Privates Beiß- und Angriffstraining: Statement von VIER PFOTEN zur Entscheidung des VfGH
Stellungnahme von VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck
Ein rabenschwarzer Tag für den Tierschutz in Österreich! Wir sind enttäuscht, dass Hundetrainings, bei denen mit nachgestellten Kampfhandlungen zwischen Mensch und Hund gearbeitet wird, in Zukunft wieder legal sein sollen – und das in einem Land, in dem Tierschutz in der Verfassung verankert ist. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass es unbedingt ein Verbot dieser Trainings in ganz Österreich braucht. Beiß- und Angriffstrainings sind nicht nur für die Hunde ein großer Stress, sie sind auch eine Gefahr für die Bevölkerung. Denn dabei kommen Gewalt- und Dominanzszenarien zum Einsatz, die einfach nicht mehr zeitgemäß sind und bereits bei kleinsten Trainingsfehlern das Potenzial haben, einen Hund zu einer tickenden Zeitbombe zu machen.
Zudem birgt das Beiß- und Angriffstraining erhebliche gesundheitliche Risiken für die Tiere – von Zahnverletzungen bis hin zu Halswirbelsäulenproblemen. Hunde sind keine Sportgeräte, sondern empfindsame Lebewesen mit klaren Belastungsgrenzen. Es gibt heute zahlreiche alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden und das Wohl der Tiere in den Vordergrund stellen – nicht den Wettbewerbsgedanken.
Wir geben dem Verfassungsgerichtshof in seinem Erkenntnis recht, dass das Tierschutzgesetz bessere Regelungen zum Schutz von Tieren in Ausbildungen enthalten muss. Damit gibt es nun einen klaren Auftrag an die Politik, entsprechend nachzuschärfen.

Mag. Elisabeth Penz
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VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler und Freund:innen in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen und Orang-Utans – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Kambodscha, im Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, den USA und Vietnam sowie 13 Schutzzentren und Partnerprojekten für notleidende Tiere sorgt VIER PFOTEN weltweit für rasche Hilfe und langfristige Lösungen.
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