Tiroler Lawinenexperimente: VIER PFOTEN fordert die Begnadigung der noch lebenden Schweine
Nach Abbruch der umstrittenen Lawinenexperimente bietet die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN die Übernahme der 19 noch lebenden Schweine an. 10 Schweine waren im Zuge des vom Wissenschaftministerium genehmigten Versuchs bereits unter Schneemassen ums Leben gekommen. Der Bürgermeister der Ötztaler Gemeinde Vent, Ernst Georg Schöpf, erklärte am Freitag, er spreche sich nicht gegen die Tierversuche aus. Schöpf betonte, er glaube den Wissenschaftern mehr als den Tierschützern. VIER PFOTEN wird dem in Kürze wissenschaftliche Belege über die Sinnlosigkeit des Lawinenexperiments entgegensetzen. Eine Wiederaufnahme der Tierversuche im kommenden Winter konnte Schöpf auf Nachfrage von VIER PFOTEN nicht ausschließen.
Den verbleibenden Schweinen will die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN nun ein artgerechtes Leben in seinen Tierheim in Lochen, Oberösterreich, bieten.
Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN fordert ein sofortiges Ende der Tiroler Schweine-Versuchsreihe.
Unfassbar – Schweine lebendig begraben!
Wie die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Donnerstagfrüh erfuhr, sind im Ötztal seit Dienstag „Wissenschafter“ dabei, zahlreiche Schweine grausam zu Tode zu quälen. 29 unschuldige Tiere sollen über 14 Tage hinweg lebendig im Schnee begraben und dabei beobachtet werden, wie sie langsam erfrieren oder ersticken.
„Es ist absolut inakzeptabel“, erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN, „dass diese hochsensiblen, hilflosen Tiere für so einen unnötigen Versuch getötet werden.“ VIER PFOTEN wird Strafanzeige erstatten.
VIER PFOTEN erscheint es unvorstellbar, dass das Wissenschaftsministerium so einen Tierversuch genehmigt hat, bei dem getestet wird, welche Auswirkungen ein Lawinenunfall haben kann. Wodurch Menschen bei Lawinenunfällen sterben und wie lange das dauert, ist aus jahrzehntelanger Erfahrung bekannt.
Eine Tierethikkommission im Ministerium entscheidet darüber, welche Versuche zugelassen werden oder nicht. Die lt. Gesetz zwingend vorgeschriebene Teilnahme eines Tierschutzvertreters an den Sitzungen dieser Kommission wird seit über einem Dreivierteljahr systematisch verhindert. Der Tierschutz würde einem solchen Versuch wie dem derzeitigen nie zustimmen, daher liegt der Verdacht nahe, dass das Ministerium bewusst keine Tierschützer in der Kommission mehr akzeptiert.
VIER PFOTEN fordert ein sofortiges Ende der aktuellen, auf 14 Tage angesetzten Schweine-Versuchsreihe.
Protestieren Sie mit VIER PFOTEN und fordern Sie einen sofortigen Stopp der Versuche!
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