VIER PFOTEN warnt: Tierversuche für Kosmetik – EU-Verbot in Gefahr
Von Tierversuchen in der Kosmetik bis hin zu den Lawinenschweinen: EU-weit sterben pro Jahr zwölf Millionen Tiere bei Tierversuchen. Allein in Österreich beläuft sich die Zahl der unter dem Deckmantel der Forschung getöteten Tiere auf fast 170 000 pro Jahr. In der EU ist die Umsetzung des Verbotes für Kosmetik, die in Tierversuchen getestet wurde, in Gefahr. VIER PFOTEN ist strikter Gegner von Tierversuchen jeglicher Art: „Abgesehen von der Tatsache, dass ein Großteil der Tierversuche einfach sinnlos ist – siehe Lawinenschweine –, gibt es in allen Bereichen der Forschung Alternativen zum Testen an lebenden Tieren“, erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN. „Der Aufruhr um die Lawinenschweine im vergangenen Januar hat gezeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung hinter uns steht und Tierversuche ebenfalls verurteilt.“
Die Kosmetikindustrie verlässt sich in ihrer Forschung ebenfalls auf Tierversuche: „Es ist unglaublich: Damit sich Frauen die Lippen bunt anmalen können, müssen Affen ihr Leben eingesperrt in Laboren fristen“, ärgert sich Johanna Stadler. Erst 2009 wurde in der gesamten EU das Testen von kosmetischen Inhaltsstoffen an Tieren, bis auf drei Ausnahmen mit Übergangsfristen bis 2013, verboten. Durch den Druck der Tierversuchslobby jedoch könnte dieses Verbot für die drei Tests noch um Jahre hinausgezögert werden.
VIER PFOTEN fordert eine konsequente Umsetzung der Richtlinie zu kosmetischen Mitteln bis 2013 und appelliert an alle Bürger, beim Kauf von Kosmetik bewusst zu tierfreundlichen Alternativen zu greifen. „Es gibt bereits eine Vielzahl tierversuchsfreier Kosmetikprodukte, die in ganz Europa erhältlich sind. Menschen in ganz Europa lehnen Tierversuche ab. Nur die Wissenschaft und Forschung scheint das nicht einsehen zu wollen“, so Stadler.
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