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2011


Hamburg, 29.11.2011: VIER PFOTEN übergibt dem rumänischen Honorarkonsul symbolisch 25.000 Protestbriefe gegen das geplante Hunde-Tötungsgesetz in Rumänien.
© VIER PFOTEN

VIER PFOTEN Highlights

Streunerhilfe: Erfolge in vielen Ländern - Widerstand gegen rumänischen Tötungsparagraphen

 

Die Versorgung und Kastration von Straßentieren, eines der Hauptprojekte von VIER PFOTEN, war auch 2011 ein Erfolg. Zahlreiche Gemeinden in Bulgarien, Rumänien, Litauen und der Slowakei entschieden sich für das Stray Animal Care Projekt und gegen die Tötung von Streunertieren. Zudem arbeiteten Teams in Jordanien, in Kooperation mit der Prinzessin-Alia-Stiftung, und in Indien, wo VIER PFOTEN als Partner des renommierten Blue Cross of India fungiert.

 

Auch auf EU-Ebene gab es viel Rückenwind für eine verantwortungsvolle Streunerpolitik. Dennoch wurde in Rumänien ein höchst umstrittenes Gesetz verabschiedet, das als massiver Rückschritt in finstere Zeiten gesehen wird und Proteste vor den rumänischen Botschaften in mehreren europäischen Großstädten nach sich zog. Auch in der Ukraine, Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft 2012, wurden tausende Tiere systematisch umgebracht. VIER PFOTEN plant noch 2011 das erste SAC-Projekt in Lemberg.

 

LIONSROCK: Neue Löwen und Erweiterungsarbeiten

In unserem südafrikanischen Großkatzenrefugium LIONSROCK sind weitere Löwen aus schlechten Haltungsbedingungen aus Rumänien und Bulgarien eingetroffen. Das kompetente Team vor Ort stellte sicher, dass sich die Tiere in ihrer neuen Umgebung gut einleben konnten.

 

Die Erweiterungsarbeiten an 15 neuen Arealen gehen gut voran, waren aber auch der Auslöser für einen Brand, der dank des schnellen Einsatzes von Mitarbeitern und Nachbarn keinen großen Schaden anrichtete. Auch der Tiger Martin, der in einem bulgarischen Betonkäfig aufwuchs, hat sich mittlerweile blendend eingelebt und liebt es im Teich zu schwimmen.

 

Tiernothilfe in Libyen und Pakistan

Das zweite Jahr in Folge leistete ein Team der VIER PFOTEN Tiernothilfe bei einer Flutkatastrophe in Pakistan wichtige Hilfe für die Tiere, diesmal in der Region Jhando Mari. Den schwer betroffenen Farmern wurde dringend benötigtes Futter zur Verfügung gestellt.

 

In der libyschen Hauptstadt Tripolis waren 700 Wildtiere akut vom Hungertod bedroht. Die Zoobelegschaft hatte die Tiere ihrem Schicksal überlassen, nachdem die Kampfhandlungen die Stadt erreicht hatten. Ein Disaster Relief Team leistete lebensnotwendige Hilfe, organisierte Futterlieferungen und brachte Medikamente und Equipment aus Südafrika. Nun soll der Zoo nach modernen Maßstäben reformiert werden, um die Lebensbedingungen der vielen traumatisierten Tiere schnell zu verbessern. Zuvor hatten die politischen Unruhen bereits einen Einsatz in Ägypten notwendig gemacht, wo 3.000 Pferde und Kamele mit Futter versorgt und behandelt wurden.

 

VIER PFOTEN Bärenparks

Auch in den drei VIER PFOTEN Bärenrefugien wurde 2011 hervorragende Arbeit geleistet: Im TANZBÄRENPARK Belitsa, wo 25 ehemalige Tanzbären und einige Tiere aus schlechter Zoohaltung leben, fand erneut ein Vetcheck statt, bei dem sich ein angesehenes Veterinärteam um besonders schwerwiegende Fälle und chronische Leiden kümmert. Im BÄRENWALD Arbesbach werden sechs Bären aus ehemaliger Privathaltung versorgt, während der BÄRENWALD Müritz nach umfangreichen Erweiterungsarbeiten neu eröffnet wurde. Dies schafft auch Platz für weitere Tiere, denen ein angemessener Lebensraum fehlt: Mehrere Bären wurden 2011 aus osteuropäischen Zoos überführt. Auch in der BÄRENWAISENSTATION Harghita, in der Findlinge auf ein Leben in Freiheit vorbereitet werden, kamen wieder neue Jungtiere hinzu.

 

Mobile Tierklinik in Kenia

Eine über die kenianischen Wintermonate andauernde Dürrezeit hat der von VIER PFOTEN finanzierten mobilen Tierklinik unter der Leitung des Tierarztes Jeremiah Poghon ein schweres Jahr bereitet. Das Team leistete jedoch täglich herausragende Arbeit: Etliche Tiere mussten von Drahtfallen befreit und wegen Pfeilwunden behandelt werden. Die Wilderei nimmt zu, und auch die intensive Landwirtschaft entlang der Flüsse verschärft die Situation in den Nationalparks von Tsavo und Amboseli. Erst mit den Regenfällen im November entspannte sich die Lage vorübergehend.

 

Hilfe für Pferde in Not

VIER PFOTEN unterstützt in mehreren Ländern Höfe, die sich um die Betreuung von Pferden aus schlechten Haltungsbedingungen kümmern.

In Rumänien wurde bekannt, dass etwa 70 Wildpferde illegal gefangen und an einen Schlachthof verkauft wurden. In einer monatelangen, dramatischen Hilfsaktion konnten die meisten von ihnen gerettet werden. Je nach Gesundheitszustand werden sie nun nach und nach wieder freigelassen. VIER PFOTEN liefert über 100 Tonnen Winterfutter in die Region.

 

Eulen- und Greifvogelstation

VIER PFOTEN ist seit 2009 Partner der Eulen- und Greifvogelstation EGS im österreichischen Haringsee. Hier werden etwa 400 Wildvögel, meist Findlinge und Waisen, betreut und wenn möglich auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Während des Rehabilitationsprogramms werden soziale Gruppen aufgebaut, was eine Haltung in Großvolieren ermöglicht. Für viele bedrohte Vogelarten Mitteleuropas ist dieses einzigartige Programm von großer Bedeutung.

 

Wildtiere im Zirkus

VIER PFOTEN setzt sich für ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus ein – mit Erfolg: In Deutschland stimmte der Bundesrat für ein Wildtierverbot, und wir stellten Strafanzeige gegen Circus Krone wegen Tierquälerei. VIER PFOTEN fordert die Bundesregierung auf, den Verbotsbeschluss des Bundesrates endlich umzusetzen, und Tausende Menschen unterstützen unseren Protest. Gute Nachrichten auch in Österreich: Hier bestätigte das Verfassungsgericht das seit 2004 bestehende Wildtierverbot.

 

Pelztiere

Millionen Wildtiere leiden und sterben auf Pelzfarmen unter grausamen Bedingungen. VIER PFOTEN setzt sich für ein Verbot der Pelztierhaltung in ganz Europa ein. In Deutschland haben wir vor Pelzfarmen protestiert und Pelzfarmer angezeigt, da sie neue Haltungsvorgaben für Nerze ignorieren.

Pelz ist nicht nur Tierquälerei, sondern kann auch die Gesundheit des Menschen gefährden, dies belegt unsere Studie „Gift im Pelz 2011“, die wohl umfassendste Untersuchung von Schadstoffen in Pelzartikeln der Modebranche, die bisher in Europa veröffentlicht wurde.

 

Versuchstiere

Unser Einsatz für ein Ende von Tierversuchen konzentrierte sich 2011 vor allem auf den Bereich Tierversuche für Kosmetik. Unsere Kampagne „Das hässliche Gesicht der Tierversuche für Kosmetika“ setzt sich für das Verkaufs- und Importverbot für Tierversuchskosmetika in der EU für 2013 ein. Zehntausende Menschen haben unsere Petition bereits unterschrieben.

 

Nutztiere

Unsere Kampagne gegen Stopfmast und Lebendrupf von Gänsen zeigt weitere Erfolge: 2011 hat VIER PFOTEN erreicht, dass die Supermärkte in Österreich frei von Fleisch aus Stopfmast und Lebendrupf sind. Darüberhinaus konnten wir auch einzelnen Tieren helfen: So sorgte VIER PFOTEN dafür, dass Dutzende Graugänse auf einen Gnadenhof umziehen konnten und nicht in der Stopfmast leiden müssen.

 

VIER PFOTEN setzt sich für ein Ende der Käfigmast von Kaninchen ein. 2011 gab es neue Erkenntnisse zu alternativen Haltungsformen: Bis vor kurzem bestand die Überzeugung, dass Kaninchen aus Gründen von Haltung und Wirtschaftlichkeit nur in Käfigen gemästet werden könnten; nun arbeiten die Forschungsprojekte dank VIER PFOTEN schon an einer Gruppenhaltung der Mutterkaninchen.

 

Auch unsere Einsatz für Legehennen geht weiter: Viele Supermärkte haben Käfig-Eier aus ihren Regalen verbannt. In Deutschland sind V-Markt und Feneberg zwei der letzten Supermärkte, die leider immer noch Käfig-Eier verkaufen. VIER PFOTEN hat vor Filialen in München, Kaufbeuren und Kempten protestiert. 2011 haben wir eine große Recherche zur Herkunft von Eiern in Ei-enthaltenden Produkten gestartet. Wir wenden uns an die Produzenten, um so einen generellen Kurswechsel in der Einkaufspolitik zu erwirken.

 

Katzen-Kastration

Mit unserer Kampagne „Sie sind überall“ lenkten wir 2011 die Aufmerksamkeit auf ein häufig verdrängtes Problem: Die sich immer stärker ausbreitenden Populationen von Streunerkatzen. Die Katzen sind oft krank, ausgehungert und vermehren sich Jahr für Jahr massiv. VIER PFOTEN engagiert sich für eine tierfreundliche und nachhaltige Lösung.

 

In Deutschland begann in Stuhr (bei Bremen) das erste Kastrationsprojekt im Rahmen der Kampagne, in Österreich fand das Pilotprojekt in Ansfelden statt. Dabei werden Streunerkatzen eingefangen, kastriert, medizinisch versorgt und wieder am Fundort ausgesetzt. Dies sichert eine nachhaltige Reduktion der Populationen. 2012 sollen weitere Gemeinden folgen.

 

Welpenhandel

VIER PFOTEN setzt die Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel fort. Wir recherchieren und bringen die Fälle ans Licht. Darüber hinaus erarbeiten wir mit Internetplattformen Maßnahmen, die das Einstellen von Welpen-Inseraten erschweren.


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