Ein Nachmittag für die Streuner dieser Welt
Bewegende Begegnungen bei VIER PFOTEN
Sie blicken die Betrachter:innen sanft oder neugierig an, doch immer mit wachem Blick und einer stillen Stärke: Hunde – und eine Katze – , die einst auf den Straßen Moldawiens um das nackte Überleben kämpften. Im März 2026 lud VIER PFOTEN zur Ausstellung „Vom Streuner zum Star“ ins Wiener Büro. Mehr als 100 Unterstützer:innen folgten der Einladung.
Schon zu Beginn der Veranstaltung war klar: Die Emotionen würden hochkochen – und das sowohl bei den Spender:innen als auch bei den Mitarbeitenden von VIER PFOTEN.

Clubmitglied Susanne S. und Mitarbeiterin Claudia Mohl mit Porträts der Hunde Kusachka und Hoti
Die großformatigen Werke der renommierten Fotografin und Tierschützerin Sophie Gamand waren zuvor im moldawischen Nationalmuseum zu sehen. Nun wurden die eindrucksvollen Aufnahmen der geretteten Tiere erstmals in Österreich präsentiert.

Yuta und Axe hatten Glück: Ihre Retter holten sie von der Straße und nahmen sie bei sich zu Hause auf.
Tiefe Einblicke in die Schicksale der Streuner
Hinter jedem Bild steht die Streunerhilfe-Arbeit von VIER PFOTEN und der Partnerorganisation Doctor Vet Moldova. Die fesselnden Portraits geben den Tieren eine Stimme und machen deutlich, dass jedes einzelne ein liebevolles Zuhause verdient.

Auch Hündin Samantha hat ein behütetes Zuhause gefunden – sie liebt es, im Wasser zu planschen.
Doch der Nachmittag bot weit mehr als ästhetische Fotografie: Die Besucher:innen erhielten Einblicke in die Geschichte und die globale Strategie der Streunerhilfe. Stiftungsvorstand Josef Pfabigan spannte den Bogen von den ersten Projekten in Osteuropa bis hin zum heutigen, weltweiten Wirken.

Wie die Arbeit in der Praxis aussieht, verdeutlichte Manuela Rowlings, Leiterin des internationalen Streunerprogramms, am Beispiel aktueller Projekte - etwa im Kosovo.
„Die Geschichten der Streuner sind Geschichten der Hoffnung auf ein besseres Leben. Auch mit unseren Therapiehunde-Programmen in Bulgarien und der Ukraine zeigen wir, wie einfühlsam, intelligent und lernfähig gerade ehemalige Streuner sind.“
Manuela Rowlings, Programmleiterin der weltweiten Streunerhilfe
Tierarzt Dr. Amir Khalil schilderte, wie viel logistische Schwerstarbeit bestimmte Rettungen erfordern. Er berichtete von dem komplexen Einsatz für Großkatzen in Argentinien – einer Mission, die nur durch das Zusammenspiel von medizinischer Soforthilfe, politischer Lobbyarbeit und der Einbindung der lokalen Bevölkerung gelingen kann.

Eva Rosenberg, Österreich-Direktorin von VIER PFOTEN, tauscht sich mit einem Unterstützer über die Feldarbeit in Moldawien aus.

VIER PFOTEN organisierte diese Veranstaltung, um seinen Spenderinnen und Spendern Wertschätzung und Dankbarkeit entgegenzubringen. „Vom Streuner zum Star“ bot den perfekten Rahmen für Information, persönlichen Austausch und viele inspirierende Gespräche.

Ein Lächeln als schönster Lohn
Trotz der oft belastenden Umstände im Einsatz für Tiere in Not blieb am Ende des Nachmittags ein Gefühl der Zuversicht. „Das Schönste war, dass unsere ‚Stars‘ ein breites Lächeln in die Gesichter der Gäste zauberten“, resümierte Eva Rosenberg.

Streunerpatin Isabelle C. mit Katze Milli Vanilli, der inoffiziellen „Chefin“ der Hundeklinik in Chisinau