 24.02.2012: Eyes on Animals macht die bulgarischen Behörden auf verbreiteten Dokumentenbetrug aufmerksam: Transporte geben Ruheplätze an, die Tiere gar nicht aufnehmen können oder gar nicht existieren. Dadurch bleiben Tiere teils über 50 Stunden am Lkw (erlaubt sind maximal 29 Stunden).
- 23.02.2012: Eyes on Animals beobachtet, wie fünf tote Schafe aus einem Lkw entfernt werden. Wegen einer Einzelkontrolle der Ohrmarken müssen die übrigen Tiere bis zum nächsten Tag warten. Ein Teil der Tiere kann im Grenzstall ruhen.
- 22.02.2012: Türkische Behörden teilen Eyes on Animals mit, dass sie Transporteure rechtlich nicht zum Entladen zwingen können; viele vermeiden dies wegen der Stallgebühren. Eyes on Animals trifft zudem auf einen polnischen Lkw mit Jungbullen aus Estland, der seit fünf Tagen blockiert ist, da die Tiere die Gewichtsvorgaben nicht erfüllen. Ein weiterer griechischer Lkw bleibt im Niemandsland, da die Zahlung für die Tiere noch nicht abgeschlossen ist.
- 20.–21.02.2012: Drei Lkw, die 2,5 Tage auf türkischer Seite festsaßen, dürfen weiterfahren. Die trächtigen Rinder bleiben währenddessen an Bord, werden aber von den Fahrern versorgt. Gleichzeitig trifft ein griechischer Lkw mit Schafen ein, der über Nacht warten muss. Die Tiere wirken hungrig und durstig. Am 21.02. ist der Lkw noch immer vor Ort, ohne Wasser wegen eines Defekts. Gegen Mittag werden die Schafe schließlich in einem Grenzstall entladen.
- 18.02.2012: Eyes on Animals beobachtet auf türkischer Seite drei Lkw mit trächtigen Rindern, die wegen Dokumentenproblemen bis zum folgenden Montag warten müssen. Zudem decken sie systematischen Betrug auf: Transportpapiere geben fälschlich an, dass Tiere an der Kontrollstelle Svilengrad (Bulgarien) geruht hätten, obwohl diese geschlossen ist und die Tiere nie entladen wurden. Bulgarische Amtstierärzte stempeln diese Papiere dennoch. Zahlreiche Transportunternehmen und Veterinäre sind beteiligt.
- 05.02.2012: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Barhom (Baujahr 1978) von Rumänien nach Libyen mussten 4.000 Schafe und 400 Rinder wegen Eis auf dem Fluss einen Monat lang an Bord verbleiben. Über Todesfälle wurde nichts berichtet.
- 18.– 22.10.2011: Tierschutzorganisationen kontrollieren Tiertransporte an der bulgarisch-türkischen Grenze. Zwei LKWs mit Schafen sind wegen gefälschter bzw. fehlerhafter Papiere vier Tage lang blockiert. Während der Wartezeit müssen Fahrer mehrere Tiere nottöten. Erst nach rund fünf Tagen dürfen die Transporte weiterfahren – zu einem Betrieb nur etwa 100 km entfernt. Beim Entladen werden 14 tote Schafe gezählt; die überlebenden Tiere befinden sich in sehr schlechtem Zustand.
- 09.08.2011: Auf dem Tiertransportschiff Al Messilah (Baujahr 1980) kam es während eines Transports von Australien nach Katar zu einem technischen Defekt. Erst nach einer Woche wurden die Tiere entladen. In dieser Zeit starben mindestens 298 Schafe.
- 17.04.2011: Nach Hinweisen auf einen seit Tagen festsitzenden Tiertransporter entsendet Eyes on Animals ein Team zur Grenze. Bei Ankunft ist der betroffene Lkw zwar bereits weitergefahren, doch dutzende weitere Transporte stehen noch im Stau, einige davon seit bis zu vier Tagen. Mehrere litauische LKWs befinden sich in besonders schlechtem Zustand: Die Rinder haben bereits eine rund 80-stündige Fahrt hinter sich, die Fahrzeuge sind stark verschmutzt, Kot befindet sich sogar in den Wassertrögen und an den Innenwänden.
- 24.01.2010: Auf dem Tiertransportschiff Yosor (Baujahr 1981) starben während eines Transports von Brasilien nach Ägypten mindestens 2.750 Rinder, vermutlich aufgrund eines Lüftungsdefekts. Das Schiff wurde in mehreren Ländern abgewiesen und konnte erst Monate später entladen werden.
- 17.12.2009: Das Tiertransportschiff Danny FII (Baujahr 1976) kenterte bei schwerem Wetter auf der Route von Uruguay nach Syrien. Dabei starben 17.932 Rinder, 10.224 Schafe sowie 44 Menschen.
- 2007: Während eines Transports von Australien nach Indonesien geriet ein Tiertransportschiff in einen Zyklon. Dabei starben 68 von 1.695 Rindern.
- 2007: Auf einem Transport von Australien nach Saudi-Arabien starben 1.142 Schafe an Salmonellose.
- 2006: Während eines Transports von Tasmanien in den Nahen Osten starben 1.683 Tiere aus unbekannten Gründen.
- 06.09.2003: Auf dem Tiertransportschiff Cormo Express (Baujahr 1966/1978) strandeten 57.000 australische Schafe nach der Zurückweisung durch Saudi-Arabien fast drei Monate auf See. Mindestens 5.581 Schafe starben.
- Februar 2002: Auf dem EU-zugelassenen Tiertransportschiff Norvantes (Baujahr 1972) starben nach schwerem Wetter während eines Transports von Australien nach Indonesien 99 Rinder.
- 2002: Auf einem Transportschiff aus Australien in den Nahen Osten starben insgesamt 2.173 Schafe.
- 2002: Auf dem Tiertransportschiff Becrux (Baujahr 2002, heute Ocean Drover) starben während eines Transports von Australien nach Saudi-Arabien insgesamt 1.400 Schafe und 880 Rinder. Das Schiff geriet im Arabischen Golf in extreme Hitze von bis zu 45 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit. Aufgrund eines Versagens der Belüftungssysteme kam es zu massivem Hitzestress und Atemnot bei den Tieren. Der Vorfall ereignete sich während der Jungfernfahrt des Schiffes.
- Dezember 1999: Auf dem Tiertransportschiff Kalymnian Express (Baujahr 1964) starben während eines Transports von Australien nach Indonesien rund 300 von insgesamt 800 Rindern. Das nicht EU-zugelassene Schiff geriet in einen Zyklon, wodurch zahlreiche Tiere getötet oder schwer verletzt wurden.
- Juli 1998: Auf dem Tiertransportschiff Charolais Express (Baujahr 1974) starben während eines Transports von Australien nach Jordanien insgesamt 570 Rinder. Das nicht EU-zugelassene Schiff geriet in schlechtes Wetter; infolge mangelhafter Belüftung verendeten bereits während der Seereise über 300 Tiere. Nach der Ankunft in Jordanien starben weitere 50 Rinder. Zudem wurden 174 verletzte oder erkrankte Tiere von den jordanischen Behörden abgelehnt und später auch von Jemen zurückgewiesen. Diese Tiere starben ebenfalls und wurden anschließend auf See entsorgt.
- 1996: Das Tiertransportschiff Guernsey Express (Baujahr 1967) sank während eines Transports von Australien nach Japan in einem Taifun. Alle 1.592 transportierten Rinder kamen dabei ums Leben.
- 23.08.1996: Auf dem Tiertransportschiff Uniceb brach während eines Transports von Australien nach Jordanien im Indischen Ozean ein Brand im Maschinenraum aus. Ein Besatzungsmitglied kam dabei ums Leben. Die übrige Crew verließ das Schiff, das daraufhin verloren ging. Alle 67.000 Schafe an Bord starben.
- 1991: Auf dem Tiertransportschiff Cormo Express (Baujahr 1966 oder 1978, Quellen widersprüchlich) starben während eines Transports von Neuseeland in den Nahen Osten rund 10.000 Schafe infolge eines Ausfalls der mechanischen Belüftung.
- 1985: Auf dem Tiertransportschiff Fernanda F starben während eines nicht näher dokumentierten Transports mindestens 15.000 Schafe an Hitzestress. Angaben zu Route, Zeitpunkt und Zulassungsstatus des Schiffes sind nicht bekannt.
- 27.07.1981: Während eines Transports von Australien nach Saudi-Arabien kam es auf den Tiertransportschiffen Khaleej Express und Al Shuwaikh zu einem Ausbruch einer Viruserkrankung. Insgesamt starben 2.713 Schafe an der Krankheit; weitere 635 Schafe verendeten während der Umladung zwischen den beiden Schiffen.
- 27.03.1980: Auf dem Tiertransportschiff Farid Fares (Baujahr 1950) brach während eines Transports von Australien nach Iran ein Feuer im Maschinenraum aus. Tausende Tiere verbrannten oder erstickten. Das Schiff sank, wobei alle 40.605 transportierten Schafe ums Leben kamen.
Quellenverweis
A timeline of tragedy: Live export disasters • SPCA New Zealand
WA seeks powers to prosecute live exporters after 3,000 sheep die on ship | Western Australia | The Guardian
9 live export disasters that could happen again | Animals Australia
Footage reveals horror of Pakistani slaughter - ABC News
Ship with 6,800 sheep and lambs stuck off the coast of Greece (theanimalreader.com)
Another livestock carrier causes 'big stink', thousands of animals at risk - Smile 90.4FM (smilefm.co.za)
Cape Town: Ship carrying 19,000 cattle causes big stink | AP News
Animal welfare crisis in Australia live export - MV Bahijah - FOUR PAWS Australia - Animal Welfare Charity (four-paws.org.au)
Fire breaks out on livestock carrier carrying 3,600 cattle - Splash247
Live export ship Nine Eagle leaves Darwin with cattle two weeks after major engine failure - ABC News
Cattle offloaded from broken down livestock carrier - Splash247
Live export scandal: young bulls refused in Algeria and returned to France for slaughter | Eurogroup for Animals
15,000 sheep perish as overloaded Sudanese livestock carrier capsizes - Splash247
Ship in Suez Canal Is Freed, but What About the Animals? | PETA
Live transport: Karim Allah’s cattle about to be killed | Eurogroup for Animals
2021_06_01_joa_accountability_report.pdf (eurogroupforanimals.org)
Tragedy at sea continues: The "Elbeik" sails back to the EU after an odyssey of almost three months with 1,776 cattle on board - FOUR PAWS International - Animal Welfare Organisation (four-paws.org)
Report produced on fatal Gulf Livestock 1 sinking, findings not released | Stuff
Australian Livestock Exporters urge for investigation on Portland incident - SAFETY4SEA
Suffering at sea: the debate over livestock exports - Ship Technology Global | Issue 57 | August 2018 (nridigital.com)
Naufrágio de navio com cinco mil bois vivos em Barcarena completa dois anos | Pará | G1 (globo.com)
G1 - Vídeo mostra momento em que navio com 5 mil bois tomba em porto do PA - notícias em Pará (globo.com)
The gruesome history of the Bader III live export ship – which docks at Port Adelaide this week - RSPCA South Australia (rspcasa.org.au)
Death at sea of 4,200 Australian sheep prompts new call for live exports ban | Australia news | The Guardian
Ag Department says changes made after death of 4,179 sheep on Middle East voyage - ABC News
Former live sheep export manager avoids jail over role in 22,000 sheep deaths in Pakistan - ABC News
report-into-wellard-rural-export-consignment-of-sheep-exported-to-pakistan.pdf (agriculture.gov.au)
Livestock carrier sinks in Gulf of Aden - Splash247
Remembering the Danny F II (maritime-executive.com)
Livestock carrier engulfed in flames - Splash247
Are livestock carriers synonymous with disaster? - Splash247 (with many other incidents without casualties reported)
Final_Report_78 EU-approved livestock carriers_June 2021 (animal-welfare-foundation.org) (source for several incidents mentioned above)
Report_64-livestock_AWF_RobindesBois_FINAL_March24-BD.pdf (animal-welfare-foundation.org) (source for several incidents mentioned above)
67,000 Sheep Lost When Ship Catches Fire - The New York Times (nytimes.com)
Live Animal Export: Loaded sheep ship capsizes, 13,567 sheep drown - Splash247
ABC Investigation into the sinking of live export vessel, Gulf Livestock 1 in September 2020 | Stop Live Exports (source of several accidents)
ParlInfo - 'Farid Fares' fire and sinking (aph.gov.au)
Failed live export costs leave farmers out of pocket (1news.co.nz)
What the Suez Canal crisis meant for animals and for EU Regulations | Eurogroup for Animals
History repeats as live export ship stranded off WA - RSPCA South Australia (rspcasa.org.au)
ParlInfo - Animal Welfare - Senate Select Committee - Report - Export of live sheep from Australia (aph.gov.au)
Open letter by civil society on the live animals shipment to the Middle East | Compassion in World Farming (ciwf.eu)
Red Sea cattle ship disaster update | Compassion in World Farming
Pregnant cattle die on ship | Compassion in World Farming
Brazilian vessel looses half 5.000 cattle on board and has no port to dock — MercoPress
Thousands of Dying Cattle Stranded at Sea – One Green Planet
14 animals die during sea transport from Portugal to Israel | Eurogroup for Animals
Phoenix III: Another live export tragedy at sea after the vessel incidents Karim Allah and Elbeik
Fourteen lambs die at sea from Portugal to Israel
Watch: Ship carrying thousands of sheep capsizes in Red Sea, local fishermen lead rescue | Trending News - The Indian Express
Livestock Carrier Capsizes Near Yemen
Watch: Over 1,000 Sheep Drown After Livestock Carrier Capsizes Off Yemen
EU requested to act against live animal transport to Türkiye
Casi 3.000 vacas procedentes de Uruguay bloqueadas en barco frente a Turquía por falta de certificados
WA seeks powers to prosecute live exporters after 3,000 sheep die on ship | Western Australia | The Guardian
9 live export disasters that could happen again | Animals Australia
Footage reveals horror of Pakistani slaughter - ABC News
Ship with 6,800 sheep and lambs stuck off the coast of Greece (theanimalreader.com)
Another livestock carrier causes 'big stink', thousands of animals at risk - Smile 90.4FM (smilefm.co.za)
Cape Town: Ship carrying 19,000 cattle causes big stink | AP News
Animal welfare crisis in Australia live export - MV Bahijah - FOUR PAWS Australia - Animal Welfare Charity (four-paws.org.au)
Fire breaks out on livestock carrier carrying 3,600 cattle - Splash247
Live export ship Nine Eagle leaves Darwin with cattle two weeks after major engine failure - ABC News
Cattle offloaded from broken down livestock carrier - Splash247
Live export scandal: young bulls refused in Algeria and returned to France for slaughter | Eurogroup for Animals
15,000 sheep perish as overloaded Sudanese livestock carrier capsizes - Splash247
Ship in Suez Canal Is Freed, but What About the Animals? | PETA
Live transport: Karim Allah’s cattle about to be killed | Eurogroup for Animals
2021_06_01_joa_accountability_report.pdf (eurogroupforanimals.org)
Tragedy at sea continues: The "Elbeik" sails back to the EU after an odyssey of almost three months with 1,776 cattle on board - FOUR PAWS International - Animal Welfare Organisation (four-paws.org)
Report produced on fatal Gulf Livestock 1 sinking, findings not released | Stuff
Australian Livestock Exporters urge for investigation on Portland incident - SAFETY4SEA
Suffering at sea: the debate over livestock exports - Ship Technology Global | Issue 57 | August 2018 (nridigital.com)
Naufrágio de navio com cinco mil bois vivos em Barcarena completa dois anos | Pará | G1 (globo.com)
G1 - Vídeo mostra momento em que navio com 5 mil bois tomba em porto do PA - notícias em Pará (globo.com)
The gruesome history of the Bader III live export ship – which docks at Port Adelaide this week - RSPCA South Australia (rspcasa.org.au)
Death at sea of 4,200 Australian sheep prompts new call for live exports ban | Australia news | The Guardian
Ag Department says changes made after death of 4,179 sheep on Middle East voyage - ABC News
Former live sheep export manager avoids jail over role in 22,000 sheep deaths in Pakistan - ABC News
report-into-wellard-rural-export-consignment-of-sheep-exported-to-pakistan.pdf (agriculture.gov.au)
Livestock carrier sinks in Gulf of Aden - Splash247
Remembering the Danny F II (maritime-executive.com)
Livestock carrier engulfed in flames - Splash247
Are livestock carriers synonymous with disaster? - Splash247 (with many other incidents without casualties reported)
Final_Report_78 EU-approved livestock carriers_June 2021 (animal-welfare-foundation.org) (source for several incidents mentioned above)
Report_64-livestock_AWF_RobindesBois_FINAL_March24-BD.pdf (animal-welfare-foundation.org) (source for several incidents mentioned above)
67,000 Sheep Lost When Ship Catches Fire - The New York Times (nytimes.com)
Live Animal Export: Loaded sheep ship capsizes, 13,567 sheep drown - Splash247
ABC Investigation into the sinking of live export vessel, Gulf Livestock 1 in September 2020 | Stop Live Exports (source of several accidents)
ParlInfo - 'Farid Fares' fire and sinking (aph.gov.au)
Failed live export costs leave farmers out of pocket (1news.co.nz)
What the Suez Canal crisis meant for animals and for EU Regulations | Eurogroup for Animals
History repeats as live export ship stranded off WA - RSPCA South Australia (rspcasa.org.au)
ParlInfo - Animal Welfare - Senate Select Committee - Report - Export of live sheep from Australia (aph.gov.au)
Open letter by civil society on the live animals shipment to the Middle East | Compassion in World Farming (ciwf.eu)
Red Sea cattle ship disaster update | Compassion in World Farming
Pregnant cattle die on ship | Compassion in World Farming
Brazilian vessel looses half 5.000 cattle on board and has no port to dock — MercoPress
Thousands of Dying Cattle Stranded at Sea – One Green Planet
14 animals die during sea transport from Portugal to Israel | Eurogroup for Animals
Phoenix III: Another live export tragedy at sea after the vessel incidents Karim Allah and Elbeik
Fourteen lambs die at sea from Portugal to Israel
Watch: Ship carrying thousands of sheep capsizes in Red Sea, local fishermen lead rescue | Trending News - The Indian Express
Livestock Carrier Capsizes Near Yemen
Watch: Over 1,000 Sheep Drown After Livestock Carrier Capsizes Off Yemen
EU requested to act against live animal transport to Türkiye
Casi 3.000 vacas procedentes de Uruguay bloqueadas en barco frente a Turquía por falta de certificados