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Freilandhuhn

Stadt Wien will auf Eier aus Bio- und Freilandhaltung setzen

11.1.2018

Daumen hoch von VIER PFOTEN

VIER PFOTEN begrüßt die Absicht der Stadt Wien, in Zukunft ausschließlich auf Eier zu setzen, die nicht aus Käfighaltung stammen, und darüber hinaus Bio- und Freilandhaltung klar den Vorzug zu geben. „Dafür gibt es von uns als Tierschutzorganisation auf jeden Fall ein „Daumen hoch‘“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN. Die zuständige Wiener Umweltschutzabteilung MA 22 hat heute vorgeschlagen, den internen Kriterienkatalog für die Beschaffung entsprechend abzuändern. „Wir hoffen sehr, dass dieser richtungsweisende Vorschlag von der Stadt Wien auch tatsächlich umgesetzt wird.“ 

VIER PFOTEN hat sich in den letzten Monaten ausführlich mit den Beschaffungsleitfäden der Bundesländer auseinandergesetzt. „Konkrete Vorgaben zur Tierhaltung gibt es bei den wenigsten. Umso erfreulicher ist es, dass die Stadt Wien sich bei ihren Kriterien für die Beschaffung in Zukunft beim tierfreundlicheren Einkauf nicht nur auf die Frischeier beschränken will, sondern auch auf Eier der verschiedenen Verarbeitungsstufen eingeht.“ 

Käfighaltung gängig in EU

Der Hintergrund: Über 50 Prozent der Legehennen in der EU leben noch im Käfig. Da es keine Kennzeichnung von verarbeiteten Eiern und von Eiern in der Gastronomie gibt, landen Produkte aus grausamer Haltung auch noch auf unseren Tellern. Wo die Transparenz für den Konsumenten fehlt, tragen Einkäufer eine große Verantwortung, wenn es um das Ausschließen von Tierqual geht. „Gerade in der öffentlichen Beschaffung sind riesige Mengen im Spiel“, so Pluda. „Hier können die Einkäufer einen echten Unterschied machen, wenn sie auf Produkte aus besserer Tierhaltung setzen.“

Kennzeichnungspflicht

Bei Schaleneiern gilt seit 2004 eine eindeutige Kennzeichnungspflicht. Über den Stempel am Ei kann man also nachvollziehen, woher die Eier stammen. Bei Flüssig- und Trockeneiern können Rückverfolgbarkeitsstandards wie jener der Agrovet Aufschluss über die Herkunft der Eier geben. Schwierig wird es bei Produkten, in denen die Eier bereits verarbeitet wurden. Ob Pasta, Saucen oder Kuchen – überall können sich Käfigeier verstecken.

In diesem Zusammenhang ist laut VIER PFOTEN die Absicht der Stadt Wien, in Zukunft Bodenhaltung nur mehr in den höchsten Verarbeitungsstufen zu erlauben, sehr zu begrüßen. „Die Stadt Wien will sich hier klar zu höheren Tierschutzstandards bekennen. VIER PFOTEN appelliert auch an die restlichen Bundesländer, in dieser Hinsicht aktiv zu werden. Die öffentliche Hand sollte eine Vorbildfunktion für den privaten Sektor darstellen und dabei höhere Qualitäts- und Tierschutzstandards fördern“, fasst es Pluda zusammen.

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Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.at