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End the Cage Age Zeitleiste

Fast 1,4 Millionen Bürger:innen haben dazu aufgerufen, die Käfighaltung von Nutztieren in Europa zu beenden

Die Realität der Käfighaltung ist eine groß angelegte Tierquälerei, die weit über unsere Vorstellungskraft hinausgeht. Verängstigt, missbraucht und gestresst fristen die Tiere in Käfigen ein oft kurzes und extrem elendes Leben. Vom Käfig bis zur Schlachtung sehen viele von ihnen nie das Tageslicht. In ihren schmutzigen, beengten Käfigen haben sie kaum Platz, um sich zu bewegen, ihre Beine oder Flügel auszustrecken, und viele Käfigtiere müssen um den wenigen Platz kämpfen, der ihnen zur Verfügung steht. In vielen Betrieben findet man Tiere, die tot neben ihren verängstigten lebenden Artgenossen liegen, was nicht nur eine Gefahr für die Gesundheit darstellt, sondern auch die Unmenschlichkeit dieser Praxis beweist.

Über die Europäische Bürgerinitiative (EBI)

Die Initiative "End the Cage Age" ("Beendet das Käfigzeitalter") fordert ein Verbot jeglicher Käfighaltung und den Übergang zu käfigfreien Lösungen - die Europäische Bürgerinitiative erhielt eine noch nie dagewesene öffentliche Unterstützung. Am 11. September 2019 wurde die EU-Petition offiziell geschlossen, und nach der erforderlichen Validierung der Unterschriften haben fast 1.400.000 Bürger:innen gegen Käfige unterschrieben! Bei der Anhörung schlossen sich Abgeordnete aller Fraktionen der Initiative an und forderten ein käfigfreies Europa. In der Europäischen Union sind heute noch 180 Millionen Hühner, 112 Millionen Kaninchen, 40 Millionen Enten und Gänse, 10 Millionen Schweine und 1,2 Millionen Kälber in Käfigen eingesperrt, aber wenn die EBI Erfolg hat, wird dies nicht mehr lange der Fall sein.

Zeitleiste der EBI

Die schrittweise Abschaffung der Käfighaltung von Nutztieren in Europa

2026

8. September: VIER PFOTEN übergibt einen von mehr als 280 Organisationen unterzeichneten gemeinsamen Brief

Die Koalition übergibt vor der Europäischen Kommission einen offenen Brief, in dem sie dringende Gesetzesvorschläge für alle in der EU noch in Käfigen gehaltenen Nutztiere fordert. Lesen Sie die Pressemitteilung.

22. Juli: Aktion in Berlin

Mit einer Protestaktion und Redebeiträgen vor der Vertretung der Europäischen Kommission am Brandenburger Tor hat VIER PFOTEN, gemeinsam mit vier der Bündnispartner-Organisationen, die Europäische Kommission dazu aufgefordert, den Ausstieg aus der Käfighaltung von Tieren in der Landwirtschaft endlich einzuleiten. VIER PFOTEN überreichte einen offenen Brief an eine Vertreterin der Europäischen Kommission in Deutschland. 

23. Juni: Aktion in Wien

Als Mitglieder der „End the Cage Age“-Koalition forderten VIER PFOTEN Österreich und der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) die EU-Kommission auf, ihr Versprechen zur Überarbeitung der EU-Tierschutzgesetzgebung endlich einzulösen. Gemeinsam erinnerten wir am Stephansplatz in Wien und vor dem Haus der EU, mit informativen Schildern und einer großen Countdown-Tafel daran, dass die EU-Kommission vor fünf Jahren zugesagt hat, die Käfighaltung sogenannter Nutztiere EU-weit zu beenden. Die entsprechenden Gesetzesentwürfe erwarteten wir zu dem Zeitpunkt in spätestens 100 Tagen. 

25. März: World Cage Free Day

Gemeinsam mit unseren Bündnispartner:innen feierten wir in Brüssel den World Cage Free Day. Vor dem Gebäude der Europäischen Kommission unterstützten Landwirt:innen aus der Freilandhaltung die Forderung nach einem Verbot der Käfighaltung und zeigten, dass eine tiergerechte, käfigfreie Haltung erfolgreich umgesetzt werden kann.
 
Mit ihrer Teilnahme machten sie deutlich, dass es keinen sachlichen Grund für weitere Verzögerungen bei der Abschaffung der Käfighaltung gibt. Auf Videoleinwänden wurden Filme gezeigt, die die Bedingungen in der Käfighaltung den Alternativen der Freilandhaltung gegenüberstellten. Zudem hielten die anwesenden Landwirt:innen aus verschiedenen EU-Mitgliedstaaten Reden und erläuterten, welche Anforderungen erfüllt werden müssen, um den Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden.
 
Von diesem Tag an begann ein Countdown von 190 Tagen bis zum Beginn des vierten Quartals 2026 (Q4 2026) – dem Zeitraum, in dem die Europäische Kommission die seit Langem angekündigten Gesetzesvorschläge zum Verbot der Käfighaltung vorlegen sollte.

5. März: Ein beispielloser Gerichtsfall

Nachdem die Europäische Kommission die angekündigten Gesetzesvorschläge bis Ende 2023 nicht vorgelegt hatte, leitete das Bürgerkomitee hinter der Europäischen Bürgerinitiative (EBI) „End the Cage Age“ ein historisches Gerichtsverfahren gegen die Kommission ein.
 
Es handelt sich um das erste Mal in der Geschichte der Europäischen Union, dass die Europäische Kommission wegen Untätigkeit nach dem erfolgreichen Abschluss einer Europäischen Bürgerinitiative vor Gericht gebracht wird.
 
Am 5. März 2026 fand vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) eine öffentliche Anhörung statt. Dabei wurde die Kommission aufgefordert, endlich einen konkreten Zeitplan sowie Gesetzgebungsvorschläge zur Abschaffung der Käfighaltung vorzulegen.
 
Ein Urteil des Gerichts steht derzeit noch aus. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich zahlreiche Unterstützer:innen, um deutlich zu machen, dass sich die Bürger:innen weiterhin für den Schutz von Tieren und für demokratische Mitbestimmung einsetzen werden, bis konkrete Maßnahmen ergriffen werden.

Februar: Öffentliche Konsultation 

An der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission zum Thema Tierschutz beteiligten sich rund 190.000 Bürger:innen der EU – ein überwältigendes Zeichen für das öffentliche Interesse an einer Verbesserung der Haltungsbedingungen von Tieren.
 
Die Ergebnisse zeigen, dass 98 bis 99 Prozent der Teilnehmenden ein Ende der Käfighaltung für Legehennen, Schweine, Kälber, Junghennen, Zuchtgeflügel, Kaninchen, Enten und Gänse befürworten. Ebenso sprach sich die große Mehrheit für ein Ende der grausamen Praxis aus, männliche Eintagsküken nach dem Schlüpfen zu töten.
 
Selbst unter Unternehmen und Verbänden teilte etwa die Hälfte der Befragten diese Auffassung und unterstützte strengere Tierschutzstandards.
 
Die Europäische Kommission ist nun aufgefordert, diesen klaren Rückhalt in der Bevölkerung in konkrete Maßnahmen umzusetzen und Gesetzesvorschläge vorzulegen, die die Käfighaltung verbieten und tiergerechte Haltungsbedingungen verbindlich vorschreiben.

2024–2026: Die Mitgliedstaaten setzen sich weiterhin für Fortschritte ein

Mehrere EU-Mitgliedstaaten, darunter Slowenien, Deutschland, Frankreich, Schweden, Dänemark, Tschechien, Luxemburg und die Niederlande, fordern die Europäische Kommission weiterhin öffentlich auf, die angekündigten Reformen im Bereich des Tierschutzes umzusetzen. Diese Forderungen werden insbesondere im Rahmen der Treffen der EU-Landwirtschaftsminister:innen regelmäßig vorgebracht.
 
Der zunehmende Druck seitens der nationalen Regierungen verdeutlicht, dass ein Verbot der Käfighaltung nicht nur dem Wunsch vieler Bürger:innen entspricht, sondern auch eine gemeinsame Priorität zahlreicher Mitgliedstaaten der Europäischen Union darstellt.
 
Diese anhaltende Unterstützung auf Ebene der Mitgliedstaaten unterstreicht die Erwartung, dass die Europäische Kommission ihre Zusagen einhält und die seit Langem angekündigten Reformen der EU-Tierschutzvorschriften vorantreibt.

2024–2025: Erneuerte Zusagen

Nach den EU-Wahlen im Juni 2024 kündigte der neue EU-Kommissar für Tierschutz, Oliver Várhelyi, an, dass die Europäische Kommission die angekündigte Reform des Tierschutzrechts ab Herbst 2026 schrittweise vorlegen werde.
 
Das Bekenntnis der neuen Kommission zur Überarbeitung der veralteten Tierschutzvorschriften wurde zudem in ihrer im Februar 2025 veröffentlichten „Vision für Landwirtschaft und Ernährung“ erneut bekräftigt: 
 
„Schließlich prägen neue gesellschaftliche Erwartungen an Lebensmittel zunehmend das Verbraucherverhalten, insbesondere im Hinblick auf den Tierschutz und die Herkunft von Produkten ... Um darauf zu reagieren, wird die Kommission einen engen Austausch mit Landwirten, der Lebensmittelkette und der Zivilgesellschaft führen und auf dieser Grundlage Vorschläge zur Überarbeitung der bestehenden Tierschutzgesetzgebung vorlegen, einschließlich ihrer Verpflichtung, die Käfighaltung schrittweise abzuschaffen ...“
 
Trotz der bisherigen Verzögerungen hat die Kommission damit ihre Absicht bekräftigt, die bestehenden Tierschutzvorschriften zu modernisieren und die bereits angekündigte schrittweise Abschaffung der Käfighaltung weiterzuverfolgen.

2023

Dezember: Zwei Gesetzgebungsvorschläge

Anstelle der angekündigten umfassenden Überarbeitung der EU-Vorschriften zum Wohlergehen von sogenannten Nutztieren – einschließlich der Regelungen zu Haltungsbedingungen, Transport und Schlachtung – legte die Europäische Kommission lediglich einen der angekündigten Gesetzgebungsvorschläge für landwirtschaftlich genutzte Tiere vor: eine Überarbeitung der Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport.
 
Darüber hinaus präsentierte sie einen Vorschlag zum Wohlergehen von Hunden und Katzen sowie zu deren Rückverfolgbarkeit. Die Bestimmungen zu Hunden und Katzen waren ursprünglich als Teil der überarbeiteten Vorschriften für zu landwirtschaftlichen Zwecken gehaltene Tiere vorgesehen.
 
Seit Dezember 2023 gibt es keine Anzeichen für Fortschritte bei der Vorlage überarbeiteter Vorschriften für die übrigen unter diese Richtlinie fallenden Tierarten, zu denen auch ein Verbot der Käfighaltung gehören würde. Ebenso sind keine Fortschritte bei den Regelungen zur Schlachtung oder zur Kennzeichnung von Tierschutzstandards erkennbar.

Oktober: Gesetzesrevision zur Käfighaltung auf Eis gelegt!

Die Kommission hat versprochen, bis Ende 2023 Vorschläge zur "Beendigung des Käfigzeitalters" vorzulegen, die den Forderungen von 1,4 Millionen europäischen Bürgern entsprechen. Dennoch schrieb der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Maroš Šefčovič, Anfang Oktober an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und wies darauf hin, dass die Europäische Kommission ihre Gesetzesreformen zum Tierschutz nicht vollständig umsetzen wird.
 Nur einer der 4 Gesetzgebungsvorschläge wird in diesem Jahr umgesetzt werden. Wir müssen sicherstellen, dass die Kommission weiß, dass dies inakzeptabel ist! Millionen von europäischen Bürgern haben Veränderungen gefordert, und jetzt muss die Kommission ihr Wort halten. Lassen Sie die Kommissionspräsidentin wissen, dass wir auf sie warten, indem Sie ihr jetzt eine Nachricht schicken!

Schweine zusammengepfercht in einem kleinen Käfig

Ein Legislativvorschlag der Kommission wird für die zweite Hälfte des Jahres 2023 erwartet

Drei wichtige EU-Rechtsvorschriften, die sich auf den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere in der EU auswirken, werden derzeit überarbeitet, und eine vierte wird von der Europäischen Kommission neu erarbeitet. Nun, da die Überarbeitung im Gange ist, müssen wir sicherstellen, dass die neue Gesetzgebung tatsächlich die Käfighaltung beendet und darüber hinaus Folgendes vorsieht: Die Festlegung von hohen Standards für den Tierschutz in der Landwirtschaft und einen Rahmen für die künftige Nutztiergesetzgebung in der Europäischen Union.

2022
Hühner in dunklen und winzigen Käfigen

September – Käfighaltung bleibt auf der Tagesordnung: Kommission veröffentlicht Fitness-Check der EU-Tierschutzvorschriften

Im September 2022 wurde der Fitness-Check abgeschlossen. Die Ergebnisse bestätigten die Notwendigkeit einer Überarbeitung und Modernisierung der EU-Tierschutzvorschriften und lieferten eine Grundlage für diese Überarbeitung. Die Komponenten des Fitness-Checks waren ein Fahrplan für die anfängliche Folgenabschätzung mit den politischen Optionen, die in der Folgenabschätzung untersucht werden sollten. Er deckte vier Bereiche des Tierschutzes ab: im landwirtschaftlichen Betrieb, beim Transport, bei der Schlachtung und bei der Tierschutzkennzeichnung. Anschließend wurde von Oktober 2021 bis Januar 2022 eine öffentliche Konsultation durchgeführt, um die Meinungen und Erfahrungen von Bürgern und Interessengruppen zur Zweckmäßigkeit der derzeitigen Vorschriften und zu deren Verbesserung einzuholen. Nahezu 60.000 Bürger und Interessengruppen beteiligten sich an der von der Kommission initiierten öffentlichen Umfrage. Der Eignungscheck ergab, dass das Tierschutzniveau in der EU immer noch nicht optimal ist und dass die Durchsetzung der geltenden Vorschriften nicht ausreicht, um das von den Bürgern erwartete Tierschutzniveau zu gewährleisten. Die Website der Bürgerbefragung zeigt, dass 92% der Befragten glauben, dass die derzeitigen Rechtsvorschriften keinen angemessenen und einheitlichen Schutz für alle bedürftigen Tierarten gewährleistet.

2021
Kalb in einer dunklen Box

Wichtige EU-Mitgliedstaaten unterstützen Verbot von Käfigen für Nutztiere: Positionspapier zur Überarbeitung der Tierschutzvorschriften verfasst

Das Positionspapier, dass von den Regierungen von Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden vorgelegt wurde, wurde im AGRIFISH-Ausschuss erörtert und fordert die Europäische Kommission auf, bei der Überarbeitung der Rechtsvorschriften zum Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere im Rahmen des anstehenden Fitness-Checks eine Reihe von Anliegen zu berücksichtigen.

Schaf auf einem Lebendtiertransport

EU-Kommission setzt sich für ein Verbot von Käfigen in der EU ein!

Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) End the Cage Age war erfolgreich, und die Europäische Kommission versprach, die Käfighaltung in der gesamten EU schrittweise abzuschaffen, wobei die überarbeiteten Rechtsvorschriften spätestens 2027 in Kraft treten sollen.
 
Die Kommission wird bis Ende 2023 einen Vorschlag für die schrittweise Abschaffung der Käfige vorlegen. Ein Verbot von Käfigen soll 2027 in Kraft treten. Es werden Strategien entwickelt, um Landwirte und Erzeuger bei der Umstellung von der Käfighaltung zu unterstützen.

Kaninchen in kleinen Käfigen

Entschließungsantrag des Europäischen Parlaments: Nicht bindende Entschließung angenommen, da 558 Abgeordnete für ein Ende der Verwendung von Käfigen gestimmt haben 

Als Antwort auf über eine Million europäischer Bürger, die ein Ende der Käfighaltung in der Europäischen Bürgerinitiative forderten, stimmte das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit für ein Verbot der Käfighaltung in der Tierhaltung bis 2027.
 Für das Verbot stimmten 558 Abgeordnete des Europäischen Parlaments, 37 stimmten dagegen und 85 enthielten sich der Stimme. Stella Kyriakides, EU-Kommissarin für Lebensmittelsicherheit, sagte: "Unsere Regeln müssen sich ändern, und das ist eine sehr klare Forderung unserer Bürger".

Milchkühe in der Massentierhaltung

Großer Erfolg für die Europäische Bürgerinitiative "End the Cage Age"

Das Europäische Parlament hat eine Resolution zur Europäischen Bürgerinitiative (EBI) "Beendet das Käfigzeitalter" verabschiedet und übt damit weiteren Druck auf die Europäische Kommission aus, die Tierschutzstandards in der EU zu verbessern. Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments schließen sich 1,4 Millionen EU-Bürgern, über 170 Organisationen, Wissenschaftlern und prominenten Persönlichkeiten an, die ein Ende der Käfighaltung von Tieren in der EU fordern.

2020
Intensive Haltung von Schweinen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Ein historischer Moment für die Tiere

Am Welttag der Nutztiere (2. Oktober) wurde die Europäische Bürgerinitiative mit insgesamt 1.397.113 validierten Unterschriften aus ganz Europa (die 1-Million-Grenze wurde überschritten) beim Europäischen Parlament eingereicht. Dies ist die dritthöchste Unterschriftenzahl in der Geschichte der Europäischen Bürgerinitiativen.

2018
Schweine in der Massentierhaltung

Start der Europäischen Bürgerinitiative End the Cage Age

VIER PFOTEN schließt sich mit über 100 anderen Tierschutz- und Umweltorganisationen zusammen, um die Kampagne End The Cage Age ins Leben zu rufen. 

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