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Highlights 2012


Das Jahr im Rückblick


© VIER PFOTEN/Mihai Vasile

Bären Ukraine: Nastias Reise in ein besseres Leben

 

Ein Aufschrei ging durch die Welt, als VIER PFOTEN im Frühsommer dieses Jahres das erschütternde Video von der brutalen Entführung des ukrainischen Bärenbabys Nastia veröffentlichte: Der Zoo in Lutsk, wo Nastia geboren wurde, hatte sie illegalerweise an Tierhändler verkauft. VIER PFOTEN setzte alles daran, Nastia zu retten und zu ihrer Mutter Masha zurückzubringen – was einige Wochen später auch gelang: Die ukrainischen Behörden konfiszierten den kleinen Bären, und Nastia kam nach Lutsk zurück, wo ihre erneut trächtige Mutter sie jedoch leider nicht mehr annahm.

 

Da die Bedingungen für die Tiere im Zoo von Lutsk sehr schlecht sind, machten wir uns auf die Suche nach einem neuen, bärengerechten Zuhause. Wir fanden es schließlich auf einem 10.000 m² großen Gelände in Zhytomyr, 160 km von Kiew entfernt. Ende November war es endlich soweit. Nun genießt ihr neues Leben mit viel Platz zum Spielen, einem Teich zum Schwimmen und Bäumen zum Klettern. Einziger Wermutstropfen: Auch nach harten Verhandlungen zeigte sich der Zoo in Lutsk nicht bereit, Nastias Mutter Masha an VIER PFOTEN abzugeben. VIER PFOTEN Projektleiter Dr. Amir Khalil gibt jedoch nicht auf: Gespräche auf höchster politischen Ebene sind nach wie vor am Laufen.

 

Nastias erste Schritte in ein besseres Leben haben wir im folgenden Video festgehalten: https://www.youtube.com/watch?v=OPb3WwF24Uk

 

 

 


© VIER PFOTEN

Sechs Orang-Utans konnten in Borneo in die Freiheit entlassen werden

 

Nach jahrelangen Vorbereitungen war es 2012 endlich soweit: Sechs junge Orang-Utans, die in der Waisenstation Samboja aufgewachsen waren, konnten in ein geschütztes Gebiet in Ost-Kalimantan freigelassen werden. Die Einrichtung wird von der BOS Stiftung betrieben und von VIER PFOTEN seit Langem unterstützt. In der Waldschule üben die Kinder in den Bäumen aus Zweigen und Blättern Körbe zum Schlafen zu flechten, sie lernen welche Früchte, Blätter, Rinden usw. man essen kann und vieles mehr, das ein Orang-Utan wissen muss, um in Freiheit zu überleben.Unter wissenschaftlicher Beobachtung beweisen die Tiere nun, was sie alles gelernt, und kommen immer besser in ihrem unabhängigen Leben zurecht. Da die Zerstörung des indonesischen Urwalds zum Anbau von Palmöl-Monokulturen unvermindert weitergeht, ist die geglückte Auswilderung der Menschenaffen ein ersehnter Lichtblick.

 

 


© VIER PFOTEN

Hilfe für Pferde in Rumänien

 

Nach der kräftezehrenden Rettung von wild lebenden Pferden im Donaudelta im Jahr 2011 konzentrierte sich das Team in Rumänien dieses Jahr vor allem auf Notfalleinsätze. So konnten die schwer verletzte Fohlen Jake und Sami oder der Esel Fane gerettet werden. Die wieder in ihren Lebensraum entlassenen wild lebenden Pferde wurden dennoch weiter unterstützt. Zahlreiche Tiere befanden sich zudem noch in der Obhut von VIER PFOTEN und wurden allesamt erfolgreich zur Adoption freigegeben. Auch in anderen Ländern wird weiterhin mit Pferden gearbeitet.

 

 


© VIER PFOTEN

Weltweite SAC Erfolge - 7.700 Hunde allein in der Ukraine gerettet

 

VIER PFOTEN Streunerhilfeprojekte wurden in den Kernländern Bulgarien und Rumänien weiter vorangetrieben und konnten politische Erfolge erzielen. So haben sich 12 rumänische Bürgermeister gegen die Durchführung staatlicher Massentötungen in ihren Städten entschieden.

 

Große Fortschritte gab es vor allem in Bukarest, wo zudem das Therapieprojekt Dogs For People erweitert wurde. Internationale Einsätze fanden in Indien, Sudan und der Ukraine statt. Im Ausrichterland der Fußball EM waren große Teams mit vielen freiwilligen Helfern aus ganz Europa über Monate aktiv. Die Bilanz in der Ukraine ist besonders beachtlich: 7700 Hunde wurden kastriert und medizinisch versorgt. Die Einstellung zu Streunern hat sich bei vielen Bürgern und Politikern im Laufe des Großprojekts spürbar gewandelt. Nach langen Verhandlungen hat sich der für Tierschutz verantwortliche ukrainischen Umweltminister Mykola Zlochevskiy bereit erklärt, VIER PFOTEN zu unterstützen, um eine humane Lösung zur Regulation der Hundepopulation zu finden.

 

Wir arbeiten weiterhin daran, mit so vielen Politikern wie möglich zu kooperieren und eine humane Lösung für das Streunerhunde-Problem zu bieten.


© VIER PFOTEN

LIONSROCK I: Neue Gehege für ältere Tiere

 

Das südafrikanische VIER PFOTEN Großkatzenrefugium hat einen wichtigen Schritt getan, um seiner Philosophie rundum gerecht zu werden. Von nun an können ältere Tiere mit chronischen Beschwerden in einem neuen Areal gehalten werden, in dem sie intensiver betreut werden können und das ihren Bedürfnissen besser entspricht. Keine der Wildkatzen, für die VIER PFOTEN die Verantwortung trägt, wird je im Alter leiden müssen. Durch den neuen Abschnitt werden für Löwen wie Emma und Xena, die aus Österreich stammen, noch weitere gute Lebensjahre möglich sein.

 

 


© VIER PFOTEN

LIONSROCK II: Neue Bewohner im Großkatzenrefugium

 

2012 wurden weitere Großkatzen, für die es in Europa keine Zukunft mehr gibt, nach LIONSROCK gebracht. Im Rahmen eines aufwendigen Transfers kamen drei Löwen aus Serbien, die von den Behörden beschlagnahmt worden waren, zu einem neuen Leben. Auch zwei Tiger aus Deutschland und weitere Löwen aus Rumänien und Südafrika können sich nun unter bestmöglichen Bedingungen von ihren Leidensjahren erholen und werden für den Rest ihres Lebens vom erfahrenen Team vor Ort versorgt.

 

Mit der Ankunft von Lepa, Ivan, Cornel, Gandhi und Natascha ist die Gesamtzahl der Großkatzen, für die VIER PFOTEN in Südafrika die Verantwortung trägt, auf 88 gestiegen.


© VIER PFOTEN

Bären: Auch Polen und der Kosovo verbieten die Privathaltung von Bären

 

VIER PFOTEN verfolgt seit vielen Jahren das Ziel, die Haltung von Wildtieren in Europa stetig zu verbessern. Ein wichtiger Schritt ist dabei die Abschaffung der Haltung durch Privatpersonen, was bereits in etlichen Ländern umgesetzt wurde. Nun ist dies auch in Polen und dem Kosovo der Fall. In beiden Ländern war VIER PFOTEN auch 2012 aktiv: Während im Kosovo ein Refugium für beschlagnahmte Braunbären entsteht, wurde in der Stadt Posen eine einzigartige Kooperation mit dem dortigen Zoo beschlossen. Die drei letzten Bären aus Privathaltung konnten zudem im Rahmen eines Noteinsatzes gerettet werden. Ingesamt nahmen wir 13 Bären in unsere Obhut.

 

  


© VIER PFOTEN

VIER PFOTEN Bärenwälder

 

Sogar in Deutschland ist die Bärenhaltung in vielen Fällen alles andere als tiergerecht, was die Arbeit des deutschen VIER PFOTEN Bärenschutzzentrums umso wichtiger macht. Im BÄRENWALD Müritz haben heuer nicht nur die Braunbären Siggi und Balou ein neues Zuhause gefunden. Bären-Mama Mary kann nun ebenfalls mit ihren beiden Töchtern Clara und Sonja die neu gewonnene Freiheit genießen.

 

Auch die Bärenwälder in Österreich und Bulgarien, der BÄRENWALD Arbesbach und der TANZBÄRENPARK Belitsa, haben 2012 viel dafür getan, um ihren Schützlingen ein Leben unter bestmöglichen Bedingungen zu bieten.

 

 


© VIER PFOTEN

Die mobile Tierklinik in Kenia rettet zahlreiche Elefanten

 

Die Arbeit für das engagierte Team der mobilen VIER PFOTEN Tierklinik in den Nationalparks von Tsavo and Amboseli wird Jahr für Jahr schwieriger. Die klimatischen Bedingungen haben sich geändert, was zu längeren Dürreperioden führt und auch der Wilderei neuen Auftrieb verleiht. Dank ihres unermüdlichen Einsatzes konnten jedoch zahllose Elefanten und andere Wildtiere gerettet werden – die meisten von ihnen mussten aus Drahtfallen befreit und wegen Pfeilwunden behandelt werden. Zudem gelang dem Kenya Wildlife Service im November ein wichtiger Schlag gegen die illegale Jagd. 37 Wilderer wurden festgenommen und 38 Kilogramm Elfenbein, 472 Kilogramm Fleisch sowie zahlreiche Waffen beschlagnahmt.

 

 


© VIER PFOTEN

Eulen- und Greifvogelstation

 

VIER PFOTEN ist bereits im vierten Jahr Partner der Eulen- und Greifvogelstation EGS im österreichischen Haringsee. Hier werden Hunderte Wildvögel, meist Findlinge und Waisen, betreut und wenn möglich auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Während des Rehabilitationsprogramms werden soziale Gruppen aufgebaut, was eine Haltung in Großvolieren ermöglicht. Für viele bedrohte Vogelarten Mitteleuropas ist dieses einzigartige Programm von großer Bedeutung. Dank der EGS und VIER PFOTEN gibt es auch für behinderte Tiere ein sinnvolles und lebenswertes Dasein. So fand beispielsweise 2012 eine flugunfähige Eule eine neue Lebensaufgabe. Das Tier hilft nun bei der Aufzucht von Findlingen.

 

 

 

 


VIER PFOTEN Kampagnen: Highlights & Erfolge 2012


© VIER PFOTEN | Fred Dott

"Parade gegen Pelz" richtet sich an Verbraucher und Hersteller

 

Die neue Kampagne macht auf das millionenfache Leid von Füchsen, Nerzen und anderen Tieren bei der Herstellung von Modepelzen aufmerksam. Seit 2012 ist VIER PFOTEN in Österreich, Deutschland, Rumänien, Bulgarien und Südafrika nationaler Repräsentant des internationalen Fur Free Retailer (FFR) Programms. Die Initiative informiert über Modeunternehmen, die sich schriftlich verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verwenden. Sie hilft Verbrauchern, garantiert pelzfreie Mode zu finden und eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Auf gesetzlicher Ebene wurden in der Schweiz und in den Niederlanden große Fortschritte erzielt.

 

 


© VIER PFOTEN

Kampagne gegen Käfigeier international fortgeführt

 

Der Kampf gegen Legebatterien gehört zu den ältesten VIER PFOTEN Kampagnen – und hatte großen Anteil am EU-weiten Verbot dieser Haltungsform. Problematisch bleibt allerdings die Verwendung von Käfig-Eiern in Sekundärprodukten. Hier konnten 2012 wieder große Erfolge erzielt werden: Populäre Marken wie Toblerone und Anbieter wie Ferrero, Wojnar und C&C Pfeiffer verzichten künftig auf Eier aus Käfighaltung.

 

 


© VIER PFOTEN | Martina Stephany

Im Focus: Daunen und Fleisch aus Stopfmast

 

In Deutschland fanden Aktionen gegen “The North Face” und “Patagonia” statt; die Kritik richtete sich gegen die Verwendung von Daunen, die aus Stopfmast-Betrieben stammen. In Österreich wurde erneut ein Fall von Etikettenschwindel aufgedeckt, bei dem minderwertiges Gänsefleisch, ein Abfallprodukt der Foie-Gras-Produktion, als Qualitätsware angeboten wurde.

 

 


© VIER PFOTEN

Schweinehaltung: Forderung nach Verbot des Kastenstandes

 

Bei der Fleischproduktion bleibt die Schweinehaltung wegen der besonders schlechten Haltungsbedingungen ein Top-Thema für die VIER PFOTEN Kampagnenteams. Gefordert wird unter anderem ein Verbot des Kastenstandes. Verbraucher sind sich der schlimmen Zustände zunehmend bewusst und der Druck auf die Industrie wächst.

 

 


© VIER PFOTEN

Mindestanforderung bei der Haltung von Mastkaninchen

 

Bei der Kaninchenhaltung erreichte VIER PFOTEN bereits 2008 ein Verbot in Österreich – in Deutschland hingegen ging es auch 2012 um das Ringen nach Mindestanforderung in der Masthaltung. Im Einzelhandel wurde zudem “Galeria Kaufhof” zum Ziel von Protesten. Im November wurde schließlich ein VIER PFOTEN Gütesiegel für Kaninchenfleisch aus kontrollierter Bodenhaltung eingeführt.

 

 


© VIER PFOTEN

Kastration von Streunerkatzen

 

Als Teil des Bündnisses “Pro Katze” setzte sich VIER PFOTEN weiterhin für die flächendeckende Kastration von “Freigängern” und Streunerkatzen in Deutschland ein. Auf Gemeinde-Ebene konnte erstmals eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen mit Freigang erreicht werden.

 

 


© VIER PFOTEN

Handel mit Welpen

 

Der Handel mit Welpen aus “Zuchtfabriken” in Osteuropa war auch 2012 ein Thema. Zwar zeigt die jahrelange Aufklärungsarbeit bei Tierfreunden inzwischen Wirkung, da viele Menschen nun vorsichtiger auf unseriöse Zeitungsannoncen reagieren, doch immer noch werden zahlreiche Tiere im Internet angeboten. VIER PFOTEN gelang es in Wien 13 Welpen zu befreien.

 

 


© VIER PFOTEN

Recherchen dokumentieren Zustände auf "Exotik-Messen"

 

Die Situation von exotischen Heimtieren im Handel, auf Messen und im Internet wurde mithilfe aufwendiger Recherchen dokumentiert. Mit intensiver Lobbyarbeit soll nun auch auf politischer Ebene auf die eklatanten Missstände aufmerksam gemacht werden.

 

 


© VIER PFOTEN | Fred Dott

Hoffnung für Wildtiere im Zirkus

 

In vielen VIER PFOTEN Ländern hat das kontinuierliche Eintreten für einen Zirkus ohne Wildtiere bereits zu gesetzlichen Verboten geführt, unter anderem in Österreich und Ungarn. Nun wurde ein solches Gesetzesvorhaben auch in den Niederlanden im Koalitionsvertrag verankert. In Deutschland wurde eine Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen, die zumindest ein Verbot bestimmter Tierarten nach sich ziehen soll. Protestiert wurde weiterhin gegen die Lebensbedingungen von Wildtieren bei mehreren deutschen Großzirkussen.

 

 


© VIER PFOTEN

Kampagnen für tierversuchsfreie Kosmetik

 

Mehre Initiativen galten dem Ziel eine Verschiebung des EU-weiten Verbots von Tierversuchen für Kosmetika zu verhindern. Zudem wurden die Bemühungen intensiviert, Verbraucher darüber zu informieren, wie sie “leidfreie” kosmetische Produkte kaufen können. 100 Delegierte und Mitarbeiter des Europaparlaments nahmen an einer “Beauty Day” Veranstaltung teil. Diese fand im Rahmen der multinationalen “Kiss Animal Cosmetics Goodbye” Kampagne in Brüssel statt.

 

 


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