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VIER PFOTEN zu Fleischskandal in Polen: „Unser gesamtes System ist krank, nicht nur die Tiere“

2.2.2019

EU-Versprechungen für mehr Transparenz bislang leere Worthülsen

VIER PFOTEN weist im Zusammenhang mit dem polnischen Fleischskandal auf das Versagen des gesamten Systems von der industriellen Tierhaltung bis hin zum Verkauf von Billigfleisch hin. Im EU-Raum sind die Kontrollen laut der Tierschutzorganisation viel zu schwach; ein einzelnes Mitgliedsland hat keinerlei Möglichkeiten, genaue Herkunft, Haltung und Schlachtung von Tieren zu überprüfen.

VIER PFOTEN Gründer und Präsident Heli Dungler: „Nicht nur die Tiere, die in Polen geschlachtet und exportiert wurden und in zahlreichen Ländern in den Handel kamen, waren krank. Unser gesamtes europäisches System der Fleischproduktion ist krank. Wenn Tiere als reine Profitobjekte statt Lebewesen behandelt werden, wenn aus ihnen – egal, krank oder gesund - um jeden Preis Gewinn geschlagen werden soll, dann stimmt etwas ganz gewaltig nicht.“

Der Konsument muss sich laut Dungler sicher sein können, dass Mindeststandards in allen EU-Mitgliedsstaaten eingehalten werden. Auch wenn Österreich von diesem Skandal, wie es derzeit scheint, nicht betroffen ist: Unser Land importiert laut FAO knapp 16.000 Tonnen Fleisch, davon 3.000 Tonnen Rindfleisch, pro Jahr aus Polen. „Wir haben kein funktionierendes EU-weites Kontrollsystem, um die Herkunft der Tiere sowie die Bedingungen der Haltung und der Schlachtung zu prüfen. Das heißt, wir müssen uns auf die Angaben eines Herkunftslandes verlassen, das möglicherweise überhaupt keine oder nur sehr sporadische Kontrollen durchführt. Das ist inakzeptabel. Auf EU-Ebene werden seit Jahren diverse Versprechungen für mehr Transparenz gemacht – bislang waren alles leere Worthülsen“, sagt Heli Dungler.

VIER PFOTEN fordert seit Jahren eine konsequente Kennzeichnung für Fleischprodukte, die sowohl die Herkunft, die Haltung sowie Transport und Schlachtung beinhaltet.

Für VIER PFOTEN Gründer Dungler geht es dabei nicht darum, an „einem einzigen Rädchen“ zu drehen: „Es geht darum, einen völligen Umbruch in die Wege zu leiten. Weg von einer Tierhaltung, in der Tiere Waren sind, hin zu einer Haltung, die fair zum Tier, aber auch zum Landwirt sowie auch zum Konsumenten ist.“

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Mag. Elisabeth Penz

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Seit 1988 setzt sich VIER PFOTEN dafür ein, dass Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Dafür betreibt die international tätige Stiftung mit Büros in 12 Ländern Aufklärungs- und Bildungsarbeit, nachhaltige Kampagnen sowie Lobbyarbeit. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutz-, Heim- und Wildtieren. In den VIER PFOTEN Schutzzentren finden Bären und Großkatzen aus schlechter Haltung ein tiergerechtes Zuhause.

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