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Hund (c) VIER PFOTEN | Mihai Vasile

Nein zum Würgehalsband

26.3.2019

Ratgeber für Hundehalter: Warum Würgehalsbänder sinnlos sind und der Hund darunter leidet

Dass der Hund durch Schmerzen, wie zum Beispiel Würgen, zum Gehorsam gezwungen wird, stimmt nicht. Für das Ziehen an der Leine gibt es unterschiedliche Gründe, die für den Hundehalter oft schwer erkennbar sind: Stress, Unsicherheit, Mangel an Alternativen, Aggressionsverhalten bis hin zu massiver Angst. Der Hund fügt sich also nicht für den Preis des Ungehorsamseins selbst Leid zu, sondern wird in einer für ihn ohnehin schon unangenehmen Situation auch noch mit Schmerzen bestraft.

Gesundheitliche Schäden

Die Verwendung von Würgeketten kann zu gesundheitlichen Schäden führen: Verletzungen an der Halswirbelsäule, Luft- und Speiseröhre, Kehlkopf, Bindegewebe, Gesichtsmuskulatur und an den Augen (durch erhöhten Augendruck). Plötzlich ausgelöste Traumata bergen ein besonders hohes Verletzungsrisiko, wenn beispielsweise der Hund in die Leine springt.

Per Gesetz ist nur die Verwendung von Zughalsbändern mit Zugstopp erlaubt. Der Zugstopp muss so eingestellt sein, dass das Halsband nicht enger als der Halsumfang des Hundes werden kann. Während des Tragens darf der Zugstopp nicht verrutschen.

Leinenziehen oder unvermittelte, heftige Bewegungen können zu Verletzungen der Luftröhre führen. Zudem können dadurch bereits bestehende Krankheiten, wie Halswirbelsäulensyndrom oder Bandscheibenverschiebung, verschlimmern.

Für Hunde mit Erkrankungen an der Wirbelsäule oder generell des Bewegungsapparates empfehlen wir grundsätzlich die Verwendung eines Brustgeschirrs – auch wenn sie nicht an der Leine ziehen. Gleiches gilt für Hunde einiger kleinwüchsiger Rassen, die eine verstärkte Neigung haben, an einem Luftröhrenkollaps zu erkranken.

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Erziehung durch positive Motivation

Eine moderne und tierschutzkonforme Ausbildung von Hunden erfolgt belohnungsorientiert: gutes Verhalten wird belohnt (z.B. mit Leckerli, Streicheleinheiten, verbale Bestätigung), negatives ignoriert. Trainingsmethoden, die auf Strafe, Dominanz, Unterwerfung, Druck und Drohgebärden basieren, sind nicht nur veraltet, sondern auch gefährlich. Hunden wird beigebracht, dass der Mensch unberechenbar und potenziell gefährlich ist. Die Mensch-Tier-Beziehung wird dadurch geschädigt.

Mehr zu positiver Hundeerziehung finden Sie hier.

VIER PFOTEN Tipp

Wir empfehlen grundsätzlich ein Brustgeschirr, da es dem Halsband in vielerlei Hinsicht überlegen ist. Hundehalsbänder bergen gesundheitliche Risiken, wie Verletzungen an der Luftröhre. Wählen Sie deswegen lieber ein angenehmes Brustgeschirr für Ihren vierbeinigen Freund.