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Elefanten im Zirkus, Deutschland

Stoppen Sie das Leiden in EU-Zirkussen!

In einer gemeinsamen Kampagne fordert VIER PFOTEN mit der Eurogroup for Animals ein EU-Verbot für den Einsatz von Wildtieren in Zirkussen. 

12.7.2021

In europäischen Zirkussen verbringen Wildtiere ihr Leben in Transportwaggons und kleinen, provisorischen Gehegen. Unter diesen Bedingungen können Arten wie Elefanten, Giraffen, Tiger oder Löwen ihre natürlichen Verhaltensweisen, die für ihr Wohlbefinden lebenswichtig sind, nicht ausleben. Darüber hinaus gehören menschliches Handling und erzwungene Darbietungen unnatürlicher Verhaltensweisen zur regelmäßigen Routine in der Zirkuswelt und sind schädlich für das Wohlergehen der Wildtiere. Der Einsatz solcher Arten ist nicht nur ein Problem für den Tierschutz: Auch die öffentliche Sicherheit ist durch Angriffe oder Ausbrüche von gefährlichen Tierarten, die in direktem Kontakt mit Menschen und in schlecht gesicherten Gehegen gehalten werden, bedroht.

Neuer Bericht über Zirkusse unterstreicht die Notwendigkeit eines EU-Verbots

Die aktualisierte Version des Berichts der Eurogroup for Animals "Wild Animals in EU Circuses : Problems, Risks and Solutions (Updated version March 2021)" zeigt deutlich, dass der Einsatz von Wildtieren in Zirkussen nicht nur ein Problem für den Tierschutz, sondern auch eine wichtige Frage der öffentlichen Sicherheit ist. Der Bericht enthält alarmierende Zahlen über Vorfälle mit der Öffentlichkeit und Wildtieren in Zirkussen in der EU: In den letzten 24 Jahren wurden in EU-Zirkussen 478 Vorfälle mit 889 Wildtieren registriert!

Die Folgen dieser Vorfälle sind verheerend: Insgesamt wurden 13 Menschen getötet und 99 Menschen verletzt.

Der Einsatz von Wildtieren in Zirkussen ist nicht nur eine Frage des Tierschutzes, sondern auch der öffentlichen Sicherheit! Angesichts des grenzüberschreitenden Charakters des Problems kann nur ein EU-weit harmonisiertes und vollständiges Verbot eine kohärente und effektive Lösung garantieren.

Die Situation in den EU-Mitgliedsstaaten

Viele Länder weltweit spiegeln die Position der Öffentlichkeit aus Tierschutzgründen wieder und haben die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen bereits eingeschränkt oder verboten. 23 EU-Mitgliedsstaaten haben nationale Gesetzgebungen, die den Einsatz von entweder allen oder ausschließlich Wildtieren in Zirkussen einschränken. Und diese Maßnahmen werden von vielen Experten unterstützt. Aber in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien fehlen nationale Beschränkungen dieser Art. Die Tschechische Republik, Finnland und Ungarn haben nur Beschränkungen für die Verwendung einiger Arten erlassen. In diesen Ländern werden immer noch viele Wildtierarten in Zirkussen missbraucht.

EU-weites Verbot erforderlich

Zirkusse ziehen durch Europa und auch freiberufliche Tiertrainer transportieren Tiere für ihre Shows in verschiedenen Zirkusunternehmen über die Grenzen hinweg. Deshalb reichen nationale Verbote allein nicht aus, um diese grenzenlose Tierquälerei zu beenden. Ein EU-weites Verbot ist notwendig, um die veraltete Unterhaltungsform effektiv zu beenden!

 

Neue Meinungsumfrage: Mehrheit der EU-Bürger für ein Ende von Wildtieren in Zirkussen

Eine im Februar 2021 in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, Tschechien und Ungarn durchgeführte Meinungsumfrage zeigt deutlich, dass sich die Mehrheit der EU-Bürger ein Ende dieses grausamen Entertainments wünscht:

  • Der Einsatz von Wildtieren in Zirkussen ist grausam und Wildtiere sollten nicht zur öffentlichen Unterhaltung eingesetzt werden – 68% stimmen zu
  • Die Europäische Union sollte den Einsatz aller Wildtiere in Zirkussen verbieten – 62% stimmen zu
  • Die Europäische Union sollte garantieren, dass Tiere nicht grausam ausgebeutet werden – 83% stimmen zu
  • Zirkusse, die immer noch Wildtiere einsetzen, müssen sich neu erfinden, indem sie qualitativ hochwertige Shows mit menschlichen Darstellern entwickeln – 69% stimmen zu
  • Zirkusse, die Wildtiere zeigen, sind lehrreich – 20% stimmen zu

Erfahren Sie hier mehr über die gemeinsame Kampagne!

Hinweis: Bei Ansicht dieses Videos eventuell auftauchende Werbeeinblendungen stehen in keinem Zusammenhang mit VIER PFOTEN. Wir übernehmen für diese Inhalte keinerlei Haftung.

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