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Tierschützer vereint gegen Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung

9.6.2017

Betäubungslose Ferkelkastration weiterhin zugelassen

Das Bündnis „FairFerkel“, zu dem sich VIER PFOTEN, UNITED CREATURES, WIENER TIERSCHUTZOMBUDSSTELLE und der Verband „pro tier“ zusammengeschlossen haben, lehnt die Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung entschieden ab. Die Kastration von Ferkeln ohne jegliche Betäubung weiterhin dauerhaft zuzulassen, ist für „FairFerkel“ inakzeptabel. Denn die vorgeschriebene Schmerznachbehandlung bedeutet keine Schmerzausschaltung beim eigentlichen Eingriff.

„Aus Tierschutzsicht ist nicht nachvollziehbar, warum gerade Schweine hier derart benachteiligt werden“, sagt Martina Pluda, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN. „Bei Pferden, Rindern, Schafen und Ziegen darf eine Kastration nur noch nach wirksamer tierärztlicher Betäubung und mit postoperativ wirksamer Schmerzbehandlung durchgeführt werden.“

Pluda weist auch darauf hin, dass die Novelle der 1. Tierhaltungsverordnung nicht mit den Tierschutzvertretern abgestimmt worden ist. „Alle Anregungen von Seite des Tierschutzes zur Verbesserung der Verordnung wurden vom zuständigen Ministerium ignoriert.“

82 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind laut einer von „FairFerkel“ in Auftrag gegebenen Integral-Umfrage für ein Verbot der Ferkelkastration ohne Betäubung. Integral hatte für die Studie im September 2016 insgesamt 500 Telefoninterviews mit Österreicher ab 14 Jahren durchgeführt.

Über VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz
VIER PFOTEN ist die globale Tierschutzorganisation für Tiere unter direktem menschlichem Einfluss, die Missstände erkennt, Tiere in Not rettet und sie beschützt. Die 1988 von Heli Dungler in Wien gegründete Organisation tritt für eine Welt ein, in der Menschen Tieren mit Respekt, Mitgefühl und Verständnis begegnen. Im Fokus ihrer nachhaltigen Kampagnen und Projekte stehen Streunerhunde und -katzen sowie Heim-, Nutz- und Wildtiere – wie Bären, Großkatzen, Orang-Utans und Elefanten – aus nicht artgemäßer Haltung sowie aus Katastrophen- und Konfliktzonen. Mit Büros in Australien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Kosovo, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, Südafrika, Thailand, der Ukraine, Ungarn, den USA und Vietnam sowie Schutzzentren für notleidende Tiere in zwölf Ländern sorgt VIER PFOTEN für rasche Hilfe und langfristige Lösungen. www.vier-pfoten.at