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Tiere sind keine Geschenke

Das Verschenken von Hunden, Katzen und anderen Tieren birgt das Risiko, dass sie in Tierheimen landen

9.11.2021

Jedes Jahr - vor allem zur Weihnachtszeit - werden Hunde, Katzen, Kaninchen und andere kleine Säugetiere verschenkt. Dies sollte nicht mit empfindungsfähigen Lebewesen geschehen! Denn allzu oft werden sie nach den Festtagen ausgesetzt oder an Tierheime weitergegeben.

Tiere sind Geschenke im tieferen Sinn

In einem tieferen Sinne können Haustiere als Geschenk betrachtet werden. Sie bereichern unser Leben und bereiten uns große Freude. Doch auch wenn das Leben mit einem Haustier ein Geschenk sein kann, sollte man einen Hund, eine Katze oder ein Meerschweinchen nicht verschenken, ohne es vorher gründlich zu durchdenken. 

Dies gilt insbesondere, wenn es sich bei den Beschenkten um Kinder handelt, die sich der Verantwortung, die mit der Pflege eines Tieres verbunden ist, möglicherweise nicht bewusst sind. Obwohl Kinder eine emotionale Bindung zu Tieren empfinden, sind sie in der Regel nicht in der Lage, die volle Verantwortung für ihre Pflege und ihr Wohlergehen zu übernehmen. Auch wenn viele Eltern ein Haustier für ein tolles Geburtstags- oder Urlaubsgeschenk halten, verlieren viele Kinder nach kurzer Zeit das Interesse an dem Tier.

Haustiere sind eine langfristige Verpflichtung - bis zu 20 Jahre Verantwortung!

Ein Tier ist kein lebloses Objekt - es ist ein lebendiges, empfindungsfähiges Wesen mit eigenen Bedürfnissen, die sich von Art zu Art und von Rasse zu Rasse unterscheiden. Neue Besitzer müssen sich langfristig verpflichten, diese Bedürfnisse für die gesamte Lebenszeit des Tieres zu erfüllen (bis zu 14 Jahre für einen Hund und bis zu 20 Jahre für eine Katze).

Sind Sie Bereit für die Bedürfnisse ihres Haustiers?

  • Eine ausgewogene und artgemäße Ernährung
  • Ein angepasstes Maß an Beschäftigung und Bewegung
  • Regelmäßige Tierarztbesuche
  • Lebenslange finanzielle Sorge
  • Zeit zum Spielen und Trainieren
  • Akzeptanz der möglichen Einschränkungen und Auswirkungen auf den eigenen Lebensstil
  • Wissen über die besonderen Bedürfnisse von dem Tier

Lesen Sie mehr über die verantwortungsvolle Tierhaltung.

Ein Haustier ist keine gute Überraschung

Verschenken Sie kein Tier! Vor allem nicht als Überraschung. Sprechen Sie zuerst mit den zukünftigen neuen Besitzern, ob sie sich ein Leben lang um das Tier kümmern wollen und können. Wenn Sie ein Tier verschenken, vertrauen Sie jemanden ein Leben an - und mit diesem Leben kommt eine große Verantwortung.

Nur wenn man sich diese Fragen genau überlegt, kann man verhindern, dass ein gut gemeintes Geschenk zu einem weiteren ungewollten Haustier wird. Wenn etwas schief geht, könnten sich neue Tierhalter überfordert fühlen. Im schlimmsten Fall wird das Tier sogar unter Vernachlässigung oder Aussetzung leiden. Die ungewollten Haustiere könnten in Tierheimen abgegeben werden, die oft bereits völlig überfüllt sind.

Bewussst nicht schenken

Wenn Sie ein Tier verschenken wollen, dann beschenken Sie es sich selbst. Allerdings erst, nachdem Sie sich diese wichtigen Fragen gestellt haben:

  • Ist Ihnen bewusst, dass das heutige Energiebündel alt werden und altersbedingte Krankheiten haben wird?
  • Haben Sie ein ernsthaftes und dauerhaftes Interesse daran, einen tierischen Begleiter in "guten und schlechten Zeiten" zu pflegen und zu halten?
  • Sind Sie offen für tierbedingte "Schäden" wie zerkratzte Parkettböden oder Haare auf dem Sofa?
  • Können Sie finanziell, zeitlich und räumlich für das Tier sorgen?
  • Können Sie Ihr Leben dauerhaft mit einem Tier teilen, mit all seinen Aufgaben und Verpflichtungen?

fazit

Tiere dürfen nicht verschenkt werden, wenn für ihr lebenslanges Wohlergehen keine Garantie besteht. Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben und damit ein großes Paket an Verantwortung und Verpflichtung.

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