Verhängnisvolle Dürre in Kenia: Hilfe dringend benötigt
Die schwerste Dürre seit einem Jahrzehnt gefährdet derzeit die Arbeit der mobilen VIER PFOTEN Tierklinik dramatisch – und damit Jahre des Engagements für die einzigartige Tierwelt in den Tasvo und Amboseli Nationalparks, in denen das Team von Dr. David Ndeereh tätig ist. Die angeschlossene Elefanten-Waisenstation, die von einem VIER PFOTEN Partner, der David Sheldrick Wildlife Stiftung geführt wird, beherbergt derzeit 28 Elefantenjunge: das ist das Doppelte der früheren Höchstauslastung. Zebras, Löwen, Gnus – und sogar Nilpferde und Krokodile – verenden zahlreich. VIER PFOTEN hat einen Katastrophenplan erstellt und sofort einen dringend benötigten Wasser-Transportwagen finanziert.
Mehr als sechzig Elefanten sind bereits bis Ende September der verheerenden Dürre zum Opfer gefallen. Nachdem die Elefantenpopulation aufgrund von illegaler Wilderei und schwachen Geburtsraten ohnehin schon zurückgeht wird die Situation nun alarmierend. Doch alle Spezies leiden gleichermaßen: viele Tiere sterben täglich weil kein Wasser mehr gefunden werden kann und die Vegetation völlig ausgetrocknet ist und keine Futteralternativen lässt. Der Teufelskreis geht weiter: die Krise hat auch die menschliche Bevölkerung erreicht – und damit die Fälle von Wilderei erhöht und dem illegalen Wildfleisch-Markt zu einem Boom verhilft.
Zusätzliches VIER PFOTEN Personal entsendet
VIER PFOTEN hat umgehend auf die Situation reagiert und weitere Mitarbeiter nach Kenia geschickt. Zudem wurde für die Eilanschaffung eines Bewässerungs-Trucks gesorgt, der dem Team vor Ort helfen wird, das Leid zu lindern in dem es Wasser in jene Gegenden der Reservate bringen kann, in dem es benötigt wird um die Elefanten und andere Wildtiere vor dem Austrocknen zu bewahren. Ein neues Bohrloch wird in Ithumba vorbereitet – einem Camp im Tsavo East Park – und eine weiteres entlang des Athi-Flusses: die dringende Wasserversorgung in einem Wettlauf mit der Zeit. Obwohl Trockenheit in Kenia bereits seit drei Jahre ein schwerwiegendes Problem ist, waren es vor allem die ausbleibenden, gewöhnlich starken, Regenfälle der Monate April und Mai, die die Katastrophe besiegelten.
Nothilfe wird geleistet
Mitglieder des VIER PFOTEN Teams versuchen nun alles um die Situation unter Kontrolle zu bekommen und so vielen Tieren wie menschenmöglich zu helfen. Der Einsatz wird weit über den Rahmen des fortgeführten Engagements der mobilen Tierklinik hinausgehen – Hilfe wird dringend benötigt um sicherstellen zu können, dass sich die kenianische Tierwelt von dieser Dürre erholt sobald sie vorüber ist. Bis dahin wird VIER PFOTEN mit zusätzlichem Personal in der Region vertreten sein und dabei auf die Erfahrung früherer Tiernothilfe-Einsätze zurückgreifen können. Unterstützen Sie uns und helfen Sie dieses Projekt zum Erfolg zu führen!
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