Suche

Spenden Patenschaft

Augen auf beim Kauf von Schweinefleisch!

Neuer praktischer Einkaufsratgeber vom Bündnis „FairFerkel“

Gerade einmal 3 Cent mehr pro Schnitzel müssten wir im Supermarkt hinlegen, um männlichen Ferkeln die schmerzhafte Kastration ohne Narkose zu ersparen, die sogar bei Bio-Marken in Österreich (bis auf eine Ausnahme) gängige Praxis ist. Konsumenten haben meist keine Ahnung, was hinter all den bunten Gütesiegeln steckt, die den KonsumentInnen eine artgerechte Tierhaltung, exzellente Produktqualität und richtige Herkunft versprechen. Das Bündnis „Fair Ferkel“, bestehend aus VIER PFOTEN, UNITED CREATURES, der WIENER TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE und dem Verband „pro tier“, will Aufklärungsarbeit leisten: der praktische kleine Ratgeber „Augen auf beim Schweinefleischkauf!“ soll Konsumenten den Einkauf im Supermarkt erleichtern.

Acht Kriterien für den Tierschutz

Beleuchtet werden die acht wichtigsten Kriterien einer tiergerechten Schweinehaltung: Kastenstandverbot, Verbot des routinemäßigen Schwanzabschneidens, Verbot betäubungsloser Kastration, Vollspaltenbodenverbot, vorgeschriebenes Stroh, verpflichtender Außenbereich, verpflichtender Zugang zur Weide sowie ob mehr Platz für die Tiere vorhanden ist, als es die gesetzlichen Mindeststandards vorgeben.

"Wir wollten wissen, ob hinter den Logos nur eine gute Werbestrategie steckt oder sie tatsächlich für bessere Haltungsbedingungen stehen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Große Unternehmen, die einen Marktanteil von 95 Prozent haben, genügen keinem einzigen unserer Kriterien. Bio- oder Tierwohlmarken schneiden besser ab - aber selbst unter ihnen erfüllt nur der Biohof Labonca alle Punkte."

Martina Pluda, VIER PFOTEN Kampagnenleiterin

Kastration ohne Betäubung

Ja!Natürlich möchte nachziehen und hat eine Umstellung ab 2018 angekündigt, der hoffentlich bald konkrete Taten folgen werden. Doch selbst dann wird die äußerst schmerzhafte Kastration ohne Betäubung leider noch immer gängige Praxis in Österreich bleiben - sie wurde erst kürzlich mit der Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung erneut einzementiert.

"Trotz der Proteste von Tierschützern, allen voran vom Bündnis „FairFerkel“, wird die inhumane Kastration weiterhin zugelassen - und das in Österreich, das als Vorreiter im Tierschutz gilt. Es ist schlicht eine Schande.“

Harald Hofner, Präsident des Verbandes „pro tier“

Konsument entscheidet


Das Bündnis „FairFerkel“ richtet einen dringenden Appell an KonsumentInnen, auch das Wohl der Tiere bei der Kaufentscheidung zu berücksichtigen. Bei Wurstwaren und anders verarbeitetem Fleisch muss noch genauer hingeschaut werden als bei frischem Fleisch, denn dort ist die Herkunft für die KonsumentInnen praktisch 
nicht nachvollziehbar. Ähnlich stellt sich die Situation in der Gastronomie dar, 
wo meist Billigstprodukte vom Großhandel verarbeitet werden - ohne Kennzeichnung.

„Schweine werden oft auf Vollspaltenböden gehalten, wochenlang in Kastenständen eingepfercht und ihre Schwänze werden abgeschnitten, um zu verhindern, dass sie sich diese gegenseitig abbeißen. All das können wir als Konsumenten verhindern - unser Ratgeber im Taschenformat soll dabei helfen, Werbelügen von tatsächlich tierfreundlichen Produkten zu unterscheiden.“ 

Eva Persy, Wiener Tierschutzombudsfrau

Ratgeber kostenlos bestellen oder hier downloaden

Der Ratgeber „Augen auf beim Schweinefleischkauf!“ kann kostenlos bei den „FairFerkel“-Bündnispartnern bestellt werden:

 - bei VIER PFOTEN: office@vier-pfoten.at

- bei der WIENER TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE: post@tow-wien.at