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Katze (c) VIER PFOTEN

Tiere sind keine Geschenke

5.11.2018

Alle Jahre wieder weisen wir darauf hin, dass Tiere keine Geschenke sind. Denn nicht selten wandern sie nach den Feiertagen (wieder) in Tierheime.

Hund, Katze oder Meerschweinchen dürfen nicht unüberlegt als Geschenk überreicht werden. Auch wenn sie viel Freude bereiten, übernimmt man die Verantwortung für ein Leben und die volle Tragweite einer Tierhaltung. Besonders Kinder freuen sich über tierische Familienmitglieder, aber sie sind in der Regel nicht in der Lage vollständig die Verantwortung für Pflege und Wohlergehen eines Tiers zu übernehmen.

Je nach Spezies geht der frischgebackene Tierhalter eine jahrelange Verpflichtung ein, diesem Bedarf nachzukommen. Bei Hunden kann dies bis zu 12 Jahren und bei einer Katze bis zu 20 Jahren sein.

Sind Sie sich sicher?

Das müssen zukünftige Tierhalter bieten können

  • Eine ausgewogene und artgemäße Ernährung

  • Ein angepasstes Maß an Beschäftigung und Bewegung

  • Regelmäßige Tierarztbesuche

  • Lebenslange finanzielle Sorge

  • Raum und Zeit in seinem Lebensstil

  • Genug Reife, um vollständig die Verantwortung für ein Tier zu übernehmen

  • Wissen über die besonderen Bedürfnisse von dem Tier

  • Lebenslange Freude an dem Tier - auch im Alter

Bewussst nicht schenken

Wer ein Tier verschenken möchte, sollte es nach reiflicher Überlegung lieber sich selbst schenken. Man kann nur für sich selbst entscheiden, ob man

  • sein Leben dauerhaft mit einem tierischen Freund teilen möchte, mit allem, was es an Verantwortung und Verpflichtungen mit sich bringt,
  • die optimalen häuslichen, finanziellen, zeitlichen und gesundheitlichen Voraussetzungen hat,
  • offen ist für tierbedingte „Schäden“ wie zerkratzte Holzfußböden oder Haare auf dem Sofa,
  • das Wissen über die Spezies, Rasse des Tieres und dessen Haltungsbedingungen hat,
  • ein ernstes und dauerhaftes Interesse daran hat, sich um seinen tierischen Begleiter zu kümmern und zu ihm zu halten in „guten wie auch in schlechten Zeiten“ und
  • sich dessen bewusst ist, dass der Jungspund von heute später alt ist und altersbedingte Erkrankungen aufweisen wird.

Nur so wird vermieden, dass ein wohlgemeintes Tiergeschenk zu einem unerwünschten wird. Und es zu einer unschönen Entwicklung kommt: der Tierhalter ist überfordert und das Tier wird schlimmstenfalls vernachlässigt oder abgegeben.

fazit

Tiere dürfen nicht verschenkt werden, wenn für ihr lebenslanges Wohlergehen keine Garantie besteht. Wer ein Tier verschenkt, verschenkt ein Leben und damit ein großes Paket an Verantwortung und Verpflichtung.