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grosskatzen im Zoo

14.11.2017

Problemfeld Osteuropa

Zoos bieten Menschen seit Jahrhunderten die Möglichkeit, gefährliche oder scheue Wildtiere aus nächster Nähe zu beobachten. Zoos im westlichen Europa halten sich bereits seit Jahrzehnten an die von der EU durchgesetzten hohen Standards in der Haltung von Wildtieren wie etwa Elefanten, Löwen, Tigern etc. Leider müssen nach wie vor Wildtiere in Zoos in Osteuropa auf kleinstem Raum unter furchtbaren Zuständen zusammengepfercht leben.

Die Problematik: Zoos in Osteuropa

Seit 1992 gelten für Zoos in Europa besonders hohe Standards für die Haltung von Wildtieren. Und obwohl sämtliche Zoos in der Europäischen Union an diese Richtlinien gebunden sind, ist es auch viele Jahre nach Inkrafttreten noch immer schwer, die EU-Vorgaben in allen Mitgliedsstaaten durchzusetzen. Das liegt häufig an den lokalen Behörden, die die EU-Richtlinien je nach Ermessen in ihrem Land durchführen. Auch fehlt es vielfach an Know-how im eigenen Land. Weiterbildungsmöglichkeiten für die Zoo-Mitarbeiter werden in den meisten Fällen nicht angeboten. Dies führte dazu, dass viele Zoos in Osteuropa ihre Lizenz, Wildtiere, wie Löwen, Tiger, Geparden und Co zu halten, verloren haben. Manche Zoos sind bereits seit Jahren geschlossen. Die Tiere aber sind immer noch dort und leiden.

was sie tun können

  • Besuchen Sie keine schlecht geführten Zoos und Tierparks! Überlegen Sie genau, welchen Zoo Sie durch Ihren Eintritt unterstützen möchten.
  • Betrachten Sie auch gemeinsam mit Ihren Kindern die Tierhaltung in Zoos mit einem kritischen Blick.
  • Kritisieren Sie unzulängliche Haltungsbedingungen direkt beim Zoobetreiber.
  • Informieren Sie sich über Artenschutz-Projekte, die Tiere in ihren Herkunftsländern schützen, und fördern Sie diese.
  • Bevorzugen Sie zoologische Einrichtungen, die auf Exoten verzichten und sich auf heimische Wildtiere oder seltene Nutztierrassen beschränken.