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Kaninchen im Schnee

KANINCHEN Pflege im Winter

5.12.2019

Eine Anleitung, wie Sie Ihr Kaninchengehege winterfest machen

Der Winter kann für Haustierkaninchen eine Herausforderung sein, insbesondere wenn sie in einem Außenbereich gehalten werden. 

Kaninchen können von Natur aus mit kalten Temperaturen sehr gut umgehen. Aber unter falscher Haltung sind sie winterlichen Gefahren ausgesetzt wie Unterkühlung, Erfrierungen und herabgesetzter Körpertemperatur. Kleinere Kaninchenrassen sind dabei gefährdeter als größere, da sie Wärme nicht so gut speichern können. Damit sich die Tiere auch im Winter wohlfühlen und die Jahreszeit gesund und munter verbringen können, sind ihre Halter gefordert, beste Voraussetzungen für die Tiere zu schaffen. 

Dazu zählt zum einen, sie auf keinen Fall erst im Herbst an ein Außengehege zu gewöhnen. Und zum anderen, das Kaninchengehege noch rechtzeitig winterfest zu machen.

Spätestens im Spätherbst werden Kaninchenhalter sich sputen müssen, um ihren Lieblingen noch rechtzeitig eine kuschelige Winterherberge zu zaubern.

Worauf ist zu achten:

Gemütliche Schlaf- und Kuschelbereiche schaffen

  • Für den Winter muss eine zugdichte Winterbox aufgestellt werden; mit etwas handwerklichen Geschick kann diese schnell gebaut werden; sie sollte gegen Regen- und Schneeeinfall geschützt sein, so dass die Stroheinlage im Innenraum nicht feucht wird.
  • Damit mehrere Tiere in den Genuss der Winterbox kommen können, muss sie entweder groß genug für alle Tiere sein oder es werden mehrere Boxen aufgestellt.

Höhere Ebene

  • Den Tieren sollten erhöhte Ebenen angeboten werden; besonders die Schlafhöhle darf nicht zu nah am Boden liegen, hier droht Bodenfrost.

Isoliermaterial

  • Damit werden die Außenwände und der Boden der Schlafhöhlen isoliert; dicke Styrodurplatten tun gute Dienste diese sollten aber nicht ohne Verkleidung verwendet werden, denn Kaninchen nagen alles an, so auch das gesundheitsschädliche Styrodur.

Geschütztes Dach

  • Planen sind nützlich, um das Dach des Kaninchenstalls vor Regen und Schnee zu schützen.

Stroh

  • Stroh wird großzügig und dick auf dem Boden verteilt; Stroh isoliert gut gegen Kälte und die Kaninchen können sich mit dem Nistmaterial ein schönes warmes Nest bauen.

Wärmelampe / Wärmekissen

  • Je nach Außentemperatur werden sich Kaninchen über eine Wärmelampe freuen; sie muss jedoch sachgemäß angebracht und verwendet werden; Wärmekissen geben ebenfalls eine wohlige Temperatur ab, sie müssen jedoch immer wieder aufgewärmt werden.

Wärmevorrichtung für Wassernapf

  • Wasser friert im Winter schnell ein, deshalb muss unbedingt dafür gesorgt werden, dass stets flüssiges Wasser für die Kaninchen vorhanden ist.
  • Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: man greift z.B. auf beheizbare Näpfe zurück, die im Handel angeboten werden; legt erhitzte flache Steine oder Steinplatten unter die Näpfe (Steine lassen sich im Ofen erhitzen) oder stellt die Wassernäpfe unter eine Wärmequelle (Wärmelampe).
  • Trotz aller Wärmevorrichtungen muss das Wasser mehrmals über den Tag verteilt kontrolliert und wenn nötig ausgewechselt werden.
  • Täglich frisches Wasser ist ein Muss in der Kaninchenhaltung.

Frisches Heu

  • Heu stellt die Grundnahrung der Kaninchen dar und muss ihnen immer zur Verfügung stehen.

Extra-Futter

  • Eine Portion Extra-Futter erfreut nicht nur die Kaninchen, es hilft ihnen 

Ausreichend Bewegungsmöglichkeiten

  • Kaninchen benötigen ein ausreichend großes Außengehege, um sich ausgiebig bewegen zu können und dadurch auch draußen warm bleiben zu könnenauch, zusätzliche Fettreserven gegen die Kälte zu haben.

Mindestens ein Partner

Das Kaninchen benötigt mindestens einen Partner, besser jedoch mehrere Artgenossen; sie sind wichtig für den Sozialkontakt und das Wohlbefinden und bieten auch die Möglichkeit zum gegenseitigen, wärmenden Kuscheln!