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Abstimmung im Nationalrat zu Verkaufsverbot von Welpen im Zoofachhandel: VIER PFOTEN warnt vor Gesetzeslücke

21.11.2018

Verkauf durch die Hintertür weiterhin möglich

Wien -  Morgen, am 22. November, wird der Nationalrat über einen Antrag der Regierungsparteien für ein Verbot des Verkaufs von Welpen im Zoofachhandel abstimmen: Demzufolge sollen künftig Hunde und Katzen laut § 31 Abs. 5 des Österreichischen Tierschutzgesetzes „in Zoofachgeschäften und anderen gewerblichen Einrichtungen, in denen Tiere angeboten werden, zum Zwecke des Verkaufes nicht gehalten oder ausgestellt werden.“ VIER PFOTEN warnt vor einer Gesetzeslücke durch die offene Formulierung. Es müsse sichergestellt werden, dass Tiere auch zu anderen Zwecken als des Verkaufes – etwa zu Werbe-, Pflege- oder Vermittlungszwecken – nicht ausgestellt werden können.

Auch der Verkauf „durch die Hintertür“ ist mit der Gesetzesänderung weiterhin möglich. „Was untersagt werden soll, ist ja lediglich der Verkauf IN, nicht aber ÜBER Zoofachhandlungen“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. „Der Verkauf von Welpen per se wird nicht verboten, sondern nur das Halten und Ausstellen zum Zwecke des Verkaufes. Zoofachhandlungen können also theoretisch auch Tiere außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten unterbringen und den Verkauf weiterhin über das Geschäft abwickeln.“

Bringen Zoofachhandlungen Tiere in einer Pflegestelle unter, können sie also ebenfalls weiterhin Hunde und Katzen verkaufen. „Der Knackpunkt ist allerdings: Dafür sind keine Kontrollen vorgesehen. Das heißt, das Problem der fragwürdigen Herkunft ist genauso wenig gelöst wie das der artgemäßen Haltung“, erklärt Pluda. Zwar sind Pflegestellen theoretisch dazu verpflichtet, die 1. und 2. Tierhalteverordnung einzuhalten. „Wenn es aber keine Kontrollen gibt, dann ist die Vorschrift sinnlos“, so Pluda.

Lösung laut VIER PFOTEN: Verbot ohne Wenn und Aber

Die einzige sinnvolle Lösung für VIER PFOTEN wäre es, ein lückenloses Halte- und Verkaufsverbot zu beschließen. Martina Pluda: „Mit einem Verkaufsverbot ohne Schlupflöcher, z.B. über Pflegestellen, wäre auch das Problem der fragwürdigen Herkunft gelöst. Das wäre sowohl im Sinne des Tierwohls als auch des Konsumentenschutzes.“

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Mag. Elisabeth Penz

Press Officer Austria

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete Organisation hat das Ziel, Tieren in Not mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten zu helfen. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunden und -katzen, Nutz-, Heim- und Wildtieren wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Büros in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Belgien, Bulgarien, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Australien, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not. www.vier-pfoten.at