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Krähe Maxi mit verletztem Fuß

Daumen halten für mit Pfeil durchbohrte Saatkrähe Maxi!

27.11.2018

EGS Haringsee: Entscheidung in den nächsten Tagen, ob Zehen amputiert werden müssen

Haringsee - Vor kurzem hat ein brutaler Fall von Tierquälerei für Aufsehen gesorgt:  Eine Saatkrähe war im Felmayergarten in Niederösterreich von einem Pfeil durchbohrt und einfach liegen gelassen worden. Spaziergänger fanden das schwer verletzte Tier; der 70 cm lange Pfeil steckte noch im Fuß. Die Polizei Schwechat ermittelt. Nach der Erstversorgung durch den Tierschutzverein Katzfatz aus Klein-Neusiedl, Kooperationspartner der Tierrettung, wurde die Krähe zunächst in die von VIER PFOTEN geführte Eulen- und Greifvogelstation Haringsee (EGS) gebracht. Dort ist sie auch jetzt wieder – und das ganze EGS Team hält die Daumen: Denn es ist nach wie vor fraglich, ob die Zehen der Krähe erhalten bleiben können oder amputiert werden müssen.

„Wir mussten die Krähe, die Maxi getauft worden war, zunächst gleich weiter auf die Klinik der Veterinärmedizinischen Universität bringen“, erzählt VIER PFOTEN Expertin Brigitte Kopetzky. „Dort wurde die Wunde gesäubert, die Zehen möglichst geradegerichtet und verbunden.“ Danach kam Maxi zur Pflege in die EGS zurück. Ihr Verband soll noch bis Ende der Woche bleiben. Danach wird die Uniklinik wieder kontrollieren, ob alles gut verheilt.

Derzeit schaut es für Maxi gut aus. „Die große offenen Wunde konnte verschlossen werden, bis jetzt sind alle Zehen gut durchblutet“, so Kopetzky. „Allerdings kann es immer noch zu Wundheilungsstörungen oder zum Absterben einer Zehe kommen. In dem Fall müsste man leider amputieren.“

Daher heißt es nicht nur für das EGS Team, sondern für alle Tierfreunde: Daumen halten für Maxi! „Wir hoffen außerdem, dass die Polizei Schwechat bei ihrer Suche nach dem Täter erfolgreich sein wird. Ein klarer Fall von Tierquälerei – und es hätte durchaus auch einen Menschen treffen können“, sagt Kopetzky.

In der von VIER PFOTEN geführten Eulen- und Greifvogelstation Haringsee konnte im Jahr 2017 1.794 Tieren geholfen werden. Alle jungen Eulen und Greifvögel wurden, wenn möglich, durch Ammeneltern der gleichen Art großgezogen und zu 90% wieder freigelassen. Die EGS ist die einzige Pflegestation, in der Jungvogelfindlinge durch Ammen derselben Vogelart, also in einem natürlichen Familienverband, großgezogen werden können. Dadurch werden die schädlichen Folgen einer Handaufzucht vermieden. Auch Sumpfschildkröten, Igel, Fledermäuse und andere Kleinsäuger wurden fachmännisch versorgt und, wenn möglich, wieder in die Natur entlassen.

Wenn Sie die Arbeit der EGS unterstützen möchten, dann können Sie hier spenden: http://www.eulen-greifvogelstation.at/spenden/ 

Mehr Informationen zur EGS finden Sie auf:

www.eulen-greifvogelstation.at  oder jeweils aktuell auf

https://www.facebook.com/eulengreifvogelstation/  

Mag. Elisabeth Penz

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