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Tiger werden gezüchtet und geschlachtet für Produkte wie Tigerwein und Tigersuppenpulver

Europas "Tiger zweiter Klasse"

27.2.2020

VIER PFOTEN Bericht über die außer Kontrolle geratene Zahl von Tigern in Gefangenschaft und dem damit verbundenen kommerziellen Handel

Obwohl die EU eine führende Rolle auf internationaler Ebene in der Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren einnimmt und sogar Initiativen im Kampf gegen dieses Geschäft mit Wildtieren finanziert, fehlt es nach wie vor an wirksamen Regulierungen des Handels und der kommerziellen Nutzung von Tigern in der EU.  

Bisher gibt es keine Dokumentation über die Anzahl der in Gefangenschaft lebenden Tiger in den EU-Mitgliedsländern und ohne eine effektive Kontrolle des Tigerhandels innerhalb der EU wird der illegale Handel mit Tigern weiterhin florieren.

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

Das Problem sichtbar machen

VIER PFOTEN hat sich zur Aufgabe gemacht, die zuständigen Behörden in den 28 Mitgliedstaaten sowie in 8 Nachbarländern zu kontaktieren, um herauszufinden, wie viele Tiger in Gefangenschaft in Europa leben. So soll sich herausstellen, wie viele Tiger in Zoos, Zirkussen, Privathaltung und Auffangstationen leben. Insgesamt wurden 641 Behörden auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene von VIER PFOTEN kontaktiert. Beispielsweise mussten allein in Großbritannien 410 lokale Behörden angeschrieben werden, um die Zahlen zu bekommen. Die Anfragen werden auf Grundlage der Informationsfreiheitsgesetze möglich. In Deutschland waren es 123 Stellen, manche berechneten sogar Verwaltungskosten. 78 deutsche Behörden haben gar nicht geantwortet.  

19 Länder (darunter 15 EU-Staaten) konnte keine Angaben darüber machen, wie viele Tiger in Gefangenschaft gehalten werden. Der VIER PFOTEN Report, der auch die Zahlen aus der CITES Datenbank für 2014-2018 berücksichtigt, zeigt, dass dies die Behörden leider nicht davon abhält, den kommerziellen Handel mit Tigern und Tigerprodukten weiterhin zu erlauben. 

Die Akzeptanz eines weit verbreiteten kommerziellen Handels mit (weitgehend nicht erfassten) in Gefangenschaft geborenen Tigern degradiert diese Tiere  zu "Tigern zweiter Klasse", weil sie nicht den gleichen Schutz wie wildlebende Tiger genießen.

Lesen Sie jetzt den ganzen Bericht:

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Und hier die Zusammenfassung:

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Die EU sollte im Rahmen des EU-Aktionsplans der Europäischen Kommission gegen den illegalen Wildtierhandel (EU WTAP), den sie 2016 verabschiedet hat, geeignete Maßnahmen ergreifen. Dem kommerziellen Handel mit Tigern ein Ende zu setzen, wäre ein entscheidender und dringend notwendiger Schritt.

Lesen Sie unseren ersten Bericht zum Tigerhandel: Protect Our Tigers – Ban the Commercial Trade

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Tiger in einem Käfig

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