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Dogs for people

12.11.2017

Vom Streuner zum Therapiehund – ein VIER PFOTEN Projekt in Rumänien 

2004 starteten wir im Rahmen unserer Streunerhilfe in Rumänien mit einem ungewöhnlichen Projekt: Ehemalige Hunde von der Straße werden von Hundetrainern und Experten zu Therapie- und Rettungshunden ausgebildet, damit  war „Dogs for People“ geboren. Am 28.01.2016 wurde das Zentrum für tiergestützte Therapie in Bukarest offiziell eröffnet. Seither können Kinder mit Beeinträchtigungen dort von ehemaligen Streunerhunden und deren Hundeführern empfangen werden – und das völlig kostenlos für die kleinen Patienten, denn das Therapiezentrum ist zu 100 Prozent spendenfinanziert.

Unser Ziel ist es, die öffentliche Meinung zu Streunern in Rumänien nachhaltig zu ändern. Gleichzeitig möchten wir ehemals herrenlosen Hunden eine zweite Chance ermöglichen. Heute arbeiten unsere Therapiehunde gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen mit geistigen und physischen Behinderungen und besuchen Senioren in Altersheimen. 

Man möchte es vielleicht nicht glauben, aber gerade Streunerhunde eignen sich aufgrund ihres Charakters hervorragend als Therapiehunde. Ihre Eigenschaften wie Sensibilität, Verlässlichkeit und beeindruckendes Durchhaltevermögen machen sie zu perfekten Partnern. All unsere Hunde erfüllen die internationalen Anforderungen an Therapiehunde und bestanden die nationale Prüfung zum Begleithund.

Die Arbeit mit diesen Tieren erfordert ein umsichtiges und regelmäßiges Training durch professionell geschulte Hundetrainer sowie ein passendes Umfeld und eine spezielle Ausrüstung.

Wie wir helfen

Die spezielle Tier-Mensch-Beziehung macht den großen Erfolg tiergestützter Therapie aus: Ein Tier begegnet einem Menschen unvoreingenommen, daher kommunizieren Menschen mit geistiger Behinderung meist leichter mit einem Tier als mit einer Person.

Das Team arbeitet mit zwei Psychologinnen regelmäßig in mehreren Institutionen im Großraum Bukarest. Die Kinder und Jugendlichen, die an der tiergestützten Therapie teilnehmen, werden zweimal in der Woche eine Stunde von „ihrem“ Therapiehund und dem Hundetrainer besucht. Alle Treffen werden von ihren Betreuern überwacht. Die Patienten machen leichte Übungen mit dem Hund, sie lernen zum Beispiel, wie sie den Hund füttern und belohnen können. Durch die Entwicklung einer tiefen Beziehung zu dem Hund wird ihr Selbstbewusstsein gefördert und sie können besser mit Alltagssituationen umgehen.

Mehr Selbstvertrauen

Die Psychologen stellen einen deutlichen Fortschritt im Verhalten der Kinder und Jugendlichen fest, die Entwicklung der Patienten ist sehr positiv. Sie agieren mit mehr Selbstvertrauen, können sich besser konzentrieren, sind weniger aggressiv und nehmen ihre Aufgaben mit den Hunden sehr ernst. Umgekehrt wird den Hunden ein Ausmaß an Beachtung und Zuneigung zuteil, das sie nie erleben durften.

VIER PFOTEN ist die erste Organisation, die mit diesem Projekt die tiergestützte Therapie nach Rumänien gebracht hat. „Dogs for People“ ist die einmalige Chance zu zeigen, dass Streunerhunde eine wichtige Aufgaben erfüllen können.