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Vorurteile über Tierheimtiere

29.10.2018

Über Tiere aus dem Tierheim gibt es so einige falsche Annahmen und Vorurteile. Wir klären 5 gängige Vorurteile auf.

Tierheime müssen sich ständig gegen Vorurteile und Irrglauben wehren. Diese haben starke Auswirkungen auf die Tiere in ihrer Verantwortung. Die meisten Irrtümer drehen sich um Alter und Gesundheit der Hunde, Katzen und Kleintiere. Die fatalen Folgen: Tierfreunde suchen erst gar nicht im Tierheim nach einem neuen Weggefährten. Wir klären jetzt die 5 verbreitesten Vorurteile über Tierheimtiere auf.

Vorurteil 1: Die Tiere sind alle krank.

Fakt ist: Gut geführte Tierheime legen besonders viel Wert auf die Gesundheit der Tiere und achten deshalb auf eine exzellente medizinische Versorgung ihrer Schützlinge. Die Tiere sind zum Abgabezeitpunkt meistens schon kastriert, geimpft, gechippt, entwurmt und gegen Flöhe und Zecken behandelt – das medizinische Starterpaket ist vollständig. Wenn Tiere im Tierheim krank sind, handelt es sich oft um jene, denen medizinisch nicht mehr geholfen werden kann, darunter fallen oft Krebs-Patienten.

Vorurteil 2: Die Tiere sind schlecht sozialisiert.

Fakt ist: Tierheime achten sehr auf eine gute Erziehung und Sozialisierung ihrer Tiere. Das erhöht ihre Adoptionschancen und erleichtert ihnen den Übergang in eine neue Familie.

Vorurteil 3: Alle Tiere im Tierheim sind alt.

Fakt ist: Nicht das Alter eines Tieres bestimmt, warum es in ein Tierheim gegeben werden musste. Es sind oft viele verschiedene Umstände. Das kann eine veränderte finanzielle Situation des früheren Halters sein, vielleicht dessen Tod oder einfach ein ungeplanter Wurf.

Vorurteil 4: Tierheimtiere haben alle Verhaltensprobleme.

Fakt ist: Die meisten Tiere wurden nicht abgegeben, weil sie verhaltensauffällig sind, sondern weil besondere Umstände dazu beitrugen. Nur wenige Hunde oder Katzen zeigen negative Verhaltensweisen. Diese sind gewöhnlich der schlechten Haltung geschuldet, aus der sie gerettet worden sind.

Vorurteil 5: Im Tierheim gibt es keine Rassehunde und -katzen.

Fakt ist: Selbst reinrassige Tiere werden in Tierheime abgegeben, weil es die Lebensumstände der früheren Halter so erfordern. In den USA sind Schätzungen zufolge 25% der Tierheimtiere reinrassig. Aufgrund des illegalen Welpenhandels sind in jüngerer Vergangenheit viele ganze Würfe reinrassiger Hunde in Tierheime abgegeben worden.

Fazit

Das sind nur einige der vielen Vorurteile und Irrglauben über Tiere in Tierheimen. Jeder Tierfreund ist eingeladen, sich selbst von den Hunden, Katzen und Kleintieren ein Bild zu machen. Das Personal wird Sie gerne davon überzeugen wollen und können, dass die Irrtümer über ihre Schützlingen wirklich nur Irrtümer sind.