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Ponykarussell: VIER PFOTEN fordert hacklerregelung für pferde

27.1.2017

Schicksal der Tiere nach 31. Jänner noch immer ungewiss

Jänner schließt das Ponykarussell im Wiener Prater ganz offiziell seine Pforten. VIER PFOTEN war an dieser Entwicklung maßgeblich beteiligt. Die Tierschützer und mit ihnen Tausende von Unterstützern fordern nun Klarheit. Zuletzt hieß es von Seiten der Betreiber, dass ein Großteil der Pferde auf der betriebseigenen Reitbahn im Prater weiter arbeiten soll. Für VIER PFOTEN ist das nicht akzeptabel. Die Tierschutzorganisation setzt sich für eine „Hacklerregelung“ für die Ponykarussell-Pferde ein.

„Wir möchten uns noch einmal bei der Prater GmbH bedanken, die sich für die Schließung eingesetzt hat. Das ist ein großartiger Erfolg für den Tierschutz“, sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich-Büros von VIER PFOTEN. „Gleichzeitig möchten wir aber darauf hinweisen, dass laut unserer letzten Information nur zwei von insgesamt zwölf ehemaligen Karussell-Pferden in den Ruhestand geschickt werden. Das wäre schlicht ein Skandal und ein Bruch der Vereinbarung“. Bei den Gesprächen zwischen VIER PFOTEN und den Betreibern des Karussells im Frühjahr 2016 war ursprünglich von acht bis zehn Tieren die Rede gewesen. Auch die Prater GmbH sprach damals in einer Aussendung von einem „wohlverdienten Ruhestand“ für die Ponys. Nachdem die Betreiber vor einigen Monaten die Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN beendet hatten, sind sie „abgetaucht“; es kamen von ihnen keine konkreten Informationen mehr über das Schicksal der Tiere. „Wir sehen alle Beteiligten in der Pflicht: Bis 31. Jänner, dem Auslaufen der Behördengenehmigung, erwarten wir uns einen konkreten Plan – im Sinne der Tiere“.

Unzählige Menschen haben in den letzten Wochen auf der Facebook-Seite von VIER PFOTEN nach der Zukunft der Pferde gefragt. Indra Kley: „Die Tiere waren jahrelang Stress und lauter Musik ausgesetzt. Dass sie in Pension gehen, ist ganz vielen Leuten auch außerhalb Wiens ein echtes Anliegen. Teilweise sind die Tiere auch sehr betagt und haben sich ihren Ruhestand verdient. Ein Umschulen auf die Reitbahn mit dem damit einhergehenden neuen Stress wäre einfach unanständig. Das würde den gesamten Prater in ein schiefes Licht rücken und auch der Stadt Wien nicht gut stehen.“

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
Seit 1988 setzt sich VIER PFOTEN dafür ein, dass Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Dafür betreibt die international tätige Stiftung mit Büros in 12 Ländern Aufklärungs- und Bildungsarbeit, nachhaltige Kampagnen sowie Lobbyarbeit. Im Fokus steht dabei die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutz-, Heim- und Wildtieren. In den VIER PFOTEN Schutzzentren finden Bären und Großkatzen aus schlechter Haltung ein tiergerechtes Zuhause.

www.vier-pfoten.at