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„Tierschutz-kontrolliert“-Richtlinien

24.10.2017

VIER PFOTEN hat den höchsten Standard zur Kennzeichnung von Fleisch aus artgemäßer Tierhaltung

Durch das strenge Zertifizierungssystem erfahren Nutztiere deutlich bessere Bedingungen bei Haltung, Transport und Schlachtung. Aber auch die Konsumenten profitieren davon: Das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel garantiert ihnen eine Herkunft und Qualität, der sie trauen können. Da auch schrittweise Verbesserungen wertvoll sind, wird das „Tierschutz-kontrolliert“-Gütesiegel in zwei Stufen vergeben. 

In Betrieben, die mit dem VIER PFOTEN „Tierschutz-kontrolliert„“-Gütesiegel in Silber ausgezeichnet werden, wird bereits viel für den Tierschutz und die Verbesserung der Haltungs- und Lebensbedingungen getan. Die Premiumstufe Gold garantiert einen besonders hohen Standard artgemäßer Tierhaltung.

Gütesiegel in Silber und Gold

Die Einstiegsstufe (Silber) steht für folgende Verbesserungen gegenüber der konventionellen Haltung: mehr Platz für die Tiere, strukturierte Ställe, Tageslicht und Frischluft, strenge Vorgaben für Transport und Schlachtung. Die Einstiegsstufe ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, mit dem wir Millionen Tieren in der konventionellen Landwirtschaft helfen können.

Die Premiumstufe (Gold) steht für einen sehr hohen Standard artgemäßer Tierhaltung. Die Tiere haben noch mehr Platz, Auslauf im Freien und je nach Tierart Weidegang. Darüber hinaus gibt es auch Vorgaben für die Zucht. Die Anforderungen an Transport und Schlachtung sind für beide Stufen gleich streng.

Kriterien für Rinder in der Übersicht
 

 

„Silber“

 

 „Gold“

 

 

FREILANDHALTUNG: Im Sommerhalbjahr wird den Mastrindern mindestens Halbtagesweide angeboten.
MEHR PLATZ: Die Mastrinder haben deutlich mehr Platz als gesetzlich vorgesehen. Je nach Gewicht der Tiere müssen vorgegebene Bewegungs- und Liegeflächen angeboten werden.
KEINE ANBINDEHALTUNG, die laut Gesetz zulässig ist. Die Tiere haben so mehr Bewegungsmöglichkeiten im Stehen oder Liegen. Zudem wird Sozialverhalten ermöglicht.
BEHUTSAMKEIT BEI KASTRATION UND ENTHORNUNG: nur mit Betäubung, Schmerzausschaltung und nachträglicher Schmerzbehandlung.
KEINE VORBEUGENDE VERABREICHUNG VON ANTIBIOTIKA, um „Hochleistungskühe“ zu erzeugen.
KURZE TRANSPORTWEGE: Die Tiere dürfen nicht länger als vier Stunden transportiert werden.
SICHERE BETÄUBUNGSVERFAHREN: Nur, bestimmte, tierschonende und vor allem auch sichere Verfahren werden bei der Schlachtung zugelassen.
ÜBERKONTROLLEN ZUM WOHL DER TIERE: Bei den Kontrollen wird nicht nur der Stall kontrolliert, sondern auch das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand der Tiere.
SCHLACHTBANDKONTROLLEN: Auch am Schlachtband werden die Tiere noch auf ihren Zustand hin überprüft. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf die Haltung im Betrieb.
 MUTTERKUHHALTUNG ODER AMMENKUHHALTUNG: Die Kälber bleiben nach der Geburt bei der Kuh, werden gesäugt und leben im natürlichen Herdenverband.
 KEINE ENTHORNUNG: Die Tiere behalten ihre Hörner und nutzen diese artgemäß als natürliches und wichtiges Merkmal in der Rangfolge-Bestimmung.
 FREIER AUSLAUF: Permanenter Zugang zu einem befestigten Auslauf an frischer Luft erhöht die Lebensqualität der Tiere.
 

EINGESTREUTE LIEGEFLÄCHEN: Die Tiere können sich hinlegen und ihre Gliedmaßen entspannen. Ihre Klauen können abtrocknen, was sich positiv auf die Tiergesundheit auswirkt.