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Wie verhalte ich mich richtig in einer Hundezone?

19.10.2017

Wohlfühloase oder Stresszone für unsere Vierbeiner

Meistens ist es nur ein unscheinbarer, eingezäunter Grünbereich mitten in der Stadt: Im Idealfall ist eine Hundezone eine Wohlfühloase für unsere Vierbeiner, in der sie ausgelassen mit Artgenossen spielen können. Immer wieder jedoch kommt es in Hundezonen zu unschönen Szenen: Hunde werden gemobbt, verhalten sich aggressiv, Hundebesitzer nehmen zu wenig Rücksicht auf fremde Hunde, es kommt zu Streit mit anderen Besitzern etc. Mit ein paar Faustregeln lassen sich jedoch viele Konflikte vermeiden.

Generell ist es wichtig, dass Hundehalter die Körpersprache der Hunde und vor allem ihres eigenen Hundes lesen und interpretieren können. So ist zum Beispiel gar nicht jeder Hund für die Hundezone geeignet. Für manche Tiere bedeutet sie schlicht Stress und Überforderung.

Vor Betreten der Hundeauslaufzonen empfiehlt es sich, anwesende Hundebesitzer zu fragen, ob eventuell Hunde, die sich nicht mit anderen Artgenossen verstehen, anwesend sind. Sollte dies der Fall sein, sprechen sich vernünftige Besitzer in der Regel ab: Neuankömmlinge warten, bis der betreffende Hund gesichert ist (mit Leine und/oder Maulkorb) oder die Hundeauslaufzone verlassen hat.

Hundebesitzer sollten stets wachsam sein

Die Verantwortung für den Hund sollte man nicht mit Betreten einer Hundezone abgeben. Die Hunde werden dabei oft sich selbst überlassen, während Besitzer zum Handy greifen oder anderweitig beschäftigt sind. Die Vierbeiner spüren das sofort und werden oft überdreht. In solchen Momenten kann es dann zu unangenehmen Verhaltensweisen wie Mobbing oder Aufreiten kommen. Steuert man nicht bewusst dagegen, besteht das Risiko, dass sich diese „schlechten Sitten“ wiederholen und so festigen.

Spielzeug und Leckerlis können Konflikte auslösen 

Auch wenn es gut gemeint ist: Spielzeug wie Bälle in Hundezonen mitzunehmen ist leider oft problematisch, da daraus Konflikte mit den Artgenossen entstehen können. Und auch mit mitgebrachten Leckerlis sollte man vorsichtig sein, weil fremde Hunde Futteraggressionen haben könnten. Wir raten, den eigenen Hund nur dann mit Leckerlis zu belohnen, wenn kein anderer Hund in unmittelbarer Nähe ist. Fremde Hunde zu füttern ist ohnehin nicht ratsam.

Hund Zurückrufen als Mittel der Wahl

VIER PFOTEN empfiehlt Hundebesitzern, in Hundezonen mit ihrem Tier in Bewegung zu bleiben und die Kommunikation mit dem eigenen Hund nicht abreißen zu lassen. Das ist deshalb so wichtig, weil man immer damit rechnen muss, ihn nötigenfalls zurückzurufen. Das sollte man unbedingt in folgenden Fällen tun

  • Wenn das Spiel mit den Artgenossen zu wild werden oder gar in Hetzen ausartet
  • Wenn neue Hunde den Auslauf betreten
  • Wenn ein anderer Hund offensichtlich unsicher oder ängstlich ist
  • Wenn zu viele Hunde einem Hund hinterherjagen und daher akute Mobbinggefahr besteht

Ein Spiel unter Hunden gilt dann als entspannt, wenn es einen ständigen Wechsel von Jäger und Gejagten gibt.

VIER PFOTEN fordert zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf

  1. Eine gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig, wenn Radfahrer, Jogger oder Inlineskater auf Hunde und ihre Besitzer treffen.
  2. Wir appellieren an Menschen ohne Hunde, die Hundezonen nicht unnötigerweise zu betreten, etwa um eine Route abzukürzen. Vor allem rasche Bewegungen, Fahrräder, aber auch Bälle in unmittelbarer Nähe können Hunde erschrecken oder stressen.
  3. Hundebesitzer müssen dafür sorgen, dass ihre Tiere immer ausreichend gesichert sind, so dass sie niemanden gefährden. Außerdem ist es selbstverständlich, dass Hundebesitzer den Kot ihrer Lieblinge sofort entfernen.

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