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VIER PFOTEN kritisiert: Bauernverband Rheinland-Pfalz Süd will mit der Bundeswehr Krieg gegen Wildschweine führen


Die internationale Tierschutzschutzorganisation VIER PFOTEN weist Forderungen des reinlandpfälzischen Bauernverbandes (Süd) nach einem Einsatz der Bundeswehr bei der Jagd auf Wildschweine als absurd zurück. „Scheinbar möchte sich der Verbandspräsident und CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Schindler im Sommerloch profilieren“, erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.


In Rheinland-Pfalz befürchten Landwirte Verzögerungen bei der Getreideernte, da Mähdrescher im von Wildschweinen aufgewühlten Boden stecken bleiben und die Tiere Fraßschäden verursachen sollen. Deshalb fordert der Vorsitzende des südrheinland-pfälzischen Bauernverbandes von der zuständigen Umweltministerin Margit Conrad eine Zwangsbejagung der Tiere, im Zweifel mit Hilfe der Bundeswehr.

„Herr Schindler möchte sprichwörtlich mit Kanonen auf Spatzen schießen lassen“, entrüstet sich Johanna Stadler. „Ein Einsatz von Soldaten, die nicht im Mindesten für die Jagd qualifiziert oder ausgerüstet sind, wäre ein tierschutzpolitischer Skandal. Als Abgeordneter des Bundestages sollte Herr Schindler wissen, dass die deutsche Verfassung der Bundeswehr derartige Einsätze nicht erlaubt.“ Anstatt den Wald leer zu schießen, empfiehlt VIER PFOTEN, vermehrt Felder einzuzäunen und die Wildschweine rechtzeitig durch Schutz- oder Vergrämungsmaßnahmen (Elektrozaun, optische, akustische, geruchliche Maßnahmen) abzuschrecken.

Foto: Carsten Przygoda / pixelio.de

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