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Bärin Lula aus Mossul lebt jetzt im Wildtierschutzzentrum Al Ma'wa in Jordanien

Tierschutzzentrum Al Ma'wa

Eine Kooperation von VIER PFOTEN und Princess Alia Foundation in Jordanien

In Kooperation mit unserem langjährigen Partner "Princess Alia Foundation (PAF)" errichteten wir von 2015 bis 2016 ein Wildtierschutzzentrum in Jordanien. Es bietet Tieren, die aus furchtbaren Haltungsbedingungen gerettet werden konnten, eine sichere Auffangstation.

Gerade größere Wildtiere wie Großkatzen und Bären, die nach einem Leben in menschlicher Obhut nicht mehr in die Wildnis entlassen werden können, brauchen viel Platz und artgemäße Gehegestrukturen, um ihre natürlichen Instinkte ausleben zu können.

Verlässlicher Partner in der Region

Die Princess Alia Foundation ist seit Jahren ein starker Partner in der Region. Es ist erfreulich, dass wir mit dem Aufbau des Al Ma’Wa Wildtierschutzzentrum nun noch mehr Tieren in Not helfen können. Eine wichtige Aufgabe ist auch die Aufklärungsarbeit zur Problematik des Wildtierhandels in Jordanien. Unterstützung für das Projekt kam außerdem vom Abu Dhabi Fund for Development (ADFD) und der Foundation 30 Millions d’Amis.

Rettung aus dem zerstörten Mossul

2017 konnten in einer dramatischen Rettungsaktion sieben Löwen, zwei Tiger und ein Braunbär aus dem völlig zerstörten Mossul gerettet und in einem aufwändigen Transfer in ihr neues, artgemäßes Zuhause gebracht werden.

Neun Gehege mit den höchsten Standards wurden errichtet und stellen den Tieren Wiesen, Wald, Bäume und Badeteiche zur Verfügung. Das gesamte Zentrum wird außerdem in einer weiteren Bauphase auf 140 Hektar ausgebaut. Damit gibt es kein anderes Wildtierschutzzentrum vergleichbarer Größe in der Region.

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Berührende Einzelschicksale

Alle Erstbewohner des Wildtierschutzzentrums haben eine berührende Geschichte. Sie stammen aus illegaler Privathaltung, wurden in Zoos als Besucherattraktion missbraucht und fristeten ihr Dasein vor ihrer Rettung in winzigen Gehegen ohne angemessene Nahrung oder medizinische Versorgung. Bär Balou ist dafür ein trauriges Beispiel: Er wurde von Zoo zu Zoo weitergegeben, bevor er schließlich gerettet und ins Al Ma’wa New Hope Centre gebracht werden konnte. Dort traute er sich lange nur in der Nacht aus seinem Innengehege heraus. Erst nach intensiver Rehabilitierungsarbeit legte er sein stereotypes Verhalten ab und gewöhnte sich auch in seinem Außengehege ein. Im Al Ma’wa Wildtierschutzzentrum hat er jetzt die Chance, in seinem großen neuen Gehege sein natürlich Verhalten wiederzuentdecken und kann sogar seine eigene Winterhöhle graben.