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wird Europa Pelzfrei?

28.10.2017

Über die aktuelle Situation der Pelztiere in Österreich, Deutschland und der Schweiz

In Österreich, nicht zuletzt auch dank der Arbeit von VIER PFOTEN, sind Pelzfarmen bereits seit 2004 gesetzlich verboten. Global betrachtet sind die meisten Pelztiere jedoch gar nicht oder völlig unzureichend geschützt. Der Europarat hat eine 1999 eine Empfehlung für Pelztiere in Farmen verabschiedet. Aus Tierschutzsicht ist sie allerdings völlig ungenügend, da die Käfighaltung auf engstem Raum zulässig bleibt. Auch Drahtgitterböden und fehlende Kletter-, Grabe- oder Bademöglichkeiten werden toleriert. In vielen EU-Staaten existieren keine weiteren Vorschriften für Pelzfarmen. Umso erfreulicher ist es, dass immer mehr Länder mit gutem Beispiel voran gehen Pelztiere durch strengere nationale Regelungen schützen oder Pelzfarmen ganz verbieten.

Wann wird Europa endlich pelzfrei? VIER PFOTEN gibt einen Überblick über die Situation der Pelztiere in Österreich, Deutschland und der Schweiz – und weitere Erfolge im Kampf gegen die tierquälerische Pelztierhaltung.

Pelztierhaltung in EUropa:
Übersicht der Erfolge

  • Österreich,Großbritannien, Kroatien, Slowenien, Bosnien und Herzigowina, Serbien und Mazedonien haben Pelzfarmen gesetzlich verboten.
  • Das Schweizer Tierschutzgesetz schreibt vor, dass Wildtiere wie Nerze und Füchse unter Zoostandards gehalten werden müssen. Diese Anforderungen sind so hoch, dass die Schweiz schon lange frei von Pelzfarmen ist.
  • In Tschechien tritt ein Pelzfarmverbot in 2019 in Kraft, in Norwegen in 2025.
  • In den Niederlanden, dem zweitgrößten Nerzproduzent in Europa, ist das Halten von Chinchillas und Füchsen bereits verboten. Die letzten Nerz-Farmen werden in 2024 schließen. 
  • Im März 2019 wurde bekannt, dass auf der letzten deutschen Pelzfarm in Rahden (NRW) keine Tiere mehr gehalten werden. Auch wenn die Farm noch nicht bei den lokalen Behörden abgemeldet wurde, ist davon auszugehen, dass auf Grund der ab 2022 geltenden hohen gesetzlichen Auflagen keine neuen Tiere mehr eingesetzt werden. Die vorletzte Farm in Döhlen (Sachsen) wurde bereits im Jahr 2018 geschlossen.

  • In der EU sind Import und Handel mit Robbenfellen, sowie Hunde- und Katzenfellen inzwischen verboten. Leider kommen diese als „Kunstpelze fehlgekennzeichnet doch in den Handel.

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