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© VIER PFOTEN | Clemens Schneider

Fasching: Kein Spaß für Tiere

28.2.2019

VIER PFOTEN gibt Tipps, worauf Tierhalter achten sollten.

Die ausgelassene Stimmung an den närrischen Tagen bedeutet für Heimtiere häufig Stress
Laut British Small Animal Veterinary Association (BSAVA) gehören laute Geräusche zu den häufigsten Stressauslösern bei Hunden. Unsere Vierbeiner können eine Frequenz von 15. - 50.000 Hertz vernehmen. Damit hören sie selbst tiefe Infraschall- und extrem hohe Ultraschall-Töne, die für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind. Diese Spannbreite macht deutlich, warum Hunde auf die Geräuschkulisse bei Faschingsfesten häufig gestresst reagieren.

Auch können Tiere in Menschenansammlungen versehentlich getreten werden und vor Schreck oder Schmerz zuschnappen. Ebenso besteht die Gefahr, dass der Hund Süßigkeiten vom Boden auffrisst und Magenbeschwerden bekommt.

VIER PFOTEN rät: Nehmen Sie daher Ihren Hund keinesfalls mit zu Faschingsfesten und -umzügen!

Kostüme und Verkleidungen verhindern tiergerechte Kommunikation
Leider gibt es neben anderem unsinnigen Zubehör für Haustiere inzwischen sogar Kostüme für Hunde. Wir raten dringend davon ab, Hunde oder andere Tiere zu verkleiden. Das schränkt nicht nur ihre Bewegungsfreiheit ein, sondern verhindert auch die Kommunikation mit Artgenossen. Eine solche Vermenschlichung macht den Tieren keinen Spaß und sicher auch nicht dem bewussten Tierfreund.

Hautbeschwerden durch Hundebekleidung
Hundebekleidung kann laut Tierärzten zu  Hautbeschwerden führen, da die Materialien an der Haut der Tiere reiben können. Am häufigsten reagiert die Hundehaut in Form der sogenannten atopischen Dermatitis, einer Hauterkrankung, die durch allergische Reaktionen ausgelöst werden kann. Welche Stoffe die Reizung verursachen, sei laut Medicine News schwer zu sagen.

Die Vermenschlichung des Tieres durch absurde Kostümierung und Verkleidungen ist darüber hinaus nicht artgemäß.

VIER PFOTEN TIPP

Haustierhalter sollten ihren Tieren während der Faschingszeit Ausweichmöglichkeiten bieten oder sie in ruhigen Räumen mit geschlossenen Fenstern unterbringen und dafür sorgen, dass sie nicht alleine sind.