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Hund beim Training (c) Africa Studio - stock.adobe.com

"Schwer Vermittelbare” Heimtiere

29.10.2018

Ihr Fell ist schwarz, sie sind blind, haben Behinderungen, sind alt oder haben besondere Bedürfnisse

Die Rede ist von „schwer vermittelbaren“ Tieren. Was hält Menschen davon ab, diese außergewöhnlichen Tiere zu adoptieren? Die Antworten sind Unwissenheit, Aberglaube und Vorurteile.

Schwer vermittelbare Heimtiere sind wunderbar und einzigartig

Tiere, die von der Gesellschaft als „schwer vermittelbar“ angesehen werden, sind genauso bezaubernd wie ihre „normalen“ Artgenossen. Sie können so viel Liebe geben und Hingabe zeigen, wie man es kaum vermutet. Sie verdienen es, dass man über ihren vermeintlichen „Makel“ hinwegsieht und auf ihr wundervolles Wesen schaut.


Angeblich schwer Vermittelbare Tiere sind einfach nur anders als die "Norm"
 

  • Tiere mit schwarzem Fell: Das “Black Dog Syndrome” beschreibt das Phänomen hinter der schwarzen Fellfarbe und deren Auswirkung auf die Adoptionschancen der Tiere. Schwarze Tiere werden in der Literatur und in Filmen oft mit dem Bösen, dem Negativen verbunden („Der Hund der Baskervilles“, „Die schwarze Katze“). Gerade im Zusammenhang mit schwarzen Katze steht die Farbe für Pech und Unheil. Sie werden in Tierheimen oft lange von potentiellen Haltern übergangen.

  • Senior Haustiere: Im Gegensatz zu ihren jüngeren Artgenossen haben die in die Jahre gekommenen Tiere geringere Adoptionschancen. Bedenken und Sorgen sind, dass alte Tiere öfter zum Tierarzt müssen, was entsprechende Kosten nach sich ziehen könnte. Vielleicht benötigen sie eine besondere Diät, was mehr Aufwand bedeutet. Sie könnten senil werden, was unliebsame Folgen wie Inkontinenz sich ziehen kann. Sie können plötzlich vieles nicht mehr, was früher normal war, so wie das Treppen steigen.

  • Tiere mit besonderen Bedürfnissen: Dazu gehören Tiere mit körperlichen Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder Verhaltensauffälligkeiten, die ständige Aufmerksamkeit oder besondere Sorgfalt erfordern. Es sind Tiere mit offensichtlichen physischen Unterschieden, wie zum Beispiel fehlende, deformierte oder gelähmte Gliedmaßen - oder solche mit funktionellen Einschränkungen, wie blinde oder gehörlose Tiere. Wieder andere können soziale oder andere Verhaltenseinschränkungen haben, einschließlich schwerer Trennungsangst oder extremer Situationsängste. Zuvor missbrauchte Tiere fallen ebenso in diese Kategorie.

Fazit

Ein wahrer Tierfreund setzt sich über all diese Bedenken hinweg und gibt einem „schwer vermittelbaren“ Tier eine Chance auf ein schönes Leben in dem Rahmen, wie es ihm möglich ist. Denn dieser Rahmen ist oft überraschend größer als man denkt.