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Burberry verzichtet ab sofort auf Pelz

6.9.2018

VIER PFOTEN und Fur Free Alliance fordern auch Prada auf, dem Beispiel zu folgen

Die New York Fashion Week startet heute mit einer großen Ankündigung und einer Protestkampagne: Das britische Modehaus Burberry wird ab sofort auf echten Pelz in seinen Kollektionen verzichten. Gleichzeitig fordert VIER PFOTEN im Rahmen einer neuen Kampagne der Fur Free Alliance (FFA) das italienische Luxuslabel Prada auf, nachzuziehen. Neben Burberry sind schließlich auch Konkurrenten wie Gucci, Versace, Armani, Michael Kors, Donna Karan und HUGO BOSS bereits Vorreiter was pelzfreie Mode betrifft. Ab heute, dem 6. September, rufen deshalb VIER PFOTEN und andere FFA-Tierschutzorganisationen Unterstützer weltweit dazu auf, mit Protest-E-Mails und -Anrufen, Prada zum Umdenken zu bewegen.

“Moderner Luxus bedeutet soziale Verantwortung. Das ist ein Grundsatz von Burberry und Schlüssel zu unserem langanhaltenden Erfolg,” erklärt Burberry CEO Marco Gobbetti den richtungsweisenden Schritt. Als Mitglied der Fur Free Alliance, einer internationalen Koalition von 40 Tierschutzorganisationen, die weltweit Millionen von Anhängern vertritt, fordert VIER PFOTEN nun auch Prada auf, Teil dieser pelzfreien Modebewegung zu werden. Der Beginn der Fashion Week-Saison in New York, wo alle Blicke auf die großen Modehäuser gerichtet sind, ist ein idealer Zeitpunkt für Prada, um ein Zeichen zu setzen. „Kurz vor Beginn der vier großen Modewochen in New York, London, Mailand und Paris machen wir auf Pradas Pelzpolitik aufmerksam. Wir wollen Prada dazu ermutigen, sich auch eine Vorreiterrolle im Verzicht auf Echtpelz zu sichern. Immer mehr große Modehäuser ersetzen Pelz durch innovative, alternative Materialien, die frei von Grausamkeit sind”, sagt Thomas Pietsch, Wildtierexperte bei VIER PFOTEN.

Tierpelz in der Mode nicht mehr „en vogue”

Die Mehrheit der Verbraucher will nichts mit dem Pelzhandel zu tun haben, einige große Modemarken haben bereits angekündigt, auf die Verwendung von Echtpelz zukünftig zu verzichten. Länder wie Norwegen, die Niederlande und Belgien distanzieren sich von Tierquälerei, indem sie die Pelztierhaltung verbieten. Auch Großstädte wie San Francisco und São Paulo haben den Verkauf von Pelzen verboten. In Los Angeles soll der Verkauf von Pelz nun ebenfalls verboten werden, wie auch in Großbritannien, wo im Jahr 2000 ein Verbot der Pelztierzucht eingeführt wurde.

„Die Verbraucher unterstützen Unternehmen, die sich für den Schutz von Tieren einsetzen. Deshalb sind viele Konkurrenten von Prada bereits pelzfrei. Prada sollte sich anderen führenden Marken anschließen und auf Pelz verzichten, anstatt das extreme Tierleid im Pelzhandel zu unterstützen“, sagt der Vorsitzende der Fur Free Alliance, Joh Vinding.

Die furchtbaren Auswirkungen der Pelztierindustrie

Wilde Tiere auf Pelzfarmen verbringen ihr ganzes Leben in engen Käfigen, deshalb fehlt ihnen die Fähigkeit, natürliches Verhalten zu entwickeln. Schlussendlich werden sie grausam getötet. In der Wildnis werden die Tiere tagelang in Fallen gehalten, ohne Nahrung oder Wasser, bis Pelzfänger kommen, um sie zu holen. Oft nagen sie aus Verzweiflung an ihren eigenen Gliedmaßen, um zu entkommen. Pelzproduktion ist auch eine schwerwiegende Umweltbelastung. Pelzfarmen und Gerbereien pumpen Abfälle und giftige Chemikalien in Erde und Wasser. Die Fallen, die für das Fangen von Wildtieren verantwortlich sind, verstümmeln und töten häufig auch andere Tiere, wie gefährdete Arten und sogar Haustiere.

Mag. Elisabeth Penz

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